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In
"History" erfahren Sie jede Woche ein neues, verblüffendes Highlight aus der
faszinierenden Geschichte der Luftfahrt.
| Wußten Sie schon... daß die britische de Havilland Mosquito,
eines der herausragendsten Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges, eine
Holzkonstruktion war? Die Mosquito wurde als Nachfolger der veralteten Bristol
Blenheim entworfen. Nachdem das Projekt der Mosquito im Jahre 1938 vom britischen Air
Ministry abgelehnt wurde, da die Holzbauweise längst als überholt galt, wurde das
Projekt im Dezember 1939 wieder aufgegriffen. Grund hierfür war die kriegsbedingte
Verknappung an Aluminium. Im November 1940 flog die erste Mosquito und bereits nach kurzer
Zeit bewies die schlanke Holzmaschine mit ihren beiden Rolls Royce Merlin Motoren ihre
enormen Fähigkeiten. Beweglich wie ein Jäger schleppte sie die Bombenlast eines
mittleren Bombers, als Aufklärer flog sie schnell und unerreichbar hoch für feindliche
Jäger und mit Radar ausgestattet fand die schnelle Maschine auch Verwendung als
Nachtjäger. Bis zum Jahr 1945 wurden von der "Notlösung" de Havilland Mosquito
7.781 Stück produziert. |
 
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| Wußten Sie schon... daß am Nachmittag des 6. September 1976 die MiG-25
"Foxbat", eines der bestgehüteten Geheimnisse der Sowjets im kalten
Krieg, den Westmächten im wahrsten Sinne des Wortes "als Geschenk in die
Hände fiel"? Viktor Belenko, ein Elite-Pilot der Sowjetischen Luftwaffe,
verließ mit seiner streng geheimen MiG-25 den russischen Luftraum und flog nach Japan, wo
er auf dem City Commercial Airport von Hakodate vor hunderten verblüfften Zuschauern auf
westlichem Territorium landete. Sein Treibstoffvorrat nach der Landung hätte noch eine
Flugzeit von 30 Sekunden zugelassen. Die USA hatten somit die einmalige Gelegenheit, das
zum damaligen Zeitpunkt wohl geheimste Kampfflugzeug des Ostens eingehend zu studieren.
Bis zum Jahre 1975 hatte die erstmals 1967 in Moskau vorgestellte Maschine 18 Weltrekorde
in verschiedenen Disziplinen erflogen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 3.000 km/h und
einer Gipfelhöhe von mehr als 36.000 m stellte die als Abfangjäger und Höhenaufklärer
konzipierte Maschine u. a. ein Gegenstück für die amerikanische SR-71
"Blackbird" dar.
Bilder: MiG-25/Viktor Belenko |
 
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| Wußten Sie schon... daß die britische Royal Air Force (RAF) im zweiten
Weltkrieg mehr als 150 Frauen als Überführungspilotinnen einsetzte? Sie
waren die ersten Pilotinnen im britischen Militär. Von 1940 bis 1945 wurden von der Air
Transport Auxiliary Association (ATA) 309.011 Flugzeuge auf dem Luftweg
von den Fabriken zu den RAF Stützpunkten überführt. 147 verschieden
Flugzeugtypen wurden von den Pilotinnen überführt. Die meisten Flugzeuge waren
dabei weder mit Instrumenten noch mit Waffen ausgestattet. Diana Barnato Walker
(unteres Bild) flog als Class IV Pilot 46 verschiedene Bombertypen von der Avro Tutor
über Bristol Blenheim bis zur Vickers Wellington. Außerdem überführte sie 260
Spitfires (50 mehr als jeder andere ATA Pilot). Die Südafrikanerin Jackie
Moggridge erwarb ihre Pilotenlizenz mit 16, ihre Mutter schwindelte ein höheres
Alter vor. 1940 kam sie zur ATA (auch ihr Fluglehrer unterstützte den Schwindel mit dem
Alter). Bis 1945 überführte sie 1.500 Flugzeuge von 86 verschiedenen Typen und damit 200
Maschinen mehr als jeder andere ATA Pilot. Die Liste der Superlative ließe sich unendlich
verlängern. Zweifelsohne haben die mutigen Frauen der ATA maßgeblich zum Erfolg der
Royal Air Force beigetragen. |
 
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| Wußten Sie schon... daß während des Zweiten
Weltkrieges in Australien innerhalb von nur fünf Monaten ein komplettes Jagdflugzeug
entwickelt und gebaut wurde? So geschehen 1942, als für Australien die Gefahr einer
japanischen Invasion bestand. Die Royal Australian Air Force hatte damals nur sehr wenige
Kampfflugzeuge und brauchte daher sehr schnell ein modernes leistungsfähiges Jagdflugzeug
um der japanischen Bedrohung begegnen zu können. So wurde bei der Commonwealth
Aircraft Corporation (CAC) innerhalb weniger Wochen auf dem Reißbrett die CAC
Boomerang entworfen. Der Entwurf wurde akzeptiert und innerhalb von 3 Monaten wurde
der erste Prototyp gebaut, er hatte seinen Erstflug am 29. Mai 1942. Um Zeit zu sparen
wurden bei diesem "Panic Fighter" viele Komponenten des Schulflugzeugs CAC
Wirraway verwendet. Bis 1945 wurden 250 Flugzeuge des Typs Boomerang in verschiedenen
Versionen gebaut. Da die Royal Australian Air Force zwischenzeitlich amerikanische und
britische Jagdflugzeuge geliefert bekommen hatte, wurde die Boomerang im Kriegsschauplatz
Pazifik nur selten in ihrer eigentlichen Rolle als Jagdflugzeug eingesetzt, was zu der
kuriosen Tatsache führt, daß die Boomerang als das einzige Jagdflugzeug des Zweiten
Weltkriegs gilt, welches kein feindliches Flugzeug abgeschossen hat. Aber da die Boomerang
ein gut durchdachtes und sehr robustes Flugzeug mit außergewöhnlich guter
Manövrierfähigkeit war, wurde sie gerne und reichlich bei anderen Kampfaufgaben
verwendet und bewährte sich im Kampfeinsatz vor allem als Jagdbomber,
Zielmarkierungsflugzeug und Aufklärer. Das Foto zeigt eine Commonwealth Aircraft
Corporation Boomerang im Royal Australian Air Force Museum Point Cook (www.raafmuseum.com.au) |
 
