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Flugtage Soest 2010

- von Torsten Mörke -

Vom 20. bis 22. August 2010 lud der FSG Soest anlässlich seines 60 jährigen Jubiläums zum "Internationalen Luftzirkus" in die Soester Börde. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung hat sich inzwischen einen festen Platz in der Deutschen "Szene" gesichert und konnte auch dieses Jahr wider voll überzeugen.

Das Flugprogramm bestand aus einem Mix von Oldtimern und Modellflugzeugen, wobei den Oldtimern aber selbstverständlich der grössere Teil eingestanden wurde. Highlights im Flugprogramm waren die aus der Schweiz angereiste Junkers Ju 52 (mit original BMW Motoren!), der Fieseler Storch von Dirk Bende und Wingwalking mit Peggy Krainz auf Boeing Stearman. Die ebenfalls angekündigte P-51 Mustang musste leider kurzfristig Ihre Teilnahme absagen. Lücken im Flugprogramm gab es jedoch keine und Oldtimerfans kamen voll auf Ihre Kosten.

Lob gehört dem Veranstalter, der die gesamte Veranstaltung mit grosser Professionalität durchgezogen hat. Verpflegung und sanitäre Anlagen waren ausreichend und günstig vorhanden. Nicht unerwähnt bleiben soll auch Moderator Uwe Ramerth, welcher durch seine wirklich angenehmen und kompetenten Kommentare seinen Teil zum Erfolg der Veranstaltung beitrug.

Die Quax Flieger brachen unter anderem Ihre Bücker 181 Bestman mit, die noch vor einiger Zeit bei der Shuttleworth Collection in Old Warden geflogen wurde.
Was mit dem richtigen Gewicht-Leistungsverhältnis möglich ist, wurde eindrucksvoll bei den Vorführungen einer Modell Pitts gezeigt.
Die Bestman wurde von Firmeninhaber Carl Clemens Bücker ohne offiziellen Auftrag des Reichsluftfahrtministerium (RLM) aus eigenen Mitteln entwickelt und konnte sich ab 1939 aufgrund der hervorragenden Konstruktion als neues Standard-Schulflugzeug der deutschen Luftwaffe durchsetzen.
Start der Modell Lockheed SR-71 von Friedhelm Graulich. Dieses 25KG schwere Modell musste eigens vom LBA ( Luftfahrt-Bundesamt) zugelassen werden. Die Nachbrenner sind jedoch nur nachgestellt, das Modell wird durch eine zentrale Turbine angetrieben.

Die auf dem Flugplatz Soest stationierte De Havilland Dove war ebenfalls Flugprogramm zu sehen. Von 1945 bis 1964 wurden insgesamt 528 Exemplare dieses Musters gebaut.

Auch bei diesem Modell kommt das Flugbild erstaunlich nah an das Original heran. Die SR-71 ist selbst als Modell eine äußerst eindrucksvolle Erscheinung.
Das auf Hochglanz polierte Aluminium glänzt in der Sonne und bot Gelegenheit für ein Selbstportrait des Autors.
Nach ca. 2500 Arbeitsstunden ist es den Quax Fliegern gelungen, diese FW 44J Stieglitz wieder in die Luft zu bringen. Während der Restaurierung wurde besonderer Wert auf originale Materialien und Arbeitsweisen gelegt.
Die Extra 300 von Henry Bohlig steht auch für Gästekunstflug zur Verfügung. Nähere Infos erhalten Sie auf seiner Homepage: www.aerobatics-4you.de
Konstrukteur Kurt Tank hat die Stieglitz 1932 nach Vorgaben des Kunstfliegers Gerd Achgelis geplant und so ein Modell geschaffen, dass deutlich leistungsfähiger war als seine damaligen Konkurrenten.
Auch die Modellflugzeuge wurden auf dem Flugtag Soest nicht nur am Boden gezeigt. Während hier der direkte Größenvergleich die Natur der F-104 offenbart...
Eine weitere FW-44 Stieglitz bei der Landung in Soest. Was auf dem Foto recht spektakulär aussieht, war halb so wild. Die Landung mit einem Oldtimer erfolgt auch bei erfahrenen Piloten nicht immer ganz gerade.
... ist sie Flug kaum von Ihrem Original zu unterscheiden. Das Flugbild dieses Großmodells ist beeindruckend realistisch. Durch den Modell-Turbinen Antrieb entsteht zudem die typische Geräuschkulisse.
Der Fiseler Storch von Dirk Bende ist einer der wenigen, die noch mit ihrem originalen Argus Motor fliegen. Eindrucksvoll wurden die enormen Flug- und Landeeigenschaften des Storch vorgeführt.
Größtes Fluggerät vor Ort war die eigens aus der Schweiz angereiste Junkers "Tante Ju" Ju 52, welche als CASA 352L gebaut wurde und früher auf der Besucherterrasse des Düsseldorfer Flughafens ausgestellt wurde.
Blick in das Cockpit des Fieseler Storch. Die Instrumentierung befindet sich größtenteils im Originalzustand.
Ein interessantes Detail soll nicht unerwähnt bleiben: Im Gegensatz zur Ju 52 der Deutschen Lufthanse fliegt dieses Exemplar noch mit den originalen BMW Motoren.
Hans "The Storyteller" Nordsiek kam mit seiner Boeing Stearman nach Soest. Er verbreitet auf einzigartige Weise die Faszination am Fliegen mit seiner Show in der Luft und seinem Theater am Boden.
Die gezeigte Junkers befindet sich in einem hervorragenden Zustand und wurde zum Glück recht dezent beklebt. Immerhin hat die Werbung für den Kofferhersteller Rimowa zumindest einen Sinn.
Jürgen Krauss war nicht nur mit seiner Boeing Stearman vort Ort, sondern hat auch seine T-6 mitgebracht. Auch dieses Flugzeug stand für Rundflüge zur Verfügung.
Ebenfalls von den Quax Fliegern ist diese Klemm 35, die erst im März 2010 von Old Warden (UK) zurück nach Deutschland geholt wurde.
Wingwalkering Peggy Krainz mit einem Kamerateam des WDR. Was in der "Lokalzeit" einfach aussieht, war harte Arbeit; die Szene wurde dreimal gedreht.
Die PZl 106 Kruk stand nicht nur für Rundflüge bereit, sondern zeigte auch Ihre Fähigkeiten als Löschflugzeug.
Die Vorführung von Peggy Krainz gehörte sicher zu den Highlights für die Zuschauer in Soest. Geflogen wurde auch hier mit einer Boeing Stearman, womit insgesamt drei vor Ort waren.
Zwischen 1973 und 1995 wurden 266 Maschinen dieses Agrarflugzeuges gebaut. Seit 2007 wird die Kruk mit Propellerturbine als Turbo "Kruk" wieder produziert.
Die Yak 55 von Uli Dembinski stammt aus dem Jahr 1987 und wurde 2001 generalüberholt. Mit einer Rollrate von 330 Grad pro Sekunde und einem 360PS Sternmotor ist sie bestens für Kunstflug gerüstet.
Die Quax Flieger starten am Samstag Nachmittag zun einer gemeinsamen Vorführung mit Klemm 35, Bücker Bestman und FW 44 Stieglitz.
Uli Dembinski vor seiner Yak 55 "Theo". Uli ist ein international erfolgreicher Kunstflieger und hält den Weltrekord im Loopingfliegen mit 222 in Folge geflogenen Loopings.
Ganz so eng, wie unser Bild vermuten lässt, wurden die Figuren nicht geflogen. Dennoch konnte das Display der fliegenden Legenden aus Hamm voll überzeugen.
 

 

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