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Stampe SV-4B fliegt im Flugwerk-Mannheim

- von Stefan Schmoll -

"Nur" eine weitere Stampe im Lande? Etwa 30 der historischen Doppeldecker sind derzeit in Deutschland zugelassen. Aber die Ende Januar in Mannheim zu ihrem erneuten Erstflug gestartete D-EFEM der dortigen Oldtimerfreunde Flugwerk-Mannheim e.V. ist trotzdem eine Seltenheit. Denn im Gegensatz zu den übrigen mit Renault-Motoren fliegenden SV-4C handelt es sich bei diesem 1949 bei Stampe et Renard in Belgien gebauten Exemplar um eine mit einem deHavilland Gipsy-Major 4-Zylinder Motor ausgerüstete SV-4B.

Die Stampe hatte ihre alte Heimat im sehr ländlichen Plymouth (Indiana), rund 180 km von Chicago entfernt. Sie wurde seit 30 Jahren mit der Kennung N10701 in den Vereinigten Staaten betrieben.
Bereits im letzten Winter machte sich das Stampe-Team der Flugwerker auf, um den historischen Doppeldecker nach Deutschland zu bringen. Tobias Dambach (1.Vorsitzender) konnte über seinen Arbeitgeber - eine große Frachtfluggesellschaft - den Transport der Stampe zu sehr günstigen Konditionen organisieren.
Trotz des ersten guten Eindrucks lag die Tücke im Detail. In den letzten Monaten wurde die Stampe wieder "europäisiert" - u.a. wurden die in den letzten 30 Jahren verwendetet Zoll-Schrauben wieder in metrische getauscht. Ebenso wurden einige leichte Transportschäden repariert.
Und neben den technischen Arbeiten gab es selbstverständlich noch allerlei Papierkram zu erledigen. Schließlich ist die D-EFEM eine SV-4B und somit die einzige in Deutschland zugelassene Stampe mit deHavilland Gipsy-Major Motor. Alle anderen fliegenden Exemplare (SV-4C) haben französische Renault Motoren als Antrieb.
Am 17. Januar schließlich startete die Stampe SV-4 B D-EFEM in Mannheim zu ihrem Erstflug in Deutschland. Zahlreiche Vereinsmitglieder haben sich trotz trüben Winterwetters in Neuostheim eingefunden, um dem Ereignis beizuwohnen.
Pilot Stefan Hauke nahm die Glückwünsche entgegen. Sein erster Kommentar: "Super Motorenleistung, die Ruderabstimmung ist perfekt, unsere Stampe fliegt geradeaus". In den kommenden Wochen wird sie noch zum Quax-LTB zur Jahresnachprüfung geflogen und dann steht sie zu Beginn der Flugsaison den Mannheimer Flugwerkern als Trainer zur Verfügung.
Während die Stampe bereits wieder in der Luft ist, müssen die Mannheimer hier noch viel Arbeit investieren. Die Klemm 107B (die seltene Variante mit dem schmalen Fahrwerk) D-EFEZ ist seit 2009 das allererste offizielle Vereinsflugzeug. Doch buchstäblich war der Lack an dem eleganten Tiefdecker ab. Unter der fachkundigen Anleitung von Werkstattleiter Markus Kramer bringen die Vereinsmitglieder die Maschine langsam wieder in einen präsentablen Zustand.
Vereinsmitglied Stefan Hauke erläutert einigen Besuchern die Restaurationsfortschritte an der Klemm 107B D-EFEZ. Noch ist nicht abzusehen, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden. Aber Sie können sich auf das späte Frühjahr freuen - denn dann wird ein sehr seltenes deutsches Flugzeug aus den dreißiger Jahren in Mannheim zum lang ersehnten Erstflug starten >>>> wir bleiben für Sie dran!!
Fotocopyright: Andreas Gross / FWM
 

 

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