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| Wußten Sie schon... daß die Tupolew Tu-114 das schnellste
Turboprop-Flugzeug der Welt ist? Als die Tu-114 1957 der Öffentlichkeit
vorgestellt wurde, war sie mit bis zu 220 Sitzplätzen das größte Verkehrsflugzeug der
Welt. Als Weiterentwicklung des 1955 vorgestellten Langstreckenbombers Tu-95 mit dem
NATO-Codename "Bear" erreichte die Tu-114 am 9. April 1960 mit einer Nutzlast
von 25 Tonnen über einen geschlossenen Rundkurs von 5000 km eine durchschnittliche
Geschwindigkeit von 877,21 km/h. In den sechziger Jahren waren 32 Tu-114 die Flaggschiffe
der Fluglinie AEROFLOT. Die Bilder zeigen: Tu-95 "Bear" (oben) und Tu-114
(unten). |
 
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| Wußten Sie schon... daß American Airlines die größte Airline
der Welt ist? Mit 974 Flugzeugen bietet die "AA" mehr als dreimal
soviele Maschinen wie die deutsche Lufthansa (303) auf. Aus der Fusion mehrerer kleiner
Fluggesellschaften um die Robertson Aircraft Corporation of Missouri, deren erster
planmäßiger Flug am 15. April 1926 von keinem geringeren als dem berühmten Charles
Lindbergh gesteuert wurde, entstand 1934 das Unternehmen American Airlines. Das
Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas/Fort Worth (Texas) beförderte 1999 auf seinem 40
Länder mit 163 Städten (plus 139 US-Ziele der Regionalflugtochter American Eagle)
umfassenden Streckennetz nicht weniger als 84,7 Millionen Passagiere. Jeden Tag starten
die Maschinen der AA und der American Eagle zu mehr als 4.500 Flügen. Über 10.000
Piloten stehen in den Diensten der größten Fluggesellschaft der Welt. |


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| Wußten Sie schon... daß sich die Firma Aerocar in den
50er Jahren mit der Entwicklung eines "fliegenden Autos"
beschäftigte? Der erste Prototyp wurde im Oktober 1949 fertiggestellt. Das Modell Aerocar
I erhielt die Luftverkehrszulassung am 13. Dezember 1956. Vom Modell Aerocar I wurden
insgesamt fünf Exemplare gebaut. Es folgte das weiterentwickelte Modell III, bei dem
Tragflächen und Rumpfhinterteil im abmontierten Zustand als Anhänger hinter der
(PKW)-Kabine gezogen wurden. Das zweisitzige Modell III absolvierte seinen Erstflug im
Juni 1969. Aerocar-Konstrukteur Taylor arbeitete anschließend noch am Modell IV,
einer viersitzigen Variante das Aerocar, die jedoch aufgrund veränderter
Zulassungsbedingungen und zu hohem Gewicht das Zulassungsverfahren der
US-Luftfahrtbehörde nicht erreichte. |
 
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| Wußten Sie schon... daß der Deutsche Gustav Weißkopf
möglicherweise bereits zwei Jahre vor den Gebrüdern Wright den ersten Flug mit
Motorkraft schaffte? Der aus Leutershausen in Franken stammende Gustav Weißkopf
war in die USA ausgewandert, wo er sich "Gustave Whitehead" nannte. In
Bridgeport, Connecticut, soll er nach Aussagen von Zeitzeugen mit seinem selbstgebauten
und selbstgesteuerten "Apparat Nr. 21" 800 Meter weit geflogen sein. Im
Gegensatz zu dem zwei Jahre später folgenden Flug der Gebrüder Wright existiert jedoch
über Weißkopfs Flüge keine Dokumentation. Um Klarheit zu schaffen baute die
"Flughistorische Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf" in Leutershausen den
Flugapparat Nr. 21 originalgetreu nach. Mit Unterstützung der EADS in Manching wurde das
Fluggerät untersucht und erprobt. Dennoch kann bis heute nicht mit absoluter Gewißheit
bestätigt werden, daß der "Apparat Nr. 21" auch tatsächlich flog. Aber auch
das Gegenteil konnte nicht bewiesen werden und so ist es nach wie vor nicht
auszuschließen daß dem Deutschen Gustav Weißkopf die Ehre für den ersten Motorflug
gebühren könnte. Bilder von oben nach unten: Gustav Weißkopf - der von ihm konstruierte
Motor seines Flugapparates - der Flugapparat Nr. 21. |



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| Wußten Sie schon... daß der Franzose Louis Blériot am 25. Juli
1909 den Ärmelkanal überflog? Noch zwei weitere Wettbewerber bemühten sich,
den von Lord Northcliffe, dem Eigentümer der Tageszeitung Daily Mail, ausgesetzten Preis
zu erhalten. 1.000 britische Pfund winkten dem Ersten, der den Ärmelkanal mit einem
Flugzeug überfliegen sollte. Neben Louis Blériot mit seinem Eindecker Blériot XI
warteten noch Hubert Latham mit seinem Antoinette-Eindecker und Charles, Herzog von
Lambert mit seinem Wright-Wissant-Doppeldecker an der französischen Kanalküste bei Les
Baraques nahe Calais auf geeignetes Wetter. Latham, der am Morgen des 19. Juli als erster
startete, mußte auf halber Strecke mit Motorschaden notwassern. Louis Blèriot startete
am frühen Morgen des 25. Juli ohne Kompaß auf die 36,5 km lange Strecke über den Kanal
nach Dover. Nach 37 Minuten Flugzeit landete er bei starkem Wind in der Ortschaft
Northfall Meadow. Bei der Landung auf einer abschüssigen Wiese brach der Propeller und
das Fahrwerk wurde beschädigt. Blériot kam mit leichten Blessuren davon. Letham konnte
wegen starken Windes erst zwei Tage später starten und mußte erneut mit Motorschaden
notwassern. Der Herzog von Lambert verzichtete auf seinen Antritt. |
 
