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Kalamazoo Air Zoo

Ein Zoo für Flugzeuge - diese Idee hatten Sue & Pete Parish vor 45 Jahren in Michigan, als sie in Kalamazoo ihren "Air-Zoo" eröffneten. Dieser Zoo hat sich über die Jahre zu einem der größten nicht staatlichen Luftfahrtmuseen der USA entwickelt und ist wahrlich auch eine weitere Anreise wert.

Stefan Schmoll war auf seinem US-Roadtrip auch in Michigan unterwegs. Laufende Infos finden Sie unter https://www.airzoo.org

Im Eingangsbereich hängt die berühmte Curtiss P-40, mit der Museumsgründerin Sue Parish in den 1980er Jahren überall in den Vereinigten Staaten ein umjubelter Airshow-Teilnehmer war.

Und rosa geht tatsächlich auch historisch: Im II. Weltkrieg waren Curtiss P-40 in der Wüstensonne Nordafrikas im Einsatz und die allgegenwärtige UV-Strahlung veränderte mit der Zeit das Beige in Pink.

Beim ersten Blick von der Galerie über die Haupthalle des Air Zoo fällt die riesige bunte Wand auf. Auf 2300 Quadratmetern wird hier dem Jahrhundert des Menschenfluges gedacht. Auch bleibt der Blick auf den zahlreichen Karussells haften. Der Air-Zoo gehörte zu den ersten Museen, die Elemente eines Freizeitparks einbauten. Auf den ersten Blick mag es störend empfunden werden, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Der Air-Zoo wurde nicht wegen seiner Karussells zum Air-Zoo, sondern einfach wegen der Tatsache, dass viele amerikanische Flugzeuge Namen aus dem Tierreich tragen. Alleine aus dem Hause Grumman sind gleich fünf unterschiedliche Katzenjäger zu bestaunen. Hier gezeigt Grumman F-4 Wildcat und F-6 Hellcat.

Im zweiten Hangar befinden sich die Jets Grumman F-9 Cougar sowie Grumman F-11 Tiger aus den 1950er Jahren. Die legendäre Grumman F-14 Tomcat ist ein Star im Haupthangar. Der Bereich mit den moderneren Marinejägern ist als Flugzeugträger dargestellt.

Das Highlight ist hier zweifellos die einzige erhaltene von drei gebauten Curtiss XP-55 Ascender. Dieses experimentelle Jagdflugzeug mit hinten liegendem Tragflügel konnte sich wegen zahlreicher technischer Probleme jedoch nicht durchsetzen.

Sehr farbenfroh präsentiert sich die North-American B-25 Mitchell. Sie wurde in Kalamazoo als B-25J "Bettys Dream" restauriert, die eine Rolle bei der japanischen Kapitulation spielte. Produziert wurde sie 1943 als B-25H, welche mit einer 75mm Kanone ausgerüstet war.

Die mit einem Mittelmotor ausgerüstete Bell P-39 war in den Vereinigten Staaten nicht beliebt und mehr als 60% der 9500 gebauten Exemplare ging an die damalige Sowjetunion. Entsprechend selten sind heute in den Vereinigten Staaten Museumsexemplare.

Einen Ehrenplatz hat die einzige erhaltene Lockheed SR-71B Trainerversion des legendären Aufklärungsflugzeuges aus der Zeit des Kalten Krieges erhalten. Sie wurde am Ende ihrer Karriere auch von der NASA genutzt.

Diese 1978 nachgebaute SPAD VII hat einen modernen Lycoming Motor sowie moderne Cockpitinstrumente. Ihr damaliger Eigner Robert Byrne stiftete die Reproduktion 1999 dem Museum.

Das französische Jagdflugzeug wurde im ersten Weltkrieg auch von vielen amerikanischen Piloten geflogen.

Die britische Sopwith Camel zählt zu den erfolgreichsten alliierten Typen im I. Weltkrieg. Das gezeigte Exemplar wurde hier in Kalamazoo in den 1990er Jahren nach Originalplänen gebaut und ist mit einem originalen Clerget 9B Motor sowie zahlreichen weiteren historischen Ausrüstungsteilen versehen.

In tiefblauer Lackierung wird die 1958 gebaute HISPANO Buchon präsentiert. Die Maschine war beim berühmten Film "Die Luftschlacht um England" im Einsatz und kam bereits 1977 zur Sammlung. Dankenswerterweise hat sich seinerzeit das Restaurierungsteam dazu entschlossen, dem historischen Jäger die originale Farbgebung zu gönnen und mal keine "deutsche Messerschmitt" aus dem spanischen Flugzeug zu machen.

Die Fieseler F-103 V-1 ist ein Original und wurde dem Museum vom National Air & Space Museum in Washington als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Hier der Nachbau des berühmten Travel-Air Mystery Ship Rennflugzeuges. Mit der "Texaco No.13" erflog Frank Hawk in den 1930er Jahren 200 Rekorde für die schnellsten Flüge zwischen amerikanischen Städten. Das ebenfalls erhaltene Original wird im Science Museum Chicago präsentiert.

Die 1929 gebaute Ford Tri-Motor NC8419 des Museums war bis 2013 aktiv. Der Schreiber dieser Zeilen flog im letzten Einsatzjahr während des EAA-Airventure Meetings in Oshkosh in ihr. Von den seinerzeit 199 produzierten Exemplaren haben tatsächlich fast 20 bis heute überlebt.

Entwickelt wurde die Douglas A-4 Skyraider noch während des II. Weltkrieges, aber ihre große Zeit hatte sie im Korea- und sogar noch im Vietnamkrieg. Erstaunlicherweise konnte sie im Einsatz etwa gleich viel Bombenlast wie die viermotorige Boeing B-17 tragen.

In der Reihe der Trainingsflugzeuge sind nicht nur die Klassiker wie Steaman PT-17, Vultee BT-13 und North-American AT-6, sondern auch wahre Exoten wie die Timm N2T-1 Tutor, von dem lediglich 262 Exemplare für die US-Navy produziert worden sind.

Die ausgestellte Douglas Dauntless gehörte zu den Maschinen, welche 1993 aus dem naheliegenden Lake Michigan geborgen und restauriert worden sind. Nach einer missglückten Landeversuch auf der USS Wolverine versank sie hier am 19.September 1943.

Die bei Goodyear gebaute Vought FG-1D Corsair wurde von Sue & Pete Parish als einer der ersten Warbirds vor 40 Jahren erworben und flog noch viele Jahre lang aktiv.

Der größte Teil der Jets sind in einem abseits gelegenen Hangar ausgestellt. Hier befindet sich auch das Restaurationszentrum des Museums, wo derzeit eine weitere Douglas Dauntless wieder auf Vordermann gebracht wird.

Das Museum erhielt 2020 als erstes nicht staatlich geführtes Museum einen Northrop F-117 Stealth Fighter und dieser bildet jetzt das Zentrum der Jet Ausstellung in diesem Hangar.

Besondere Flugzeuge haben besondere Triebwerke: Das Pratt & Whitney J58 wurde speziell für die Lockheed A-12 und die folgende SR-71 entwickelt. Nicht genug damit, es gab sogar einen speziell für diese Maschinen entwickelten hochkomplexen Treibstoff ? genannt JP-7.

Hochleistungsmotoren wie dieser 28 Zylinder Pratt & Whitney R-4360 werden neben zahlreichen weiteren Typen im Nebenhangar präsentiert. Hier befindet sich sogar ein Rocketdyne F-1 Raketenmotor aus der Mondrakete Saturn V.

 

 

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