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Quax-Flieger Dortmund Frühjahr 2009

 - von Stefan Schmoll -

 

Die Quax-Flieger sind auch außerhalb der Flugsaison im Einsatz. So werden nicht nur die aktiven Maschinen auf die kommende Sommersaison vorbereitet - auch in der vereinseigenen Werkstatt wird an der Erweiterung der Flotte gearbeitet. Stefan Schmoll (seit 2006 ebenfalls Quax) war in Dortmund und hat dort nicht nur Doppeldecker geputzt, sondern auch einige Neuigkeiten für die www.airventure.de Leser im Gepäck.

Im April veranstalten die Quax-Flieger übrigens wieder ihre Trainingswoche - in diesem Jahr geht es nach Bienenfarm bei Berlin. Nähere Infos hierzu und zu den weiteren Aktivitäten in dieser Saison finden Sie unter www.quax-flieger.de

Zwei DHC.1 Chipmunk, eine Klemm 107, und eine...Douglas DC-3? Nein, die Quax-Flieger haben nicht aufgerüstet, aber im Dortmunder Winterquartier ist schon recht viel Platz. Mehr am Ende des Berichtes.
Echte Oldtimerpiloten müssen immer auch ein wenig Mechaniker sein. Kleinere Wartungsarbeiten an den Maschinen kann ja fast jeder aktive Quax ausführen. Aber einige der Mitglieder sind wahre Schrauberkönige und kennen sich in der Materie wirklich intensiv aus.
Noch ist es nur ein Sammelsurium aus Einzelteilen. Aber in einigen Jahren wird hieraus wieder eine fliegende Bücker 181 Bestmann. Die Maschine mit der Seriennummer 331396 gehört zu den letzten in Berlin Rangsdorf produzierten Exemplaren des zweisitzigen Trainers.
An die Mechanik werden natürlich nur die Spezialisten rangelassen. Aber auch die passiven Mitglieder können sich einbringen: So einen Stieglitz zum Glänzen zu bringen, das ist schon ein tolles Gefühl. Und auch für die "Passiven" folgt im Sommer die Belohnung der Winterarbeit - ein Mitflug in den Maschinen ist schon eine großartige Sache?
Die zentrale Einheit der Bestmann wurde aus einem Stahlrohrgerüst gefertigt. Hier wurden Flügel, Motor und der hintere Rumpf angebracht. Derzeit ist der Holzflügel der Bestmann noch in Berlin eingelagert. Er wird aber in den kommenden Monaten ebenfalls nach Dortmund transportiert werden.
Ein Blick in das Innenleben der Bücker Bestmann. Wenn man die jahrelange Lagerung in diversen Depots berücksichtigt, so ist die Maschine noch in einem erstaunlich guten Zustand. Natürlich wird es noch einige Jahre dauern, aber dann wird sich dank des Restaurierungsteams der Quax-Flieger die Bestmann wieder in den Himmel erheben.
Holz- und Metallbau haben die Restauratoren ja im Blut. Aber die Überholung der historischen Motoren (Hier ein Hirth für die Bestmann) wird an Dirk Bende aus Königswinter gegeben. www.motobende.de
Ein Bild aus besseren Tagen. Derzeit wird die deHavilland DH-82 Tiger-Moth der Gruppe in Dortmund komplett neu aufgebaut. Im Sommer 2010 (rechtzeitig zum berühmten Motten-Treffen in Woburn-Abbey) soll die D-ESPS wieder in der Luft sein ?dann allerdings in der historischen Lackierung zu Zeiten des RAF Training Corps.
So langsam wird aus dem Puzzle der Einzelteile wieder ein richtiges Flugzeug. Der Stahlrohrrumpf der Tiger-Moth ist bereits fertig und wartet darauf, wieder mit dem Innenleben vereint zu werden. Im Hintergrund können Sie die Holztragflächen des Trainers erkennen.
Motorverkleidung, Instrumentenbretter und unzählige andere Bauteile wurden gereinigt, repariert oder ersetzt. In den kommenden Monaten wartet auf die Mannschaft noch viel Arbeit. Aber schließlich soll der englische Klassiker bald auch wieder in die Luft gehen, und zwar in einem Zustand "besser als neu"!
Na, erkannt?? Hier finden Pilot und Flugschüler der Tiger-Moth Platz. Für mich begann im Herbst 2006 auf dem Vordersitz der Motte übrigens die Quax-Karriere. Als ich mich in Hamm für eine Reportage über die Quax-Flieger einfand, hieß es lapidar: Willst Du gleich mal mitfliegen? Die Kollegen sind in Rheine. Steig vorne ein, und dann düsen wir hin und trinken einen Kaffee...und schon war ich Quax-Mitglied!
Echte Passion wirkt bis ins kleinste Detail: Natürlich werden anlässlich der Restauration der Tiger-Moth sämtliche Belastungsteile ausgetauscht. Und als Verbindung werden nicht irgendwelche Schrauben genommen ? das sind originale deHavilland Schrauben, die der Restaurator extra in England aufgetrieben hat.
Ach ja, die Douglas DC-3 vom Beginn des Berichtes. Mittlerweile sind nicht mehr nur Einzelpersonen Mitglied in der immer größeren Quax-Gemeinde. Auch Organisationen wie die Dutch Dakota Association aus Holland sind an Bord. Und da im derzeitigen Dortmunder Hauptquartier noch Hallenplatz vorhanden war, haben die Holländischen Enthusiasten nicht lange gezögert, und ihrem berühmten Airliner ein warmes und trockenes Plätzchen zum Überwintern gegönnt.
Am 1. Märzwochenende erwachte die Dakota PH-DDZ aus ihrem Winterschlaf. Der erste Motorenlauf der neuen Saison war geglückt. Und wer weiß, vielleicht wird die deutsch-niederländische Zusammenarbeit ja noch ausgebaut. Wenn das Hauptquartier der Flotte weiterhin am Dortmunder Flughafen verbleiben kann, dann könnte die große Halle sicher noch von dem ein oder anderen "Gastflugzeug" in Beschlag genommen werden?
 

 

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