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Flug Werk - Pressetag - 25. Februar 2007

- von Gerhard Schmid -

Fast zweieinhalb Jahre sind seit dem offiziellen Erstflug der FW 190 A-8/N von Flug Werk vergangen (>>>Bericht). Obwohl in der Zwischenzeit nicht sehr viele Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind, waren Claus Colling und sein Team von derzeit fünf Mitarbeitern nicht untätig. So gab es beim ersten Pressetag des Jahres 2007 einige interessante Neuigkeiten zu erfahren.

Erfreulich für Flug Werk und die internationale Warbirdszene ist das große Interesse an den FW 190 A-8/N Maschinen. So wurde jüngst entschieden, dass die ursprünglich auf zwölf Maschinen limitierte Neuauflage auf nunmehr 20 Exemplare erweitert wird. Keine Veränderung gibt es in Bezug auf die für Deutschland vorgesehenen Flugzeuge. Drei Stück wurden vom LBA für die Zulassung genehmigt.

Zur Freude der internationalen Pressegäste sind die Arbeiten an der FW 190 D-9/N (Langnase) vorangekommen. Bekanntermaßen wird der nicht verfügbare Originalantrieb, ein hängend montierter Jumo 213 12-Zylinder V-Motor, durch den amerikanischen Allison V-1710 ersetzt wird. Der deutlich geringeren Leistung dieses Motors steht auch ein erheblich geringeres Fluggewicht der Flug Werk D-9 gegenüber. Kopfzerbrechen bedeuteten für Team um Claus Colling eher die geringeren Abmessungen, der im Gegensatz zum Jumo stehende Einbau und das um etwa 300 kg (trocken) geringere Gewicht des amerikanischen Triebwerks. Die Lösung für all diese Probleme bietet ein von Dipl. Ing. Frank Hohmann eigens konstruierter Motorträger aus Chrom-Molybdän. Wo bei der Originalmaschine ein Ringkühler für die richtige Temperierung des Kühlwassers sorgte, verrichtet künftig ein von von der Coburger Firma Krass gebauter, sechseckiger Wärmetauscher seinen Dienst.

Die Flugerprobung der FW 190 A-8/N wird in Kürze wieder aufgenommen, nachdem Testpilot Horst Philipp die Versuchsflüge mit der Me 262 der Messerschmitt-Stiftung weitestgehend absolviert hat. Und neben Claus Colling selbst wird dann mit Klaus Plasa ein weiterer erfahrener Pilot im Cockpit des schnellen Jägers zu finden sein.

Aufgrund der bei der Entwicklung und Herstellung der FW 190 Bauteile gewonnenen Erfahrungen hat das Unternehmen inzwischen beschlossen, über die 190er hinaus auch andere historische Flugzeuge bzw. Teile zu bauen. So wird ab sofort der beliebte 30er Jahre Doppeldecker Bü 131 Jungmann als Flug Werk Nachbau produziert. Der in den USA sehr große Bestand an North American P-51 D Mustangs wird durch Flug Werk mit Teilen und ganzen Experimental-Airframes beliefert - allerdings aus Urheberrechtsgründen unter der Typenbezeichnung AP-51 Palomino.

Über die weitere Entwicklung werden wir Sie selbstverständlich informieren.

Bekanntermaßen sind Originaltriebwerke aus deutscher Produktion kaum zu bekommen. Die "Dora" wird deshalb von einem Allison V-1710 angetrieben. Der Unterschied soll am fertigen Flugzeug mit bloßem Auge kaum zu erkennen sein.
Claus Colling im Gespräch mit Vertretern der Presse.
Das Original hatte einen runden Ringkühler unter der Haube. Hier der sechseckige Kühler des Nachbaus.
Eine von 20 FW 190 A-8/N aus dem Hause Flug Werk.
Der Allison V-1710 der "Dora" hängt in einem schweren Chrom-Molybdän-Motorträger. Damit wird u. a. der große Gewichtsunterschied ausgeglichen. Der Jumo 213 war fast 300 kg schwerer als das bei Flug Werk zum Einsatz kommende Alison V-1710 Triebwerk.
Die Propellerverstellung der neuen 190er erfolgt hydraulisch. Bei der Originalmaschine wurde der Anstellwinkel der Propellerblätter elektrisch verstellt.
Internationale geladene Gäste und Pressevertreter in der Halle von Flug Werk in Gammelsdorf.
Blick unter den eingebauten ASch 82 T 14 Zylinder Doppelsternmotor und die an der Rückseite des Triebwerks angebrachte Aggregate.
Eine imposante Erscheinung ist die lange D-Version der FW 190. Die lange Nase und der dadurch nach vorne gerückte Schwerpunkt wird einfach durch ein 50 cm langes Verlängerungsstück im hinteren Rumpf ausgeglichen.
Eine FW 190 D-9/N wird in der Sammlung von Flug Werk und damit in Deutschland verbleiben.
 

 

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