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Dubai International Aerospace Exhibition 2001 - ein Bericht von Detlef Billig - Berlin

Die andere Messe

X_Dubai_Logo.jpg (10042 ) Messen und Airshows gibt es zur Genüge, doch Dubai ist einfach anders. Liegt es an der drückenden Hitze schon in den frühen Vormittagsstunden? Der geschäftigen, kühlen Atmosphäre in den beiden Messehallen? Der besonderen Stimmung unter den Presseleuten? Den vielen "only by invitation" gekennzeichneten Chalets der Großen der Branche? Den exotisch Uniformierten aus hier kaum bekannten Ländern? Oder den überwältigenden Biz-Jets?

Fakt ist:

1930 kannte man in dieser Gegend wohl kaum etwas Motorisiertes. 1932 richteten die Briten beim Fort Sharjah eine Flug- und Raststation für die Fernrouten nach Karachi und Indien ein. Heutzutage ist diese längst geräumt, weil nunmehr mitten in der Stadt gelegen. Die Anlagen sind als Museum hergerichtet. Es kann je eine DC-3, Anson, D.H. Dove und ein alter Tankwagen besichtig werden – fotografieren ist nicht gestattet. Nach dem Zweiten Weltkrieg schenkte Franklin Delano Roosevelt dem damaligen König von Saudi Arabien Abdul Aziz Al Saud eine DC-3. Ende der 50er Jahre flogen bereits rund 300 Jets – vorzugsweise der Marke Boeing - im arabischen Raum. Dubai History

Zur Show:

Die Dubai Airshow 2001 schloss mit einem Umsatz von 15 Billionen US-Dollar an Aufträgen und Bestellungen – das ist Rekord! Nach den Ereignissen des 11. September 2001 gilt dies als wichtiger Impuls für die Wiederbelebung der seitdem angeschlagenen internationalen Luftfahrtindustrie. Allein die Airbus-Order für die neue Großraumfamilie A380 wurde um 15 Einheiten nach oben aufgestockt. Die Airline der Emirate hat die größte Bestellung in ihrer Geschichte gemacht. Emirates will jetzt 22 von diesen Superflugzeugen. Dazu sollen es noch dreizehn 340er und drei 330er von Airbus sein. Boeing bekam ein Auftragspaket von 25 Maschinen der "Tripleseven"-Reihe.

Im Static-Display waren vor allem Businessjets dicht umlagert. So die Global Express von Bombardier/Kanada. Die Produktion der neuen Global 5000 wurde in Dubai verkündet. Der Erstflug ist für 2003 vorgesehen. Erstmals hier vorgeführt: der Airbus 319CJ von Katar-(Quatar) –Airways. Im Innern Luxus für 34 Fluggäste pur!

In Dubai hat man sich Mühe gegeben: 450 Aussteller aus 33 Ländern in 10 nationalen Pavillons konnten rund 30.000 Besucher aus 84 Ländern begrüßen. Im Unterschied zu anderen Messen waren in Dubai 150 hochrangige Fachdelegationen von Airlinemanagern und Militärs aus 52 Nationen vor Ort.

Auch das 150 Minuten Airshow-Display konnte sich sehen lassen! Die Red Arrows eröffneten (22 Minuten) das tägliche Flugprogramm, die Patrouille de France, bzw. die Frecce Tricolori beschlossen es mit 33 Minuten Flugzeit. Suchojs "Kracher" Su-27 und Su-30 sorgten während der Flugvorführungen wie immer für Aufmerksamkeit. Beeindruckend auch die Flugvorführungen einer modernisierten MiG-21-93 und der Mirage 2000 in Bodennähe.                            

AB 319 Die neueste Kreation von Agusta, die geplante Eigenkonstruktion AB 319, gab es als Mockup/bzw. 1:1-Modell zu sehen.
MiG-AT Der brandneuen Trainer MiG-AT wird nun überall von Airshow zu Airshow herumgereicht und vorgeflogen – hier die letzte Airshow-Bemalung.
AH-64A 30 ältere AH-64A Apaches betreiben die Arabischen Emirate in Abu Dhabi. Lockheed offeriert dafür ein Upgrade-Kit auf AH-64D Longbow. Adressaten sind auch Ägypten und Saudi-Arabien.
MiG-21 und Su-30

Im Verhältnis zum "Urgestein" waren die Flugvorführungen der modernisierten MiG-21-93 beeindruckend. Unglaublich, was ein Upgrade heute bewirken kann. Rechts daneben, Suchojs tolle – aber bekannte – Su-30.

