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Luftfahrt - Firmenportraits:

Cologne Airship Company

Der Flughafen Butzweilerhof war vor dem Zweiten Weltkrieg der Zivilflughafen von Köln. Er entwickelte sich bis Ende der dreißiger Jahre zu einem wichtigen Luftverkehrsknotenpunkt und galt damals als das "Luftkreuz des Westens". Ab Ende der fünfziger Jahre wurde auf der rechten Rheinseite der neue Zivilflughafen Köln-Bonn erbaut und der Butzweilerhof nur noch als Sportflugplatz genutzt. Ausserdem gab es noch einen Militärteil des Butzweilerhofs, auf dem belgische Heeresflieger stationiert waren.
Leider wurde der Sportfliegerteil des Butzweilerhofes im Jahre 1980 geschlossen. Seit dem im Jahre 1995 auch die belgischen Heeresflieger vom Butzweilerhof abgezogen sind, ist dieser traditionsreiche Flughafen bedauerlicherweise nicht mehr aktiv. Ein großer Teil des Geländes wurde mittlerweile als Gewerbegebiet bebaut. Hierdurch ist auch die asphaltierte Start- und Landebahn des Butzweilerhofs mittlerweile verschwunden.
Erfreulicherweise kann man aber immer noch vom Gelände des ehemaligen Flughafens Butzweilerhof aus fliegen ! Die Firma Cologne Airship Company & Bogaard Ballooning nutzt das Vorfeld vor dem erhalten gebliebenen historischen Abfertigungsgebäude des Butzweilerhofs für ihre fliegerischen Aktivitäten. Neben Passagiermitfahrten in Heißluftballons bietet das Unternehmen auch Mitflüge in einem besonders aussergewöhlichen Fluggerät an : Einem Heißluft-Luftschiff. AirVenture Mann Hartmut Seidel hat sich eine solche Miftfluggelegenheit mit Start- und Landung auf dem Butzweilerhof nicht entgehen lassen. Sehen Sie hier nun seinen Bericht :
Als Startplatz für die meisten Flüge bzw. Fahrten mit dem Heißluft-Luftschiff der Cologne Airship Company dient das Vorfeld vor dem im Jahre 1936 fertiggestellten und mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Abfertigungsgebäude des ehemaligen Flughafens Köln-Butzweilerhof. Es gibt eine berühmte zeitgenössische Fotografie, welche in den dreißiger Jahren in etwa aus der gleichen Position wie dieses Foto hier aufgenommen worden ist und den Gebäudekomplex mit zwei Junkers Ju 52 Verkehrsflugzeugen im Vordergrund zeigt. Das Foto ist auf der Internetseite www.butzweilerhof.de zu sehen.
Wenn sich die Luftschiffhülle durch die mit dem Spezial-Ventilator hineingeblasene Kaltluft aufgerichtet hat, wird der Ventilator entfernt und das restliche Aufblasen erfolgt mit den Heißluft-Brennern. Das auf diesem Foto noch schlaff herunterhängene Leitwerk wird durch den Propeller-Luftstrom des am Heck der Gondel befestigten Rotax-Motors aufgeblasen und stabilisiert.
Für den Bodentransport passt die gesamte Ausrüstung für den Aufbau und den Flug des Heissluft-Luftschiffs in einen Anhänger hinein. Die Cologne Airship Company verfügt über eine allgemeine Aussenstartgenehmigung und kann ausser vom Butzweilerhof auch von jedem anderen geeigneten Gelände aus mit dem Luftschiff operieren. Da die Hülle des Luftschiffs Werbeaufschriften trägt, ist dies insbesondere für Werbekunden interessant, da diese das Luftschiff zu Werbezwecken auch direkt auf einem Firmengelände oder Veranstaltungsgelände starten und landen lassen können.
Das Luftschiff ist komplett aufgeblasen und startklar. Nachdem die drei Passagiere jetzt auch an Bord der Gondel gegangen und sorgfältig auf ihren Sitzen angeschnallt sind, wird mit kräftigen Flammenstößen aus den beiden Brennern Heißluft erzeugt und das Luftschiff hebt ab.
Die viersitzige Luftschiffgondel ( für einen Piloten und bis zu drei Passagiere ) ist an beiden Seiten offen und ermöglicht den Insassen ein ganz besonders intensives und eindrucksvolles Flug-Feeling. Rechts im Bild überprüft gerade Herr Wim van den Bogaard, der Chef der Cologne Airship Company, den "Helix"-Vierblattpropeller des an der Gondel befestigten 70 PS "Rotax"-Motors.
Das von der Cologne Airship Company betriebene Heißluft-Luftschiff ist übrigens vom Typ AS 105 GD und wird von der deutschen Firma GEFA-Flug hergestellt.
