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Canadian Warplane Heritage

Wenn man schon mal an die Niagarafälle fährt - und dabei die kanadische Seite genießt - dann kann man auch gleich weiter Richtung Hamilton fahren. Der Ausflug lohnt sich auf jeden Fall, denn hier wartet das "Canadian Warplane Heritage Museum" auf Luftfahrtfans aus aller Welt. Für schlanke 13 kanadische Dollar (derzeit rund 8 Euro) findet der Fan auf mehr als 10.000 Quadratmetern Hallenfläche eine Sammlung mit etwa 50 seltenen Flugzeugen, von denen nicht wenige flugfähig sind.

Für uns war Stefan Schmoll in Kanada. Laufende aktuelle Infos finden Sie unter http://www.warplane.com/

Jede Menge gelbe Trainer! Gleich zwei Exemplare der Fleet Fort befinden sich in der Sammlung. Während die RCAF 3540 von Zeit zu Zeit geflogen wird, wird die RCAF 3643 im "halbrestaurierten" Zustand präsentiert. Im vorderen Sitz dürfen die Besucher sogar Platz nehmen.
Die Fleet Fort war als Trainer zwischen Tiger-Moth und Harvard angesiedelt (analog zur amerikanischen Vultee BT-13). Doch die geplanten 200 Exemplare wurden auf 100 gestrafft, welche 1941 und 1942 ausgeliefert worden sind. Bereits 1944 wurden die Maschinen von der kanadischen Luftwaffe wieder ausgemustert und verschrottet bzw. an zivile Hände abgegeben.
Neben einem Exemplar der bekannteren Fleet Finch ist auch eine Fleet 21K ausgestellt. Diese Version wurde eigentlich für die mexikanische Luftwaffe produziert. Ein Exemplar jedoch blieb in Kanada - mit ihr wurden Fallschirme getestet. Die seltene Maschine ging durch mehrere zivile Hände und wurde dem Museum Mitte der achtziger Jahre gestiftet.
Die Fairchild PT-26 Cornell ist die kanadische Lizenzversion der amerikanischen PT-19. Augenfällig ist das geschlossene Cocpit, welches für das kanadische Klima einfach besser geeignet war.Fleet baute insgesamt 2853 Cornell. 1565 gingen an die RCAF und 1288 an die britische RAF.
Die Cessna T-50 (kanadische Bezeichnung Crane) wurde parallel zur britischen Avro Anson von der RCAF als Trainer für Piloten und Navigatoren eingesetzt.
Fast alle Flugzeuge der Sammlung haben im geräumigen Hangar Platz gefunden. Nur einige wenige modernere Klassiker sind von Zeit zu Zeit aus Platzgründen der Witterung ausgesetzt.
Die DHC-5 Buffalo wurde Mitte der sechziger Jahre aus der DHC-4 Caribou entwickelt und besticht noch heute durch ihre extremen Kurzstarteigenschaften. Das Exemplar des Museums wurde in den Farben der RCAF 451 restauriert. Diese Buffalo flog 1974 unter der Flagge der Vereinten Nationen im mittleren Osten und wurde über Syrien abgeschossen, wobei alle neun kanadischen Insassen umgekommen sind.
Zwei Exemplare der berühmten F-104 Starfighter sind in der Sammlung zu sehen. Vor dem Eingang steht einer als Blickfang auf einem Pfeiler und im Freigelände ist ein Exemplar ausgestellt, welches eine "Tiger Meet" Maschine darstellt. Die kanadische Luftwaffe setzte 200 Starfighter ein - mehrere Staffeln waren übrigens lange in Deutschland stationiert.
Kurz nach dem II. Weltkrieg begann die Entwicklung des Abfangjägers CF-100 Canuck. Auch wenn die Haupteinsatzzeit in den fünfziger und sechziger Jahren lag, wurden die letzten Exemplare erst 1981 ausgemustert. Die ausgestellte Mk.5 gehörte 1958 zu den letzten produzierten Exemplaren und ist in den Farben des Prototyps lackiert.
Die kanadische Luftwaffe setzte von 1970 bis in die neunziger Jahre fünf Boeing 707 ein. Ausgestellt ist der Vorderrumpf der Boeing 727 N112FE, die eine dieser fünf 707 darstellen soll.
Der Holländer Robert Noorduyn ging nach dem I. Weltkrieg in die Vereinigten Staaten, um dort für Fokker zu arbeiten. Mitte der dreißiger Jahre gründete er in Kanada seine eigene Firma und entwarf mit der Norseman DAS Buschflugzeug für die endlosen Weiten des Landes. Bis 1959 wurden mehr als 900 Exemplare gebaut und noch immer sind einige der stabilen Hochdecker im Einsatz.