Die Blériot XI. Oben ein Originalfoto, unten eine
Replica |
| Wußten Sie schon... daß die legendären "Flying Tigers"
anfangs belächelt und als "disziplinloser Haufen" verspottet wurden? Im
September 1941 begann die American Volunteer Group (A.V.G.) in Rangoon mit dem Training.
Claire L. Chennault, ein pensionierter Major des Air Corps und seit 1937 Berater der
Chinesischen Luftwaffe, hatte den zivilrechtlichen Vertrag mit der A.V.G. vorbereitet und
im Dezember 1941 war es so weit. Die "Flying Tigers", eine bunt
zusammengewürfelte Truppe von etwa 100 Piloten und 200 Mann Bodenpersonal, die keinen
Wert auf korrekte Dienstuniform, militärische Umgangsformen und tägliches Rasieren
legte, begann mit Jagdflugzeugen vom Typ Curtiss P-40B die Japanische Luftwaffe
abzuwehren, die zu dieser Zeit permanente Angriffe auf China und Burma flog. Sieben Monate
später waren alle Zweifler und Spötter eines besseren belehrt. Obwohl die "Flying
Tigers" weder Nachschub an Piloten noch zufriedenstellenden Nachschub an Ersatzteilen
für ihre Maschinen bekamen, beendeten sie im Juli 1942 ihre Mission mit 286
abgeschossenen japanischen Flugzeugen bei 12 eigenen gefallenen bzw. vermissten Piloten.
Die "Flying Tigers" haben ihrem Markenzeichen, den gefletschten Tigerzähnen an
der Nase ihrer Flugzeuge alle Ehre gemacht und gingen in die Geschichtsbücher ein. |
 
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| Wußten Sie schon... daß am 20. November 1980 erstmals
ein bemanntes Solarflugzeug selbständig startete, flog und landete? Dr.
Paul MacCready hatte schon in den Jahren zuvor mit seinen ultraleichten
Muskelkraftflugzeugen "Gossamer Condor" und "Gossamer Albatros" auf
sich aufmerksam gemacht. Dr. MacCready baute also mit dem "Solar
Challenger" ein Flugzeug, das incl. der Pilotin Janice Brown nur 133 kg wog.
Dennoch solle es mit +5/-3 g belastbar sein. 1.628 Solarzellen lieferten die Energie für
den Antrieb. Am 20.11.1980 fand dann in El Mirage (Kalifornien) der Erstflug statt. Der
erste Flug dauerte 2 Minuten und 50 Sekunden. Wenig später wurde bei einem 8 Stunden und
19 Minuten dauernden Flug eine Höhe von 4.358 m erreicht. Am 7. Juli 1981 überquerte
eine von Stephen Ptacek gesteuerte "Solar Challenger" in 5 Stunden und 25
Minuten den Ärmelkanal und erreichte dabei Höhen von bis zu 3.657 m. In den
vergangenen Jahren baute die NASA mit dem "Solar Pathfinder" ein unbemanntes,
ferngesteuertes Forschungsflugzeug, das mit Solarenergie theoretisch über Wochen, Monate
und vielleicht Jahre in der Luft bleiben kann. "Solar Pathfinder" soll sich
dabei in Höhen von über 80.000 ft, das sind ca. 24.000 m bewegen und auch Aufgaben
übernehmen, die derzeit noch von Satelliten bewältigt werden. Die bisherigen Flüge in
Höhen von über 70.000 ft. verliefen vielversprechend. Bilder von oben
nach unten: Solar Challenger, Solar Pathfinder über Hawaii |



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| Wußten Sie schon... daß die U.S.-NAVY in den 30er Jahren Luftschiffe
als Flugzeugträger benutzte? Es handelte sich dabei um die Luftschiffe USS Akron
und USS Macon. Wie auch die modernen Flugzeugträger der heutigen Zeit sollten die
Luftschiffe an das Krisengebiet heranfliegen und den Jagdflugzeugen eine Start- und
Landeplattform bieten. Technisch wurde dies gelöst durch einen
"Skyhook"-Mechanismus, einen Fanghaken, der über der oberen Tragfläche der
Doppeldecker-Flugzeuge montiert war. Der Pilot lenkte das Flugzeug mit dem Haken in eine
Einhängevorrichtung und anschließend wurde das Flugzeug in seinen "Hangar" im
Bauch des Luftschiffes gezogen. Bei manchen "Trägerflugzeugen wurde sogar das
Fahrwerk entfernt, es war schließlich überflüssig für Flugzeuge, die nie auf einem
Flugplatz landen sollten. Die Ära der Luftschiffe als Flugzeugträger fand allerdings
schnell ein Ende. Die "Akron" ging 1933 in einem Sturm verloren und die
"Macon" stürzte 1935 vor der Küste Kaliforniens in den Pazifik. Beachtenswert
auf dem Bild des F-9 C Jagdflugzeuges ist das Bild auf der Rumpfseite, das den Vergleich
zu Trapezartisten suggeriert. Das Bild in der Mitte zeigt einen Anflug auf die
Einhängevorrichtung der USS Macon, unten ein Bild der USS Macon. |
 

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| Wußten Sie schon... daß der Wright R-4360 der größte
Kolbenmotor war, der in ein Flugzeug eingebaut wurde? Es handelt sich dabei um
einen Vierfach-Sternmotor mit 28 Zylindern und einem Hubraum von 4360 Kubik-Inch, das
entspricht 71,44 Litern!!! Dieses gewaltige Triebwerk produzierte eine Leistung von ca.
3.000 PS und wurde im Prototyp der ab Januar 1945 produzierten Martin AM
"Mauler", einem Flugzeugträgergestützten (Torpedo)Bombers als auch in der FG-1
"Corsair" verwendet. In dem gewaltigen Flugboot "Spruce Goose" von
Howard Hughes wurden sogar 8 (acht) dieser R-4360 Motoren eingebaut. Jeder einzelne wog
ca. 2,5 t und trieb eine große Hamilton Standard Vierblatt-Luftschraube an (Siehe auch
History-Artikel "Spruce Goose") |

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| Wußten Sie schon... daß bereits in den zwanziger Jahren
die ersten Wettbewerbe im Streckensegelflug ausgetragen wurden? Beim
ersten Rhönwettbewerb im August 1920 wurden Flugweiten von ca. 400 m erreicht.
Überschattet wurde dieser erste Wettbewerb vom tödlichen Absturz des Piloten Eugen von
Loessl. Genau 24 Jahre zuvor, am 9. August 1896 war der Segelflugpionier Otto Lilienthal
mit seinem Gleiter ebenfalls tödlich verunglückt. Bereits 1922 gelangen Segelflüge von
mehr als einer Stunde Dauer im Hangaufwind. 1925 wurden bereits Strecken von 22 km
erreicht. 1926 geriet Max Kegel unfreiwillig in ein Gewitter und wurde durch die Aufwinde
über 50 km weit getragen - Weltrekord, doch erst 1928 wurde man auf die Nutzbarkeit der
"Thermik" aufmerksam. Heute bestehen die Segelflugzeuge nicht mehr aus mit
Segeltuch bespannten Holzgerippen sondern aus modernen Glas- und Kohlefaserwerkstoffen,
die Laminarprofile und das Design der Maschinen ist mit Computerunterstützung optimiert,
die Nutzung der thermischen Aufwinde ist selbstverständlich geworden und im
November 2000 flog Klaus Ohlmann mit dem hochmodernen Segelflugzeug Stemme S-10
in Südamerika ca. 2.500 km weit. |
 Lilienthal
mit seinem Gleiter