Wie bei einem Heißluftballon wird auch bei einem Heißluft-Luftschiff die für den Auftrieb nötige heiße Luft mit Flammenstößen aus speziellen Brennern erzeugt. Die beiden hier an der Luftschiffgondel befestigten Brenner haben eine Wärmeleistung von jeweils 3.600 PS und werden vor jedem Flug natürlich auf dem Boden erst noch einmal sorgfältig getestet.
Das Banner mit der großen Werbeaufschrift wird mit stabilem Klettverschluss an der Luftschiffhülle befestigt und ist daher problemlos gegen Banner mit anderen Aufschriften austauschbar.
Kaum zu glauben, aber wahr : Die immerhin 41 Meter lange und 12 Meter hohe Luftschiffhülle aus Polyamidgewebe ( Nylon ) mit einem Volumen von 3.000 Kubikmeter passt in diesen relativ kleinen Sack hinein.
Da ein Luftschiffflug ( bzw. Fahrt ) sehr vom Wetter abhängig ist, werden die Flüge nur dann durchgeführt, wenn keine Gewitterwarnung vorliegt. Ausserdem finden die Flüge mit dem Heißluft-Luftschiff der Cologne Airship Company normalerweise in den ersten vier Morgenstunden nach Sonnenaufgang oder auch in den letzten vier Abendstunden vor Sonnenuntergang statt, da in dieser Zeit die Thermikverhältnisse am günstigsten sind. Die Luftaufnahmen in diesem Bericht entstanden während eines Fluges am frühen Sonntagmorgen, weswegen hier im Gewerbegebiet Köln-Ossendorf keinerlei Verkehr auf den Straßen zu sehen ist.
Die Luftschiffhülle muß erst sorgfältig auf dem Boden ausgebreitet werden, ehe sie mit der Gondel verbunden werden kann. Seitlich an der Gondel befestigt ist eine von den insgesamt bis zu vier Propangasflaschen zu sehen, die für die Gasversorgung der beiden Brenner mitgeführt werden können.
Ein Luftschiff ist sehr windempfindlich, weswegen die Flüge nur stattfinden, wenn der Bodenwind nicht mehr als 10 Knoten beträgt. Die Reisegeschwindigkeit des Heißluft-Luftschiffs AS 105 GD beträgt etwa 20 bis 30 Stundenkilometer und ermöglicht den Passagieren in der offenen Gondel eine ebenso hervorragende wie gemütliche Sicht nach unten. Dieses Foto zeigt das Westcenter in Köln-Bickendorf.
Die vier Sitze in der Luftschiffgondel sind sehr bequem. Die Insassen sind mit Becken- und Schultergurten sicher angeschnallt. Während des Fluges können die Passagiere über Headset ( Kopfhörer mit Mikrofon ) mit dem Piloten sprechen.
Blick auf die Kölner Innenstadt im Frühdunst. Es sind zu sehen : Der Kölner Dom ( 1 ), daß 43 Stockwerke hohe Bürogebäude "KölnTurm" im Mediapark ( 2 ), daß 31 Stockwerke hohe Herkules-Hochhaus ( 3 ), sowie der 266 Meter hohe Fernmeldeturm "Colonius" ( 4 ).
Das Befestigen der Luftschiffhülle an der Gondel erfolgt mit etlichen stabilen Karabinerhaken.
Der Preis für einen 30 bis 40 Minuten langen Flug mit dem Heißluft-Luftschiff der Cologne Airship Company beträgt ( Stand 2009 ) 270 Euro pro Person. Von den drei Passagieren in der Luftschiffgondel kann einer direkt neben dem Piloten Platz nehmen und während des Fluges nicht nur den herrlichen Blick zur Seite genießen, sondern auch nach vorne durch die Frontverglasung sowie über das Instrumentenpanel schauen.
Nachdem die Luftschiffhülle an der Gondel befestigt worden ist, wird die Hülle zum Aufrichten mit Luft gefüllt. Hierzu wird zunächst mit einem Spezial-Ventilator kalte Luft in die Hülle geblasen.
Blickrichtung senkrecht nach unten : Beim Überfliegen eines Baggersees in Köln-Weidenpesch spiegelt sich das Luftschiff im Wasser.
Der schlafende Riese erwacht : Durch die mit dem Ventilator hineingeblasene Kaltluft richtet sich die Luftschiffhülle langsam auf.
Wenn nach der Durchführung der Flugaufträge das Luftschiff zum Abtransport wieder abgebaut wird, muß auch die riesige Luftschiffhülle wieder in den kleinen Transportsack eingepackt werden. Wie man sieht ist hierbei zum Teil auch Ganzkörper-Einsatz erforderlich.
Genaue Informationen über die Buchung und Durchführung der Luftschiff-Mitfahrten finden Sie auf der Internetseite der Firma Cologne Airship Company & Bogaard Ballooning : www.luftschifffahren.de . Dort gibt es auch weitere Informationen für Kunden, die speziell an Luftschiffwerbung interessiert sind. Ausserdem werden dort noch weitere Einsatzmöglichkeiten des Heißluft-Luftschiffs wie zum Beispiel die Verwendung für Filmaufnahmen und als Einsatzplattform für Forschungs- und Vermessungsflüge vorgestellt.
 

 

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