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Flying Legends 2007

- von Stefan Schmoll und Thomas Fedor -

Am Wochenende des 07. und 08. Juli fand in Duxford bei Cambridge die alljährliche Flying Legends Airshow statt. Natürlich wird es für die Veranstalter von Jahr zu Jahr schwerer, für die aus aller Welt angereisten Fans wirkliche Neuheiten aus dem Warbirdsegment zu präsentieren. Leider hatte es die von den Enthusiasten erwartete Lockheed P-38 Lightning nicht geschafft, sie mußte den Überführungsflug aus den USA in Grönland abbrechen. Zumindest die Begleitmaschine (Mustang) hatte es bis Duxford geschafft. Und auch sonst gab es einige Neuheiten, die gerade auch das aus Deutschland angereiste Publikum begeisterte.

Beginnen wir den Bericht mit dem täglichen Ende der dreistündigen Airshow. 21 Kampfflugzeuge gemeinsam am Himmel über Duxford - was für ein Genuß für Auge und Ohr!
In diesem Jahr hinterließ die zweimotorige Grumman Tigercat leider eine Lücke. Wenige Wochen vor Flying Legends wurde sie in die USA zu ihrem neuen Besitzer geflogen.
Die Balbo löst sich langsam auf. Die Mustang wurde wenige Tage vor der Show über Grönland und Island aus den Vereinigten Staaten eingeflogen.
Hier sehen Sie lediglich einen kleinen Teil der teilnehmenden Maschinen von Flying Legends 2007.

In diesem Jahr flog die am Ort stationierte B-17 leider ohne ihre französische Schwester. Trotzdem begeisterte die `Sally B natürlich das Publikum. Das Flugzeug besitzt sogar eine eigene Webseite http://sallyb.dcgservices.com/