Rekordflugzeug Stemme S10 |
| Wußten Sie schon... daß von 1941 bis 1945 in der Nähe von Tuskegee/Alabama mehr
als 1300 Militärpiloten ausschließlich schwarzer Hautfarbe trainiert
wurden? Sie wurden die Tuskegee Airmen genannt. 450 schwarze Jagdflieger
unter dem Kommando von Col. Benjamin O. Davis Jr. (er wurde später der erste schwarze Air
Force General) kämpften in ihren P-40, P-39, P-47 und P-51
über Nordafrika, Sizilien und Kontinentaleuropa. Sie flogen 15500 Missionen mit der 12.
Tactical U.S. Army Air Force und den 15. Strategic Army Air Forces. Die deutschen Piloten
fürchteten und achteten die "Schwarzen Vogelmenschen". Die "weißen"
amerikanischen Bomberbesatzungen nannten die Tuskegee Airmen "The Redtail
Angels" denn die Jäger waren am Bug und am Heck rot bemalt. Die Tuskegee Airmen
zerstörten über 400 feindliche Flugzeuge , viele Bahn- und LKW-Transporte und versenkten
einen Zerstörer der deutschen Marine. 66 Airmen verloren ihr Leben, 32 gerieten in
Gefangenschaft. Sie hatten den Auftrag, keinen der zu beschützenden Bomber zu verlieren
und erfüllten diesen. Für Ihre einzigartigen Leistungen wurden sie vielfach
ausgezeichnet und erhielten Achtung und Bewunderung, sowohl von den beschützten
Bomberbesatzungen als auch von der Zivilbevölkerung. |


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| Wußten Sie schon... daß bereits im Jahre 1931 mit Schwenkflügeln
experimentiert wurde? Im März 1931 flog der "Pterodactyl" des britischen
Flugzeugherstellers Westland. Mit den 4,75 Grad Verstellmöglichkeit sollten
Schwerpunktverschiebungen ausgeglichen werden. Ende des zweiten Weltkrieges stand die
P.1101 von Messerschmidt kurz vor der Flugerprobung, wurde als Kriegsbeute in die USA
verfrachtet und diente dort als Grundlage zur Konstruktion der Bell X-5, dem ersten echten
Schwenkflügel-Flugzeug. Testpilot Skip Ziegler veränderte bei Testflügen im Juni 1951
die Flächenpfeilung von 20 auf 50 Grad. Es dauerte noch viele Jahre bis das komplizierte
Prinzip der Schwenkflügel ausgereift und in der General Dynamics F-111 erstmals zum
Einsatz kam. Einige sehr bekannte Kampfflugzeuge wie die F-14 Tomcat und die Europäische
Panavia Tornado nutzen die Vorteile von Schwenkflügeln: Niedrige Start- und
Landegeschwindigkeit sowie die Erreichbarkeit großer Flughöhen bei großer Spannweite,
andererseits optimale Schnellflugeigenschaften im Tiefflug bei unruhiger Luft. Bilder
von oben nach unten: Messerschmitt P.1101, Bell X-5, General Dynamics F-111 |
 

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| Wußten Sie schon... daß das erste Düsenverkehrsflugzeug, die de
Havilland "Comet" am 27. Juli 1949 zum Erstflug abhob? Mit diesem Tag
begann eine neue und bis heute andauernde Ära in der Beförderung von Passagieren über
weite Entfernungen. Gesteuert wurde die "Comet" bei ihrem Erstflug von dem
früheren Jagdflieger-Ass und Testpiloten John Cunningham. Nach einem knappen Jahr
intensiver Flugerprobungen und einer beachtlichen Anzahl dabei erzielter
Streckenflugrekorde gingen die ersten Bestellungen internationaler Fluglinien ein. Am 2.
Mai 1951 startete eine 36-sitzige "Comet" zum ersten Linienflug von London nach
Johannesburg. Wenig später wurde eine "Comet 2" für 44 Passagiere gebaut, eine
"Comet 3" mit 78 Plätzen wurde geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt war die de
Havilland "Comet" konkurrenzlos das einzige Düsenverkehrsflugzeug der Welt. Der
Fall folgte so schnell wie der Aufstieg: Zwei Maschinen stürzten beim Start in Campini
bei Rom und Karachi, Pakistan ab. Dann, genau ein Jahr nach dem Jungfernflug von London
nach Johannesburg, ereignete sich eine weitere Katastrophe. Die Comet "Yoke
Victor" zerbrach in der Luft. Am 15. Januar 1954 zerbrach die "Yoke Peter"
ebenfalls in der Luft. Flugverbot für die ganze Comet-Flotte folgte nachdem am 8. April
1954 die "Yoke Yoke" in die Bucht von Neapel stürzte. Als Unfallursache wurde
Materialermüdung festgestellt, eine damals neue Erkenntnis. Von dieser Erkenntnis
profitierten alle weiteren Flugzeugkonstruktionen - auch die "Comet 4", die noch
viele Jahre unfallfrei flog. |
 

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| Wußten Sie schon... daß sich bereits im September 1907 die ersten
bemannten Hubschrauber vom Boden erhoben? Der Bréguet 1 "Gyroplan",
eine kreuzförmige Gitterkonstruktion aus Stahlrohr mit vier paarweise angeordneten
Hubschrauben an jedem Ende wurde von einem Antoinette Benzinmotor mit ca 40-45 PS Leistung
angetrieben. Der "Gyroplan" wurde von den Brüdern Bréguet in Zusammenarbeit
mit Richet erbaut und stieg, bemannt mit einer Person, auf eine Höhe von 1,5 Metern.
Ebenfalls in Frankreich erhob sich zwei Monate später der Fahrradhersteller Paul Cornu
mit seinem Fluggerät vom Boden. Cornu's Fluggerät verfügte über einen 24 PS
Antoinette-Motor, die Kraft wurde über Riemen auf die beiden an Auslegern befestigten
gegenläufigen Rotoren übertragen. Auch Cornu erhob sich bis zu 1,5 m hoch und bis zu 60
Sekunden lang in die Luft - mehrmals sogar mit "Passagieren". |
 Bréguet
"Gyroplan"