AN-24 RW Diese ukrainische Antonow An-24RW diente GUS-Ausstellern als VIP-Transporter.
Mockup MAKO Die EADS will zusammen mit Mikojan einen neuen Anfangstrainer (AT) für die allerneueste Flugzeuggeneration und ein leichtes Kampfflugzeug (LCA) fertigen. Mit dem Projektnamen MAKO beteiligt man sich an einer Ausschreibung der UAE (!).
Cessna Caravan und B 777 Das "Arbeitspferd" Cessna Caravan 208 flog in dieser Amphibien-Variante im Display. Mit zwei dieser Maschinen will das Unternehmen Emarat den Zubringerverkehr vom Hafen in Dubai zum internationalen Flughafen organisieren.
Piaggio Avanti "Power mit Ferrari" verspricht sich Piaggio nun endlich für seine Avanti durch Bestellungen aus dem arabischen Raum.
AS.550 Fennec

Dieser einmotorigen Aerospatiale (jetzt Eurocopter) AS. 550 Fennec (die Zivilvariante heisst AS. 350 Ecureuil) stand in dieser interessante Bemalung der Arabischen Emirate (United Arab Emirates – UAE) im Static-Display.

PC-12 und A.340

Riese und Zwerg des Flugprogramms: Während der gewaltige A.340-600 noch in der Erprobung ist, gibt es von der universellen Pilatus PC-12 schon rund 350 Exemplare auf allen Teilen des Globus. Den schwersten Einsatz haben dabei sicherlich die Maschinen des "Australian Flying Doctor Service" zu leisten. Die gezeigte Messemaschine kam brandneu aus der Fertigung in Stans/Schweiz.

BAE Hawk BAE-Systems hatte in der Region offenbar Heimvorteil, was zunächst am größten Einzelchalet erkennbar war. Die neueste Variante des erfolgreichen Hawk 100 in der LIFT-Version wurde im Flug vorgeführt. Kennzeichen dieser Version sind: NVG, MFD, HUD, HOTAS, SMS, IN/GPS und HUMS – Fachleute wissen Bescheid. Die Auflösung für Laien erledigt der Webmaster auf Anfrage...     Foto: BAE-Systems
Scheich sein ist schön... Foto vom Eröffnungsrundgang mit Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum, Kronprinz von Dubai, gleichzeitig Verteidigungsminister der UAE und Schirmherr der Airshow. Für die Erwähnung aller ihn begleitenden Persönlichkeiten brauchten wir sicher viel Platz, mit einer Ausnahme: Der Duke of York, HRH (His Royal Highness) Prince Andrew gehörte dazu.
Hercules UAE Auch in den Arabischen Emiraten (United Arab Emirates – UAE) ist die gute alte Hercules anzutreffen.
ECJ 135 BJ "Scheich sein ist schön" könnte diese Bildunterschrift lauten, sagt aber nichts zum gezeigten brasilianischen Flugzeugtyp. Dieser ist brandneu und die Typenreihe schon jetzt ein Verkaufsschlager. Es handelt sich um die Embraer Legacy Executive Jet (genau: ECJ 135 BJ), die Businessjetversion des erfolgreichen 135er Regionaljets.
Agusta A.109 Hier ein Agusta A. 109 der strengen Dubai-Police.
Übersicht Die Messe in Dubai – mit dem großen Airbus in der Mitte - wirkt aufgeräumt. Ist sie auch, denn keine ungeladenen Gäste trüben die Geschäftigkeit in den 84 (!) Chalets und zwei – bei 36 Grad im Schatten wohltuend klimatisierten - Messehallen. Wegen des überwältigenden Erfolges soll es jedoch beim nächsten Mal davon eine dritte geben.
Für Text und Bilder bedanken wir uns herzlich bei Detlef Billig, Berlin
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