Die Avro Lancaster des Battle of Britain Memorial Flight erhielt in diesem Frühjahr eine neue Lackieung als `Phantom of the Ruhr. Lediglich in Kanada gibt es noch ein weiteres fliegendes Exemplar des schweren Bombers.
In diesem Jahr waren zwei der mächtigen Vought Corsair vor Ort. Die 88297 (rechts) der Fighter Collection und die auch in Deutschland oft zu sehende 97264 aus Frankreich repräsentierten das amerikanische Marineflugzeug.
Die beiden Maschinen haben Pratt&Whitney R2800 Sternmotoren mit jeweils mehr als 2000 PS. Die Vought Corsair wurden sogar noch im Koreakrieg erfolgreich eingesetzt.
Die Grumman Bearcat hatte ebenfalls den mächtigen P&W R2800 Motor, welcher dem kompakten Jagdflugzeug Geschwindigkeiten nahe 700 km/h verliehen hat. Für den Kampfeinsatz im 2. Weltkrieg kam sie jedoch zu spät. Die letzten Maschinen bei der US Navy wurden bereits 1952 durch die ersten Jets ersetzt.
Die Hawker Sea Fury des FAA Historic Flight hatte leider am Samstag Motorprobleme und daher am Sonntag nicht zur geplanten Solovorführung starten.
DAS Highlight aus deutscher Sicht: Messerschmitt 109 und Focke-Wulf 190 erstmals gemeinsam bei einer Airshow. Wir hoffen, die beiden Maschinen in den kommenden Jahren auch zusammen in der Luft zu sehen.
Die Grumman Hellcat der Fighter Collection ist das einzige in Europa zu sehende Exemplar des schweren Marinejägers. Sie wurde von der - ebenso einmaligen - Grumman Wildcat begleitet.
Gebaut wurde diese Maschine des amerikanischen Sammlers Tom Blair bei FlugWerk in Manching. Der Erstflug konnte noch immer nicht stattfinden, da hier noch einige Genehmigungen der Behörden fehlen.
Aber auch am Boden ist die Maschine ein herrlicher Anblick. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob die Maschine in Duxford oder den USA betrieben wird. Bald wird sie übrigens durch eine Fw 190 D-9 ergänzt, die ebenfalls bei Flug Werk produziert worden ist.
Die in Spanien gebaute Buchon ist derzeit die einzige flugfähige Messerschmitt 109 in England. Sie gehörte früher der Real Aeroplane Company und wurde ebenfalls von Tom Blair erworben.
Puristen stören sich ja gerne am eingebauten Rolls-Royce Motor. Aber trotzdem macht der schlanke Jäger natürlich eine sehr gute Figur - auch wenn er auf Englands Airshows jeden Kampf gegen die Spitfire verliert!
Die Curtiss P-36 Hawk war der große Star der letztjährigen Show, handelt es sich doch hier um eines der wenigen erhaltenen Exemplare weltweit dieses Jagdflugzeuges aus den dreißiger Jahren.
Im 2.Weltkrieg war der Typ bereits veraltet. Er war jedoch der Wegbereiter für die berühmte Curtiss P-40 Warhawk. Der Indianerkopf am Rumpf ist das Erkennungszeichen der Fighter Collection.
Ähnlich wie die Hawk ist auch die Morane Saulnier MS 406 nur noch in wenigen Exemplaren erhalten. Sie war 1940 gegen die angreifenden deutschen Me 109 E hoffnungslos unterlegen. Das derzeit einzige fliegende Exemplar stammt aus schweizer Lizenzproduktion.
Die Bell P-39 war eines der ersten Einsatzmuster mit Bugradfahrwerk. Im Vorderrumpf war eine Maschinenkanone eingebaut - der Motor befindet sich hinter dem Führerraum und treibt den Propeller durch eine Fernwelle an. Die USAF war mit dem Muster unzufrieden, und so wurden mehr als 5.000 Aircobras an die sowjetischen Streitkräfte abgegeben. Dort war man mit dem Muster allerdings sehr zufrieden.
Die Curtiss P-40B Warhawk der Fighter Collection ist ein echter Veteran der Schlacht um Pearl Harbor. Das macht diese älteste erhaltene flugfähige P-40 wohl zum wertvollsten aller diesjährigen Teilnehmer von Flying Legends.
Die frühen P-40 hatten im Gegensatz zu den späteren Mustern einen flacheren Kühler. Dieser verleiht dem Flugzeug eine größere Eleganz. Die P-40 der Fighter Collection traf wenige Tage vor der Show aus den USA im Container in Duxford ein.
Ebenfalls einige Tage vor der Show traf die neue P-51 Mustang der Fighter Collection in Duxford ein. `Miss Velma war das Begleitflugzeug für die Lockheed P-38 Lighning und wurde über Grönland und Island auf dem Luftweg überführt.
Die `Ferocious Frankie ist ein alter Bekannter in Duxford und gehört zur Old Flying Machine Company.
Die Ansammlung der vielen Spitfires wurde ergänzt durch die Supermarine Seafire F-XVII SX336 (G-KASK) der Kennet Aviation. Der komplexe Flügelmechanismus und der Fanghaken sind schon sehr beeindruckend.
Der Erstflug nach der erfolgten langjährigen Restaurierung fand am 3. Mai 2006 in North Weald statt - genau 60 Jahre nach dem ursprünglichen Erstflug der Maschine, die 1946 bei Westland in Yeovil gebaut worden ist.
Das offizielle Showprogramm wurde traditionsgemäß von einem Massenstart der Supermarine Spitfire eröffnet. In diesem Jahr waren es insgesamt acht Maschinen des wohl berühmtesten aller britischen Flugzeuges.
Hier sehen Sie die unterschiedlichen Flügelkonfigurationen der Spitfire.
Die Spitfire Tr.9 G-CCCA gehört Historic Flying Ltd. Und ist in Duxford stationiert. Die Lackierung als `161 der irischen Luftwaffe wurde jetzt in eine niederländische eingetauscht.
Neben all den Spitfires wollen wir die beiden Hawker Hurricane nicht vergessen, die am Flugprogramm teilgenommen haben. Immerhin leistete dieser Typ den Hauptanteil der britischen Verteidigung der `Luftschlacht um England im Jahr 1940.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 2
 

 

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