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Flygvapenmuseum

Linköping, Schweden

- von Damian Güttner -

Teil 2

Eine Replika der North American Na 16, schwedische Bezeichnung Sk 14. Da keine der schwedischen Sk 14 überlebte, hat sich in den 70er Jahren eine Gruppe von Entusiasten gebildet um eine Sk 14 wieder zu rekostruieren. Der Rumpf und die Flügelenden stammen von einer australischen Wirraway, der Rest ist von einer kanadischen Yale, dazu fanden sich auch einige Orginalteile. Das Exponat wurde nach 27 ! Jahren Restaurierungsarbeit dem Museum am 17. Dezember 2003 übergeben.

Die Schwedische Luftwaffe besaß mehrere Fiesler Fi 156 C Storch. Die ausgestellte Maschine ist Bj. 1938 und hat die WerkNr. 3815. Nach Außerdienststellung der Fi 156 im Jahr 1961 wurden alle Maschinen nach Österreich und Deutschland verkauft. Dank der guten Beziehungen von Saab nach Österreich, durch den Verkauf von Saab 91 und J29, konnte 1967 wieder ein Storch zurückgekauft werden.

Diese MiG 15 kam nach einem Tausch am 5. Oktober 1987 in das Air Force Museum. Es ist eine polnische Lizenzproduktion Lim 1. Bevor das Flugzeug nach Schweden kam, hatte es die polnische Kennung 00215. Bei der Ankunft in Schweden war das Flugzeug ohne Kennzeichen, wurde dann neu lackiert und ausgestellt bevor es ab 2008 bis 2009 wieder restauriert wurde und die heutige Kennung bekam.

Die Unterseite der stoffbespannten Flügel der Thulin G. Beachtenswert sind die großen, klobigen, zum Teil auch stoffbespannten Schwimmer.

Die Standzeit der Maschinen im Museum zeigt ihre Wirkung. Im rechten Triebwerk der C-47 hat ein Vogel sein Nest gebaut. Vom Triebwerk bekommt er zwar keine Wärme mehr, aber etwas Schutz vor dem Wetter.

Ein Blick vom Eingang in die neue Halle mit den Exponaten des Kalten Krieges. Zwar gehören diese zwei Flugzeuge nicht zur der Epoche, sind aber trotzdem Interessant. Eine Spitfire Mk XIX, eine PBY 5-A Catalina und eine de Havilland Venom. Unter der Catalina ist der große Glasboden zu sehen, unter dem sich das Wrack der DC 3 befindet.

Eines der schwedischen Wohnzimmer aus der Ära des Kalten Krieges, hier aus den 50er Jahren. Darüber steht auf Stelzen eine Saab 32 A Lansen. Es ist eine gelungene Idee, die Ausstellung etwas anders zu zeigen.

Ein Blick in die erste Halle, wo alle Maschinen aus den Anfängen der Fliegerei in Schweden untergebracht sind. Im Vordergrund steht ein Diorama, das zeigt wie der Flugplatz Linköping - Malmen zur Anfangszeit aussah. Leider reichen die Lichtverhältnisse nicht aus um gute Fotos zu machen.

Der Eingang in die 50er Jahre Wohnung der Schweden. Es gibt noch die Nachbildungen der Wohnungen der 60er, 70er und 80er Jahre und darüber steht das zum jeweiligen Jahrzehnt passende Flugzeug.

Das Wrack der Douglas DC 3 in der "Kellerausstellung". Diese Maschine ist Bj. 1942, wurde am 27. Januar 1943 an die US Air Force ausgeliefert, im Mai kam sie zur 9.  Air Force nach Nordafrika. Diese Maschine war dann am D-Day dabei, am 5 Februar 1946 kam sie nach Schweden, aber erst zwei Jahre später zur F 1 Squadron (nach der Umbenennung 1950 zum F 8 Squadron) der schwedischen Luftwaffe. Fast die ganze Zeit war die Maschine in Bromma stationiert und zur Schulung der Bordfunker eingesetzt. Am 13. Juni 1952 startete die DC 3 zu einem Routineschulungsflug, bei der Insel Gotland hat sich der Pilot dann etwas "verfranzt" und die Maschine geriet ins sowjetische Hoheitsgebiet. Daraufhin wurden sie von zwei MiG 15 abgefangen und abgeschossen, alle Besatzungsmitglieder starben.

