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Flugtag auf der Hahnweide

06./07. September 2003

- Ein Bericht von Damian Güttner -

Traditionell in der ersten Septemberhälfte lud die Fliegergruppe Wolf Hirth auch im Jahr 2003 am ersten Wochenende des September zum großen Oldtimerflugtag auf der Hahnweide bei Kirchheim-Teck ein. Oldtimer aus dem In- und Ausland versammelten waren eingeladen. Wie so oft in unseren Breiten, hat das Wetter am Samstag leider nicht so mitgespielt (das war auch vor 2 Jahren so). So begann der Morgen des ersten Tages mit Regen, die Wolkendecke war niedrig und zu diesem Zeitpunkt war es fraglich, ob die Flugvorführungen planmäßig durchgeführt werden könnten. Das verschaffte den Besuchern Zeit, die vielen Buden mit leckeren Würstchen, Pommes und Bier zu inspizieren. Auch paar Händler mit Büchern, Modellbausätzen, verschiedenen T-Shirts und Fliegerzubehör sind wieder gekommen.

Vormittags wurde das Wetter etwas besser und ab und zu sind Doppeldecker zu kurzen Flügen gestartet, wenngleich sich die Besucher wohl etwas mehr Flugbewegungen erhofft hatten. Aber Petrus hatte ein Einsehen und das Wetter wurde bald besser. Die diesjährigen Stars auf der Hahnweide waren zwei Maschinen, die überhaupt zum ersten mal auf dem Platz waren. Zum einem war das eine Douglas AD-4 Skyraider aus Frankreich und die zweite Maschine war die schöne Jak 3 der Gebrüder Meier aus Freiburg. Weiterhin waren dieses Jahr zum ersten mal 7 (!!!) AT-6 Harvard (Texan) zu Gast. Eine Maschine kam aus der Schweiz, vier aus Aachen und die zwei bekanntesten deutschen T-6 von Walter und Toni Eichhorn waren auch dabei. Einer der Piloten aus Aachen hatte seine schöne, blaue AT-6 erst eine Woche vor der Veranstaltung auf der Hahnweide aus den USA nach Deutschland überführt, also war das auch eine Deutsche Airshow-Premiere für das Flugzeug.

Zum ersten Mal waren auch fünf Boeing Stearman vor Ort, davon zwei aus der Schweiz. Blickfang war auch eine Fokker Dr. I. Gäste aus Österreich waren mit einem frisch restauriertem Fi 156 Storch und einer Bücker angereist. Sogar die Messerschmitt-Stiftung hat sich die Ehre gegeben und eine ihrer Maschinen zur Hahnweide geschickt, zwar nicht die Me 109 aber die kleinere Messerschmitt Bf 108 Taifun. Früher war die Maschine Stammgast auf diesem Flugtag, was sich leider in den letzten Jahren sehr geändert hat. Am Freitag waren vier Junkers Ju 52 aus der Schweiz angereist und haben viele Rundflüge gemacht, aber trotz der hohen Preise waren die Maschinen ständig ausgebucht. Bereits am Freitagabend sind leider drei der Ju 52 wieder nach Hause geflogen und an dem eigentlichem Flugtagwochenende stand nur noch die IWC Ju 52 für Rundflüge zur Verfügung. Für den kleineren Geldbeutel konnte man Rundflüge mit zwei Antonov An 2 oder einem Sikorsky S-58 Hubschrauber buchen. Durch das schlechte Wetter am Samstag konnten die Skyraider und die Jak 3 leider nicht fliegen, die Besucher, welche nur am Samstag vor Ort waren, haben wirklich etwas verpasst. Beide Maschinen wurden großartig vorgeführt, jedoch erst am späten Sonntag Nachmittag. Zwischendurch wurden auch sehr schöne Kunstflugvorführungen mit Segelflugzeugen und einer Pitts Special gezeigt. Es war sogar die Möglichkeit geboten, selbst auf dem Passagiersitz der Pitts Kunstflug mitzufliegen. Allerdings war der Pasagier für das anschließende "putzen" der Maschine verantwortlich.

Die vielleicht größte Enttäuschung für die Zuschauer war, daß die angekündigten drei Warbird-Klassiker nicht gekommen sind. Eine Spitfire sollte kommen, das war im Internet angekündigt, auch die P-51 D "Double Trouble Two" und die seltene Morane MS 406 von Max Vogelsang aus der Schweiz. Nach einem Telefonat mit Max Vogelsang habe ich erfahren daß die deutschen Behörden ihm keine Genehmigung für den Einflug erteilt hatten. Das ist leider sehr traurig, so was erfahren zu müßen. Dieses Jahr waren die Breitling Fighters aus Duxford-England nicht dabei, weil sie selber an einer Jubiläums Air Show in England waren.

FAZIT: Im Großen und Ganzen war das Oldtimertreffen auf der Hahnweide wieder eine schöne und gelungene Flugshow, der Platz war übersät mit schönen Flugzeugen. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung - hoffentlich bei besserem Wetter...

AN-2 Die Antonow An-2 stand den Besuchern für Rundflüge zur Verfügung.
Cockpit AT-6 Blick auf die linke Cockpitseite der AT-6.
Bf-108 Als Vorläufer der modernen Reiseflugzeuge kann die Messerschmitt Bf 108 "Taifun", eine Konstruktion aus dem Jahre 1933 gesehen werden.
Cockpit AT-6

Das Instrumentenbrett der AT-6.

