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Restaurierung der CASA 2111 in der Flugwerft Schleißheim

- ein Bericht von Thomas Fedor -

Aus Spanien kommen nicht nur Paella und Flamenco, sondern auch die in Lizenz gebaute CASA 2111. (Heinkel HE 111)
Eine dieser Maschinen wird in Oberschleißheim seit etwa 3 Jahren restauriert. Es wird noch ein bißchen dauern, bis man die CASA 2111 wieder in ihrer Gesamtheit zu Gesicht bekommt.
Insgesamt sind für die Restauration 8 Jahre veranschlagt worden, wobei 2 Vollzeitkräfte an dieser Maschine arbeiten.
Kurz nach der Jahreswende haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns über den momentanen Zustand des Flugzeuges zu informieren. Glücklicherweise war das Museum an diesem Tag nicht sehr stark besucht, so daß uns 2 freundliche Mitarbeiter den Zugang in die Flugzeugwerkstätte ermöglichen konnten.

update.gif (393 Byte)   Einen aktuellen Zwischenbericht zu den Restaurierungsarbeiten finden Sie im unteren Teil des Reportes.

Flugzeugwerkstatt von links Von hier oben kann man sich jederzeit ein Bild über den derzeitigen Bearbeitungsstand machen.
Diese Plattform ist durchgehend für Besucher geöffnet.
Im Hintergrund befindet sich übrigens eine Dornier Do 28.   
Und die Flugzeugwerkstatt von rechts Hier noch einmal alles von der anderen Seite. Man kann hier sehr gut erkennen, daß die Lackierarbeiten am Seiten - und Höhenleitwerk abgeschlossen sind.
C.A.S.A.

Originallackierung der CASA C.2111

Die Lackierung wird diesem Schema entsprechen.
Es handelt sich hier um die Originallackierung von 1950, als das Flugzeug noch der spanischen Luftwaffe gehörte.
Für die Dreharbeiten zu dem Film "Luftschlacht um England" wurde dieses Flugzeug 1970 umlackiert.
Vorderes MG Cockpit von innen

Das halbverglaste Cockpit.
Hier fanden 3 Mann Besatzung Platz.

Rumpf CASA 2111

Blick von vorne in den Rumpf

Direkt an dieses Schott wird die halbverglaste Kanzel angesetzt.  


Hier blickt man von der Kanzel aus in Richtung Heck.

Tanks

Tanks - Aussenflügel

2 der insgesamt 4 Tanks der HE 111.
Die Reichweite lag damit bei etwa 2000 Km.



An dieser Stelle befindet sich der rechte Aussentank.
An der Oberseite liegt die Öffnung für den Einfüllstutzen.
Seitenleitwerk

Heck

"CON DISPOSITIVO DE REMOLQUE" Ein Hinweis darauf, das sich an diesem Flugzeug eine Schleppvorrichtung befindet.
Das Seitenleitwerk ist schon in den Originalfarben lackiert, im Vordergrund befinden sich die Höhenruder.

Das Rumpfheck mit den Aufnahmen für die Leitwerksteile und den Durchgängen für die Anlenkungen der Ruder und Trimmruder.

Rolls Royce 12 Zylinder Heinkel 111

Einer der beiden Rolls Royce Merlin 12-Zylindermotoren für die CASA.
Nachdem die Lieferung mit JUMO-Motoren nicht mehr möglich war, wichen die Spanier auf dieses bewährte Triebwerk der Engländer aus.
Gravierende Änderungen in den Flugleistungen gab es nicht. Die Motorverkleidung der Heinkel HE111 unterscheidet sich durch die andere Motorisierung erheblich von der C.A.S.A. 2111.

Telie des Fahrwerks Auch wenn die neuen Gussteile einen guten Eindruck machen, sie sind leider nicht passgenau und daher vermutlich nicht zu gebrauchen.
Fahrwerk Casa/He 111 Hier ist deutlich die Lage der Gussteile zu erkennen.
Obwohl dieses Flugzeug nicht in einen flugfähigen Zustand versetzt wird, muss das Fahrwerk natürlich die
Hauptlast der (vermutlich) ca. 8 Tonnen sicher tragen.
Mittelteil mit Motorträgern Das gesamte Flügelmittelteil mit Motorträgern. Hier werden die beiden Rolls Royce Merlins montiert.
Nieten Dieser kleine Bauabschnitt an einem Einfüllstutzen der
Tragfläche läßt erahnen, wieviel Arbeit noch in diesem Flugzeug steckt.
Nieten im Heckbereich Im Bereich des Leitwerkes gibt es keine Senknieten.
Nase der rechten Tragfläche Schnell noch ein Blick in den Nasenbereich der rechten Tragfläche.

Statusbericht Restaurierungsarbeiten C.A.S.A 2111 in der Flugwerft Schleißheim - Februar 2004

Diese Erweiterung unseres Berichtes über die Restaurierung der C.A.S.A. 2111 zeigt den aktuellen Stand der Arbeiten im Februar 2002. Wir bedanken uns bei Museums-Mitarbeiter Mike Rathmann für die freundliche Unterstützung.
C.A.S.A 2111 Die Aufnahme für das Spornrad ist eingesetzt. Das Teleskop-Federbein ist durch eine Stoffmanschette gegen Schmutz geschützt.
C.A.S.A 2111 Der linke Motorträger. Um eine dauerhafte Erhaltung des Flugzeuges zu gewährleisten wird an allen Teilen nach Abschluß der Montagearbeiten Grundierfarbe aufgetragen.
C.A.S.A 2111 Das rechte Hauptfahrwerk liegt vormontiert in einer Ecke der Restaurierungswerkstatt. Die Aufnahmen für die Radachsen wurden neu aus Gußaluminium hergestellt.
C.A.S.A 2111 An der linken Triebwerksgondel wurde mit der Montage des Hauptfahrwerkes begonnen. Viele Fahrwerksteile mußten neu gefertigt werden.
C.A.S.A 2111 Durch den Bombenschacht gelangt man ins Innere des Rumpfes.
C.A.S.A 2111 Dieses Bild läßt deutlich den Fortschritt der Arbeiten seit unserem letzten Besuch erkennen, als der Rumpf noch als nackte Röhre in der Halle stand. Zugleich läßt sich aber auch abschätzen wie viel Arbeit noch vor den Restaurateuren liegt.
C.A.S.A 2111 Blick vom Bombenschacht in Richtung Cockpit. Im Vergleich zu den früheren Bildern im oberen Teil des Berichtes ist im Bodenbereich ein Baufortschritt zu erkennen.
C.A.S.A 2111 Hier, am linken Motorträger, wird eines Tages wieder ein Rolls Royce Merlin Triebwerk montiert sein.
C.A.S.A 2111 Der Blick in den hinteren Teil des Rumpfes zeigt Steuerseile und Steuergestänge. Auch die hohe Qualität der Restaurierung ist an den sauberen Oberflächen gut zu sehen.
C.A.S.A 2111 Der Cockpitbereich und dahinter der Rumpf, auf den das Cockpit nach erfolgter Restaurierung montiert wird.
C.A.S.A 2111 Diese Verstrebungen gehören zum rechten Flügelmittelstück.
C.A.S.A 2111 Hier hat der Glaser noch einige Arbeit vor sich. Das Cockpit der C.A.S.A. 2111 bot Pilot der Besatzung eine hervorragende Aussicht.
C.A.S.A 2111 Beide Mittelstücke der Tragflächen sind mittlerweile am Rumpf angebracht.

Hier geht's zu weiteren Berichten über das

>>>Deutsche Museum / Flugwerft Schleißheim

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