Neben einer ganzen Staffel an North-American T-6 ist in Mount Hope auch eine der selteneren "Yale" zu besichtigen. 120 Exemplare dieser frühen T-6 Version (Hauptmerkmal ist das feste Fahrwerk) wurden im Rahmen des "British Commonwealth Air Training Plan" eingesetzt.
Auch wenn die C-GDAK militärische Farben trägt, ist es doch eine echte Douglas DC-3. Sie wurde 1939 mit der Seriennummer 2141 für Eastern Airlines gebaut und wurde dem Museum 1981 gestiftet. Mit 82.000 Flugstunden ist sie eine der meist geflogenen Exemplare des Typs überhaupt!
Die C-GRSB wurde 1944 gebaut und flog zuerst für die RAF in England und später als RCAF 12945 für die kanadische Luftwaffe. Bis 2014 wurde sie von der kanadischen Umweltbehörde eingesetzt und dann der CAF gestiftet. Derzeit wartet sie auf einen neuen Motor.
Die echte Hawker Hurricane mit der Kennung C-GCWA wurde im Jahr 1993 durch einen Brand zerstört. Die schmerzliche Lücke in der Sammlung haben die Kanadier durch diesen recht gelungenen Nachbau geschlossen.
Die Supermarine Spitfire XVI TE214 ist eine Leihgabe des Canada Aviation & Space Museums in Ottawa. Sie wurde im Jahr 1960 von der RAF gestiftet und erinnert in ihren Markierungen der "City of Oshawa" Staffel an die insgesamt 11 Spitfire Staffeln, die während des II. Weltkrieges von kanadischen Piloten geflogen worden sind.
1975 kam die damals ziemlich abgehalfterte North-American B-25 Mitchell 45-8883 zur Sammlung und wurde von Grund auf restauriert. Derzeit fliegt sie in den Farben der 98 Squadron der RAF - als Erinnerung an die kanadischen Piloten, die im II. Weltkrieg in der Einheit flogen.
Die 1951 gebaute Fairey Firefly hatte leider vor einiger Zeit einen kleinen Rempler am Boden. Mit etwas Glück ist sie aber in der kommenden Saison wieder flugklar.
Für die meisten Besucher ist sie der absolute Star der Sammlung: Eine von weltweit zwei fliegenden Avro Lancaster. Der Clou: Mit dieser können Sie sogar mitfliegen. Infos gibt es hier http://www.warplane.com/aircraft/flights/buy.aspxUnd wie Sie sehen, können Sie in so manche Maschine des Museums als Passagier einsteigen.
Vor drei Jahren war die FM213 auf einer viel beachteten Tour in Großbritannien. Während der Saison war sie gemeinsam mit der Lancaster des Battle of Britain Memorial Flight unterwegs und begeisterte Millionen von Zuschauern!Beinahe hätte sie der Autor damals auch gesehen. Aber ausgerechnet hier http://www.airventure.de/sywell2014_1.htm wurde der Auftritt wegen Sturms kurzfristig abgesagt.
Im riesigen Museumshangar wird auch gearbeitet. Zu den Mustern welche derzeit restauriert werden gehört auch die Grumman Avenger. Die C-GCWG flog bis 1992 bei "Forest Protection" als Wasserbomber. Vor acht Jahren erhielt das Museum die Maschine als Spende.
Die Westland Lysander machte im letzten Jahr nach Motorproblemen eine Notlandung in einem Feld. Die Schäden sind zum Glück nicht allzu gravierend gewesen und schon bald müsste sie wieder flugklar sein.Die schicke Lackierung gab es übrigens wirklich: Die Lysander flog unter Anderem als Zieldarsteller.

Auch wenn die Bristol Bolingbroke als RCAF 10117 firmiert: In dem komplexen Restaurationsprojekt stecken Teile aus nicht weniger als acht Wracks, die vor mehr als 30 Jahren in Manitoba gerettet worden sind.

626 Exemplare der auf der britischen Blenheim Mk.IV basierenden Bolingbroke wurden in Kanada zwischen 1939 und 1943 gebaut.

Bis auf ein Exemplar in Finnland sind übrigens alle weltweit erhaltenen "Blenheim" in Wahrheit kanadische Bolingbroke!

Last not least wird eine Grumman Tracker restauriert. Die zweimotorigen Marineflugzeuge haben Ende der fünfziger Jahre in Kanada die betagten Avenger abgelöst.
 

 

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