Cornu's Helikopter |
| Wußten Sie schon... daß das Raketenflugzeug Messerschmitt Me 163B
"Komet" seinem Namen oftmals allzu gerecht wurde? 1944/45 wurde dieser
unkonventionelle Nurflügler als Jagdflugzeug zur Reichsverteidigung eingesetzt.
Angetrieben von einem 1600 kp-Schub Walther HWK 109-509A-1 Flüssigkeitsraketenmotor
erreichte die Me 163B in nur 2 1/2 Minuten eine Flughöhe von 9.150 m und eine
Höchstgeschwindigkeit von 955 km/h. Während der Flugdauer von ca. 10 Minuten sollte der
Pilot dann mit Hilfe der zwei 30 mm MK 108 Kanonen alliierte Bomber angreifen und
anschließend im Gleitflug zum Flugplatz zurückkehren. Die Landung erfolgte auf einer
Kufe, das Fahrwerk wurde beim Start abgeworfen. Oftmals schlug die Me 163 dabei jedoch so
stark auf ihren Landeschlitten daß sich Treibstoffreste entzündeten und sie in einem
Feuerball explodierte. Auf diese Weise gingen mehr Me 163 verloren als im Kampfeinsatz.
350 Maschinen dieses Typs wurden bis zur Kapitulation gebaut. |
 
Me 163 im Luftwaffenmuseum Gatow und auf der ILA 200
Berlin |
| Wußten Sie schon... daß am 16. Juli 1948 die erste
Turboprop-Maschine zum Testflug startete? Es war die "Viscount",
entwickelt von Vickers-Armstrong. Die bis dahin verwendeten Kolbenmotoren, bei denen durch
auf und ab bewegende Kolben und Pleuel Vibrationen und Lärm erzeugt werden, wurden bei
der "Viscount" durch eine Rolls Royce "Dart" Turbine ersetzt, in der
sich alle Teile um eine Achse drehten. Turbine und Propeller wurden über ein Getriebe
verbunden. Das gesamte Erprobungsprogramm der ersten Turboprop-Maschine verlief ohne
nennenswerte Zwischenfälle. Am 29. Juli 1950 flog die "Viscount" zum ersten Mal
im Liniendienst. Die Version V.630 bot Platz für 40 Passagiere, es folgte die V.700 mit
53 Plätzen und die Serie endete mit der V.800, die 70 Fluggästen Platz bot. Mit 444
gebauten Exemplaren war die "Viscount" das erste Flugzeug einer neuen
Generation. Bis heute werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf Mittelstrecken
überwiegend Turboprop-Flugzeuge eingesetzt. |
 Vickers "Viscount" |
| Wußten Sie schon... daß im Dezember 1986 die erste Erdumrundung
in einem Flugzeug ohne Zwischenlandung oder Luftbetankung gelang? Nach
mehrjähriger Vorbereitungszeit war es am Morgen des 14. Dezember 1986 so weit: Zusammen
mit Jeana Yeager startete Dick Rutan von der Edward AirForce Base mit dem VOYAGER
zu ersten Weltumrundung. Beladen mit 3.181,3 kg Kraftstoff hob die zweimotorige Maschine
300m vor dem Ende der 4,57 km langen Startbahn ab. Die trimaranähliche Bauweise wählte
Konstrukteur Burt Rutan, der bekannte Konstrukteur und Bruder des Piloten, um Kabine,
Triebwerke und den großen Treibstoffvorrat möglichst Luftwiderstandsarm unterzubringen.
Aufgrund ihrer kritischen Flugeigenschaften wurde die VOYAGER fast ausschließlich vom
Autopiloten gesteuert, turbulente Zonen wurden umflogen, sie hätten den Absturz der
sensiblen Maschine bedeuten können. Nach 9 Tagen, 3 Minuten und 44 Sekunden landete die
VOYAGER wieder in Edwards, in den Tanks befanden sich noch 48 kg Kraftstoff. Sie hatte
eine Strecke von 40.209 Kilometern zurückgelegt und dabei acht Weltrekorde aufgestellt. |

Rutan VOYAGER:
Spannweite 33,8m Länge 8,9m
Leergewicht 1,02 t
Bauweise: 98% Composit |
| Wußten Sie schon... daß die von 1933 bis 1945 gebauten Nurflügel-Flugzeuge
der Brüder Reimar und Walter Horten ihrer Zeit weit voraus waren? Wie schon der
Name sagt, bestehen diese Flugzeuge lediglich aus einem Tragflügel, der in der Mitte
Ausbuchtungen aufweist um den Piloten in liegender Position aufzunehmen. Diese Bauweise
reduziert jeglichen unnötigen Widerstand auf ein absolutes Minimum. Die Horten H VI aus
dem Jahr 1944 galt als das beste Segelflugzeug der Welt. Dieser Nurflügler hatte eine
Spannweite von 24 m und eine Streckung von 32,4. Bei Kriegsende wurde in den Gotha-Werken
Friedrichsroda der Prototyp des zweistrahligen Nurflügel-Kampfflugzeuges Horten H IX V-3
entdeckt, der heute als ein Vorläufer des US-Tarnkappenbombers B-2 "Spirit"
gilt. Im Deutschen Museum München/Außenstelle Flugwerft Schleißheim ist eine
wunderschön restaurierte Horten H IV aus dem Jahre 1943 zu bewundern. Weltweit existieren
noch 6 Horten-Nurflügler. |