AT-6

AT-6

AT-6

Etwa vier Jahre nach Konstruktion der Bf 108 Taifun begann auf der anderen Seite des Atlantik die Planung eines Schul- und Übungsflugzeuges für die Fortgeschrittenenausbildung.

Die North American AT-6 ist unter den Namen "Texan" (USA) und "Harvard" (England) bekannt.

Heute ist die AT-6 auf vielen Airshows in aller Welt zu sehen. Glücklicherweise gibt es auch in Deutschland einige dieser Maschinen.

AT-6

AT-6

AT-6

Noch wenige Wochen vor dem Oldtimertreffen auf der Hahnweide waren die USA die Heimat dieser blauen AT-6.

Da diese Maschinen auch nach dem zweiten Weltkrieg noch als Treiner verwendet wurden (u. a. auch in Deutschland), mußten sie nicht das Schicksale der Jäger und Bomber teilen, die zum größten Teil zerstört wurden.

Doppeldecker Ein Bücker Bü 131 "Jungmann". Die berühmte Kunstflugmaschine aus den dreißiger Jahren ist deutlich zu erkennen an den leicht gepfeilten Tragflächen und dem stark nach vorne gerichteten Fahrwerk.
Fahrwerk AT-6 Detailansicht des AT-6 Fahrwerks.
Tiger Moth Es waren noch mehr Doppeldecker mit von der Partie - hier eine De Havilland "Tiger Moth". Auf dieser Maschine lernten zigtausende Britischer Piloten das Fliegen.
AT-6 Vier AT-6 im Formationsflug. Der kernige Sound der Pratt&Whitney R-1340 Motoren ist Musik in den Ohren eines Warbird-Fans.
Fokker Dr I An Manövrierfähigkeit den Feindflugzeugen weit überlegen war das Deutsche Jagdflugzeug Fokker Dr. I im ersten Weltkrieg. Baron Manfred Freiherr von Richthofen erzielte viele seiner Abschüsse mit dem roten Dreidecker.
Jak-11 Das Russische Gegenstück zur AT-6 ist die Jakovlev Jak-11. Sie sollte angehende Jagdpiloten an schnellere und wendigere Maschinen heranführen.
Storch Wegen seiner einmaligen Kurzstart- und -landeeigenschaften war der Fieseler "Storch" das perfekte Verbindungsflugzeug im zweiten Weltkrieg. Bei Gegenwind konnte der Storch fast auf der Stelle starten und landen.
Junkers Ju 52 am Start Darf auf keinem Oldtimer-Flugtag fehlen: Die Junkers Ju-52. Hier die "IWC"-Maschine aus der Schweiz.
Storch im Flug Im Reiseflug konnte das zum Nachteil werden - wenn die Reise bei kräftigem Gegenwind unendlich in die Länge gezogen wurde. Hier der "Storch" im Flug.
Start der Ju 52 Am Sonntag hatten die Rundfluggäste dann doch noch Gelegenheit zu einem unvergesslichen Flug mit der legendären "Tante Ju"  bei schönem Wetter.
Jak-3 Die Jak-3 der Gebrüder Meier beim Start zusammen mit einer Jak-11.
Jak-3 Klar daß dieser riesige Propeller auch mächtig Vortrieb bringt - ca. 700 km/h sind dank der 1.475 PS des Allison V-1710 Motors möglich.
Jak 3 im flug Die spitz zulaufenden Tragflächen verleihen den Jakovlev-Jägern ein charakteristisches Flugbild.
Jak 3 und Jak 9 Dieses Bild zeigt links neben der Jak-3 die sehr ähnliche Jak-9. Entgegen der üblichen Reihenfolge kam die "3" nach der "9" zum Einsatz.
Skyraider rollt zum Start Die AD-4 Skyraider ist eine späte Version des berühmten Tiefangriffsflugzeuges. 3.180 Skyraiders wurden gebaut
Skyraider Der mächtige Wright R-3350 Doppelsternmotor sorgt über den gewaltigen Vierblattpropeller für den nötigen Vortrieb beim Start.
Skyraider Unglaubliche 6 Tonnen Zuladung konnte die Skyraider befördern. Als trägergestützes Bomben- und Angriffsflugzeug war sie in Korea und Indochina im Einsatz.
Start der Bf 108 Leider geht solche ein Flugtag immer viel zu schnell zu Ende...
 

Bilderserie Jakovlev Jak-3 "D-FJAK"

Jak 3 (Latte)

Jak 3 (Leitwerk)

Jak 3 (Fahrwerk)

Jak 3 (Fahrwerkschacht)

Jak 3 (Fahrwerksklappe)

Jak 3 (Kuehler)

Jak-3 Jak-3 Jak 3 (Motorhaube) Jak 3 (seite) Jak 3 (Tankeinfuellstuzen) Jak 3 (von hinten)
Jak 3 Cockpit Jak 3 Cockpit-seite Jak 3 Jak-3

Die Jak-3 ist ein Highlight auf jeder Airshow. Wir freuen uns auf die Airshow-Saison 2004 - und die hoffentlich recht häufigen Auftritte dieses schnellen und eleganten Jägers von Achim und Elmar Meier.

 

 

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