Im Jahr 2004 wurde das Wrack gehoben, restauriert und am 13. Mai 2009 dem Museum übergeben.

Die einzige in Europa ausgestellte Seversky EP 106, schwedische Bezeichnung J 9 mit der BauNr: 2134, hatte am 15 Mai 1940 die Genehmigung bekommen aus den USA nach Petsamo in Finnland verschifft zu werden. Im Juli 1940 wurde das Flugzeug zusammengebaut und der F 8 Squadron zugeteilt. 1948 kam es zur F 3, wurde aber schon am 31. März 1949 nach insgesamt 820 Flugstunden aus dem Register gestrichen und einem Museum übergeben.

Das ist der seltsamste Flugaparat im Museum. Es handelt sich um das Breguet C.U1 Experimentalflugzeug aus dem Jahr 1912. Die Schwedische Luftwaffe kaufte nur ein Exemplar dieses Typs. Diese Maschine ist eine Replika mit Orginalteilen, wie Triebwerk, Leitwerk und ein Kühler. Der Rest wurde nach Bildern rekonstruiert und der ganze Bau dauerte 12 Jahre. Schließlich kam das Flugzeug im Februar 1989 ins Museum.

Die Schwedische Luftwaffe hat in den 30er Jahren 40 militärische Junkers Ju 86 und eine zivile Version bekommen. Die Museumsmaschine ist eine Ju 86 K-4 aus deutscher Produktion, Bj.1938. Das Flugzeug kam am 11. Juni 1938 zur F 1 Squadron, in den 50er Jahren wurde es zur Transportmaschine umgebaut und der F 21 zugeteilt. Der letzte Flug erfolgte am 3. Juni 1958 nach 2086 Flugstunden. Von den insgesamt 900 produzierten Maschinen ist es die einzige die erhalten geblieben ist.

Das "Cockpit" der Breguet C.U1 beinhaltet das Steuerrad und zwei Instrumente! Das ist alles. Beachtenswert ist die Verbindungskonstruktion Flügel - Rumpf und der große viereckige Kühler vor dem Cockpit.

Diese Vickers Varsity ist die einzige Maschine dieses Typs, die Schweden je hatte und es grenzt an ein Wunder, dass sie bis heute überlebt hat. Der letzte Flug war 1973 auf den Flugplatz Malmen, bevor sie ins Museum gekommen ist. 

Das Cockpit des Boeing Vertol V-44 A "Banane" ist in sehr gutem Zustand. Der Besucher kann die Maschine betreten, lediglich das Cockpit ist durch eine Plexiglasscheibe abgetrennt.

Die drei "Verletzten" im Außengelände von einem anderem Blickwinkel. Hier ist deutlich die große Ladetür der C-47 zu sehen und die vielen fehlenden Teile. Also flugbereit ist sie definitiv nicht mehr.

Der Innenraum der "Banane" ist trotz der offenen Zugänglichkeit in gutem Zustand. Es kommt in Museen nicht so oft vor, dass die Besucher ein Exponat betreten können. Nach Auskunft eines Museumsmitarbeiters wird in diesem Hubschrauber sogar Schulunterricht gemacht ! Tolle Idee.

Die Vickers Varsity wirkt wie eine Hummel - kleiner, kurzer Rumpf, aber dafür zwei mächtige Triebwerke. Die Maschine war mit zwei Bristol Hercules 264 ausgerüstet, die ca. 2050 PS Leistung lieferten. Unter dem Rumpf ist der Sensorenpod zu erkennen und die Bug Doppelbereifung.

Eine seltene und nur eine von zwei Existierenden Regiane Re 2000 Falco. Als das Flugzeug am 14. August 1942 in Schweden angekommen ist, bekam es die Bezeichnung J 20, BauNr. 2340. Zugeteilt wurde die Regiane dem F 10 Squadron und diente dort bis zum 20. Juli 1945. Danach waren die Flugstunden erreicht und man entschloss sich, es nicht zu verschrotten sondern einer Ausbildungseinheit zu schenken. Dort wurde die linke Seite für Ausbildungszwecke geöffnet.

Hier geht's in Kürze weiter zu Teil 3
 

 

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