Horten Nurflügler

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| Wußten Sie schon... daß bereits am 14. November 1910
erstmals ein Flugzeug auf einem Schiff landete um anschließend wieder zu
starten? Als "Flugzeugträger" diente der mit einer 25 Meter langen und
8,5 Meter breiten Holzrampe auf dem Bug versehene amerikanische Kreuzer USS Birmingham.
Das Flugzeug, ein Curtiss-Doppeldecker mit Druckschraube wurde von dem
Curtiss-Werkspiloten Eugene Ely gesteuert. Wenige Wochen später, am 18.
Januar 1911, flog Ely in der Bucht von San Francisco den Panzerkreuzer USS Pennsylvania
an. Dieser war mit einer größeren Rampe und bereits mit Fangseilen ausgestattet. Sein
Curtiss-Doppeldecker war bereits mit einem Fanghaken ausgestattet. Damit wurde die Ära
der Trägerluftfahrt eingeläutet, die im Pazifikkrieg 1942-1945 eine entscheidende Rolle
spielen sollte. Im weiteren Verlauf entstanden die gigantischen, atomgetriebenen
Superträger unserer Zeit. |
 Eugene
Ely startet am 18.01.1911 mit seiner Curtiss von der USS Pennsylvania. |
| Wußten Sie schon... daß der für für seine futuristischen Arbeiten
bekannte Designer Luigi Colani bereits im Jahr 1968 mit der Planung von
Propeller-Rekordflugzeugen begann? Zur optimierung der Stromlinienform sollte der Pilot
bei allen Entwürfen Colanis eine liegende Position einnehmen, es entstand ein
spindelförmiger Rumpf, der bei den meisten "Colani-Flugzeugen" zwei Motoren
beherbergte, die jeweils Zug- und Druckpropeller antreiben sollten. Auch für die
Propeller Colanis erhielten ein radikal neues Design - es entstanden die sog.
"Zentripetal-Überschallpropeller". Leider wurden von Luigi Colani's
Rekordflugzeugen nur Modelle und Attrappen gefertigt. |
 Colanis Studie "Pontresina" aus dem Jahre 1985 sollte Mach 0,9
erreichen. |
| Wußten Sie schon... daß das Jagdflugzeug Lockheed F-104
"Starfighter" trotz seines umstrittenen Rufes 30 Jahre lang
produziert wurde? Nachdem im Korea-Krieg die MiG-15 den amerikanischen F-86 Sabre
große Probleme bereiteten, verlangte die US Air Force nach einem neuen, überlegenen
Jäger. Lockheeds Konstrukteur Kelly Johnson, der schon erfolgreiche Flugzeuge wie die
P-38 "Lightning", Lockheed "Electra" und "Hudson" geplant
hatte, übernahm mit seinem Team 1952 diese Aufgabe. Schon am 4. März 1954 erfolgte der
Erstflug des radikal neuen Flugzeuges. Die Stummelflügel (max. Dicke an der
Flächenwurzel 10 cm!) und das Leitwerk wurden zuvor an Raketen für den
Überschallbereich getestet. Das für die ersten Prototypen verwendete Triebwerk Wright
J-65 erwies sich als zu schwach und wurde durch das stärkere J-79 von General Electric
ersetzt. In der Serienproduktion wurde der Schleudersitz wieder konventionell eingesetzt,
nachdem er bei den Prototypen die Piloten nach unten aus dem Flugzeug katapultieren sollte
um Kollisionen mit dem Leitwerk zu vermeiden. Trotz laufender Verbesserungen verlor die US
Air Force das Interesse an der F-104, woraufhin Lockheed sich auf den außeramerikanischen
Markt konzentrierte. In Kanada, Japan, Deutschland und Italien wurde der
"Starfighter" in Lizenz produziert. Die letzte Maschine lief 1983 vom Band. In
Deutschland wurde die F-104 durch über 200 Abstürze bekannt. Obwohl das Flugzeug als
sehr anspruchsvoll galt, handelte es sich hierbei aber um ein vorwiegend deutsches
Problem. Bei einigen Luftstreitkräften ist der "Starfighter" noch heute im
Einsatz. |
 F-104
mit ZLL (Zero Length Launch Startrakete)

F-104 aus italienischer
Lizenzproduktion |
| Wußten Sie schon... daß das "Stealth" (übersetzt:
heimlich, verstohlen) - Flugzeug Lockheed F-117 A "Nighthawk"
bei einer Länge von 20,9m, einer Spannweite von 13,2m und einer Höhe von 3,8m auf
einem Radargerät in der Größe einer Seemöve erscheint? In den späten 70er
Jahren begann Lockheed im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums mit der Entwicklung
eines schwer zu ortenden Kampfflugzeuges. Im Juni 1981 fand der Erstflug des bis heute
wohl unkonventionellsten Flugzeuges statt. Nahezu unsichtbar für das Radar wird die F-117
durch die facettenartige Oberfläche ohne rechte Winkel und Rundungen um die
Radarstrahlung zu zerstreuen und die Verwendung von Composit-Werkstoffen (nur ca. 5% der
Flugzeugkonstruktion bestehen aus Metall) sowie eine Farbmischung, die Radarstrahlen
absorbiert. Zusätzlich sind die beiden Triebwerke schallgedämpft und die Abgasluft wird
gekühlt um die Infrarot-Ortung zu erschweren. 59 Maschinen F-117 wurden gebaut, drei
davon gingen durch Unfälle verloren. |



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| Wußten Sie schon... daß die Antonow An-225 "Mrija",
das größte Transportflugzeug der Welt, im Jahre 1989 insgesamt 109 Rekorde aufgestellt
hat? Die gigantische sechsmotorige Maschine war die Attraktion auf dem Pariser Salon der
Luft- und Raumfahrt 1989, wo sie mit der Raumfähre "Buran" auf dem Rücken
erschien. Im Laderaum der An-225 finden 16 Großcontainer oder 80 PKW vom Typ Lada Platz.
Sperrige Frachten von bis zu 70m Länge und 10m Durchmesser werden auf dem Rumpfrücken
transportiert. Einige technische Daten: Spannweite 88,4m, Länge 84m, Höhe 18,1m, max.
Startmasse 600t. Die sechs Lotarew D-18 T Triebwerke produzieren eine Startleistung von
230 kN. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 850 km/h, die Reisegeschwindigkeit 750 km/h.
Maximale Reichweite: 14.500 km. Maximale Reichweite bei voller Beladung: 4.500 km. |
 Antonow AN-225 "Mrija" |
| Wußten Sie schon... daß der bis heute ungebrochene Geschwindigkeits- und Höhenweltrekord für
Flugzeuge mit Tragflächen vor über 30 Jahren mit dem amerikanischen Forschungsflugzeug X-15
aufgestellt wurde? am 3. Oktober 1967 wurde von Major William Knight die unglaubliche
Geschwindigkeit von Mach 6,72 erreicht. Am 22. August 1962 hatte der
NASA-Testpilot Joe Walker bereits mit 107.955 Metern den Höhenweltrekord
aufgestellt (Der Weltraum beginnt bei ca. 80 km Höhe!). Ebenso wie die Bell XS-1, mit der
1947 die Schallmauer durchbrochen wurde, war auch die X-15 nicht in der Lage vom Boden aus
selbst zu starten. Deshalb wurde die Maschine unter der Tragfläche einer Boeing B-52 auf
die vorgesehene Starthöhe gebracht. Dort angekommen klinkte der X-15-Pilot aus und
startete das mit flüssigem Sauerstoff und Ammoniak betriebene Raketentriebwerk. Um der
enormen Reibungshitze bei den Flügen mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit zu widerstehen,
war die Oberfläche der X-15 aus einer Chrom-Nickel Legierung gefertigt. Das
Forschungsprogramm "X-15" endete am 24. Oktober 1968 nach 199 Flügen. Mehr
Infos hierzu finden Sie auf der offiziellen NASA-Homepage. |
 
Bildquelle: NASA |
| Wußten Sie schon... , daß das Flugboot HK-1 (später H-4 "Hercules") das
größte jemals gebaute Flugzeug ist? Die gigantische Maschine wurde im zweiten Weltkrieg
von den USA zum Überseetransport von Truppen und Material entwickelt, da auf dem Seeweg
die deutschen U-Boote für schmerzhafte Verluste sorgten. Howard Hughes,
Pilot und großer Förderer der Luftfahrt, plante und baute mit seinem Expertenteam die
HK-1 aus Sperrholz um die Verwendung kriegswichtiger Materialien zu umgehen. Deshalb ist
die HK-1 auch bekannt unter dem inoffiziellen Namen "Spruce Goose"
(Fichtengans). Angetrieben wurde die "Hercules" von 8 (acht!) R-4360
Vierfach-Sternmotoren von je 3.000 PS. Am 2. November 1947 erfolgte der erste und einzige
Flug über die Strecke von einer Meile in einer Flughöhe von max. 70 ft. Das Projekt
wurde anschließend eingestellt obwohl die "Spruce Goose" in Design und Technik
ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus war. Noch heute kann der Prototyp in flugfähigem Zustand
in einem US-Museum bewundert werden. Mehr über die faszinierende Geschichte der
"Spruce Goose" erfahren Sie unter www.sprucegoose.org |

Howard Hughes' HK-1
"Spruce Goose" |
| Wußten Sie schon... , daß der erste Schleudersitz ein deutsche
Entwicklung war? Am 13. Januar 1943 katapultierte sich der Versuchspilot der
Firma Argus, Dipl.-Ing. Rudolf Schenk, aus dem noch motorlosen Prototyp V-1 der He 280,
der von einer He 111 geschleppt wurde. Weil sich wegen Vereisung das Schleppseil aus der
Kupplung an Schenks Flugzeug nicht löste, musste er aussteigen. Auch der zweite
Schleudersitzausschuss der Welt fand in Deutschland statt. Am 15.7.1943 musste sich
Flugkapitän Hans-Joachim Pancherz, Erprobungspilot bei Junkers, in Lärz (Rechlin) aus
der Ju 290 SB+QF, Wnr.0156 herausschiessen, nachdem beim Erfliegen der grössten
Geschwindigkeit Teile des Flugzeugs weggeflogen waren. Die erste Serienmaschine mit
eingebautem Schleudersitz war der Nachtjäger Heinkel He 219, aus dem sich während des
zweiten Weltkrieges immerhin 60 Besatzungsmitglieder per Schleudersitz retten konnten.
Entgegen der damaligen Preßluftantriebe sind moderne Schleudersitze von Raketen
getrieben. Diese können sogar am Boden und aus jeder Fluglage benutzt werden. Allein die
Schleudersitze der Firma Martin Baker, einem der führenden Hersteller
dieser Rettungssysteme, haben bis heute etwa 7.000 Menschenleben gerettet. |
 Bildquelle:
Martin Baker Schleudersitze |
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| Wußten
Sie schon... , daß bei der Luftbrücke
nach Berlin vom 26. Juni 1948 bis 30. September 1949 von 692 eingesetzten
britischen und amerikanischen Flugzeugen insgesamt 278.228 Einsätze
geflogen wurden? 2,32 Millionen Tonnen an Lebensmitteln, Kohlen und
Heizöl wurden in die Stadt eingeflogen. Der Tagesrekord wurde mit 12.940 Tonnen Nachschub
am 16. April 1949 erreicht. Durch Blockade des Landweges wollte die russische
Besatzungsmacht die Übergabe des britischen, amerikanischen und französischen Sektors
der Stadt Berlin erzwingen. Der Flugverkehr über die drei Luftkorridore wurde von den
Sowjets 733mal gestört, dennoch war die von den USA unter dem Namen "Operation
Vittles" und von Großbritannien unter dem Namen "Plainfare" ein voller
Erfolg. Beim Einsatz für die "Luftbrücke" stürzten 17 Maschinen ab, 18
britische und 31 amerikanische Flieger verloren dabei ihr Leben. |
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| Wußten
Sie schon... , daß
die Schallmauer erstmals am 14. Oktober 1947 durchbrochen wurde? Der
Testpilot und spätere General Charles "Chuck" Yeager steuerte
die Bell XS-1 (Experimental Sonic), deren Rumpf aufgrund aerodynamischer
Erkenntnisse einer Maschinengewehrkugel des Kalibers .50 nachempfunden war. Die
Bell XS-1 wurde unter dem Bauch einer umgebauten B-29 auf eine Höhe von 6.100 Meter
gebracht und dort ausgeklinkt, anschließend zündete Yeager nacheinander die vier
Brennkammern des mit Alkohol und flüssigem Sauerstoff betriebenen Raketentriebwerkes.
Wenige Augenblicke später war er dann der erste Mensch, der mit Mach 1,07
schneller als der Schall flog. "Ich ging auf 42.000 Fuß Höhe in den
Geradeausflug über. Mein Treibstoffvorrat lag bei 30%, darum schaltete ich mein
Raketentriebwerk Nummer drei ein und erreichte sofort Mach 0,96. Dann stellte ich fest,
daß die Maschine mit zunehmender Geschwindigkeit immer ruhiger flog. Plötzlich begann
die Nadel des Mach-Anzeigers unruhig zu werden. Sie ging bis Mach 0,965 hoch und ging dann
bis über den Anschlag hinaus... Wir flogen schneller als der Schall. Die Maschine lag
traumhaft ruhig in der Luft; Ich hätte ein Glas Wasser ins Cockpit stellen können und
kein Tropfen wäre verschüttet worden." berichtete Yeager, nach seiner
Rückkehr vom ersten Überschallflug in der Geschichte der Luftfahrt. NASA-Bericht |
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Bildquelle:
NASA |
| Wußten Sie schon... , daß bereits am 27.Juni 1923 die erste
Luftbetankung erfolgte? Zwei leichte Bomber vom Typ De Havilland DH-4B des US
Army Service starteten vom Rockwell Field bei San Diego, die "Tanker-Maschine"
geflogen von den Leutnants Virgil Hine und Frank Seifert, die zu betankende vom Piloten
Captain Lowell Smith und dem Lt. John Richter. Nachdem der 12 Meter lange Schlauch vom
"Tanker" herabgelassen war, näherte sich Cpt. Smith langsam von unten, Lt.
Richter griff das Ende und steckte es zur Betankung in den Tankstutzen. Danach wurde der
Schlauch an einem Seil zurückgezogen. Erst in den 50er Jahren wieder aufgegriffen wird
die Luftbetankung, natürlich deutlich verbessert, heute als Selbstverständlichkeit
praktiziert. |
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| Wußten Sie schon... , daß R. A. "Bob" Hoover, die große
amerikanische Airshow-Legende in 50 Jahren mehr als 300 verschiedene Flugzeugtypen flog,
darunter auch die Supermarine Spitfire, die Focke Wulf FW 190, die Me 109, die Me 163...?
Bob war Jagdflieger im 2. Weltkrieg, nach seiner Flucht aus deutscher Gefangenschaft in
einer FW 190 trug er als Testpilot in den USA maßgeblich zur Entwicklung der
Düsenflugzeuge bei. Im Alter von 77 Jahren bot Bob Hoover bei den Reno Air Races 1999
noch immer atemberaubenden Kunstflug mit seiner Rockwell "Shrike Commander" dar.
Auf mehr als 2000 Airshows weltweit begeisterte er im Laufe seines Fliegerlebens das
Publikum. Chuck Yeager, der Pilot, der mit der Bell X-1 erstmals die Schallmauer
durchbrach, sagte: "Bob Hoover ist der größte Pilot, den ich je sah". Zu
Hoovers Freunden zählten Flieger-Größen wie Orville Wright, Eddie Rickenbacker, Charles
Lindbergh, Jaqueline Cochran, Neil Armstrong, Yuri Gagarin, Johannes "Macky"
Steinhoff u.v.m. Bob Hoover wurde ausgezeichnet mit der Lindbergh Medal, dem Kitty Hawk
Award, dem Distinguished Flying Cross, der Soldier's Medal. Er ist Mitglied der National
Hall of Fame, der Society of Experimental Test Pilots, der Aerobatic Hall of Fame. Sehr zu
empfehlen: Seine Autobiographie "Forever Flying". |


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| Wußten Sie schon... , daß der Hubschrauber MIL Mi-26 der größte in
Serie gefertigte Hubschrauber der Welt ist? Die technischen Daten erscheinen unglaublich:
Erstflug am 14.12.1977, Rumpflänge 33,73m, Höhe 8,05m, Rotordurchmesser 32m, 8
Rotorblätter am Hauptrotor, 5 am Heckrotor, Leistung 2x11.400 PS, Höchstgeschwindigkeit
295 km/h, Gewicht leer 28,2t, Max.-Gewicht 56t (bis zu 85 Passagiere), Reichweite 800 km
mit 12.000 Litern Kerosin, Autopilot, Stabilisierungsanlage für Schwebeflug, beheizte
Rotorblätter, Cockpitscheiben und Turbineneinlässe. Zuletzt machte der Mi-26
durch die Bergung eines im Permafrost-Bodens Sibiriens eingeschlossenen Mammuts auf sich
aufmerksam. |

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| Wußten Sie schon... , daß die Amerikanerin Jaqueline Cochran (1906-1980) mehr
Geschwindigkeits-, Strecken- und Höhenweltrekorde aufstellte als jeder andere Pilot seit
Anbeginn der Fliegerei? Ihren Pilotenschein erwarb Jaqueline Cochran im Jahre 1932 nach
nur 3 Wochen Ausbildung. Als erste Frau gewann sie 1935 das Bendix Transcontinental Air
Race und 1938 die Bendix Competition. 1941 überführte sie einen Bomber nach England und
bildete dort als RAF-Captain im weiteren Verlauf des 2. Weltkrieges 1.200 weibliche
Piloten für Transportflugzeuge aus. Als erste Frau durchbrach Jaqueline Cochran die
Schallmauer in einer F-86, 1953 setzte sie Geschwindigkeitsweltrekorde über 15, 100 und
500 Kilometer. 1961 stellte sie einen Höhenweltrekord von 55.253 Fuß und drei Jahre
später im Alter von 58 Jahren den Geschwindigkeitsweltrekord für Frauen mit 1.429 mph
(über Mach 2) in einer F-104 G "Starfighter" auf. 1971 wurde Jaqueline Cochran
in die National Women's Hall of Fame der USA aufgenommen. |

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| Wußten Sie schon... , daß der Geschwindigkeitsweltrekord für kolbenmotorgetriebene
Propellerflugzeuge am 21.08.1989 von Lyle Shelton (USA) mit seiner modifizierten
Grumman F8F-2 Bearcat "Rare Bear" mit sagenhaften 850,263 km/h
aufgestellt wurde? Das entspricht der Reisegeschwindigkeit eines modernen Airliners! "Rare Bear" ist noch heute bei den jährlich
stattfindenden Reno Air Races zu bewundern. |
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| Wußten Sie schon... , daß der vom Italiener Francesco Agello auf der Macci MC.72 am
23.10.1934 mit 709,209 km/h aufgestellte Geschwindigkeitsweltrekord
für kolbengetriebene Wasserflugzeuge bis zum heutigen Tage ungebrochen ist? |

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| Wußten
Sie schon... , daß die Gründerin des
größten deutschen Erotikversandes, Beate Uhse, im 2. Weltkrieg als
Überführungspilotin neben einer Vielzahl an verschiedenen Flugzeugmustern auch die Focke-Wulf
FW 190 flog? Beim Einmarsch der Alliierten konnte sie noch am 22.4.1945 von Gatow
aus mit Sohn, Kindermädchen und weiteren 4 Personen mit der Siebel Fh 104 SG+GD zunächst
nach Barth und von dort am 30.4.über Travemünde nach Leck und schliesslich nach
Flensburg flüchten. Beate Uhse war bis zu ihrem Tod im Juli 2001aktive Privatpilotin. |
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