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McClellan AFB Museum, Sacramento, USA

- ein Tipp von Gerhard Schmid -

Sacramento ist die 120 Kilometer östlich der Pazifikküste gelegene Hauptstadt des US-Bundesstaates Kalifornien. Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Sacramento durch den Goldrausch einen Aufschwung, allein von 1850 - 1860 verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf fast 14.000. Die Eisenbahn und ein Schiffahrtskanal trugen in diesen Zeiten ihren maßgeblichen Teil zum rapiden Wachstum der Stadt bei. Inzwischen leben ca. 460.000 Menschen in Sacramento. Eine Attraktion war es, als 2004 der österreichische Bodybuilding- und Filmstar Arnold Schwarzenegger als republikanischer Gouverneur in das Capitol von Sacramento einzog.

McClellan AFB Museum

Für den Flugzeugfan gibt es in Sacramento, das auch  im 19. Jahrundert in Kalifornien und Nevada bekannt wurde, ebenfalls interessantes zu entdecken. Die McClellan AFB begann 1948 offiziell den Dienst als Air Logistics Center der USAF, später fand hier die Wartung verschiedener Flugzeugtypen wie A-10, F-111, KC-135, F-15 statt. Im Juli 2001 wurde die AFB stillgelegt.

Wie viele Stützpunkte der Amerikanischen Luftstreitkräfte hat auch die McClellan AFB im Laufe der Jahre eine kleine Flugzeugsammlung zusammengestellt. 1986 wurde dann das Museum eröffnet. Obwohl alle Exponate auf dem ehemaligen Sportplatz der AFB im Freien stehen, befinden sie sich dank dem milden Klima Kaliforniens in gutem Zustand.

Der Eintritt ist frei, für Auskünfte stehen ehemalige Angehörige der McClellan AFB zur Verfügung, die im Freiluftmuseum ehrenamtlichen Dienst versehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Samstag von 9.00 am bis 4.00 pm uns Sonntags von Mittag bis 4.00 pm. Während Ferienzeiten ist das Museum geschlossen. Hier geht's zur offiziellen Website: www.mcclellanaviationmuseum.org

Fighters F-100, F-101, F-102, F-105, F-104... Kampfjets mehrerer Generationen stehen unter der strahlenden Sonne aufgereiht und warten auf den Flugzeugbegeisterten Besucher...
F-101 1.819.000 US$ war der Preis für diese McDonnell F-101B "Voodoo" als sie 1960 ausgeliefert wurde. Der Prototyp des überschallschnellen Allwetter-Abfangjägers flog erstmals 1957. Die Bewaffnung bestand ausschließlich aus Lenkraketen, die im Rumpf mitgeführt wurden.
C-119 Für den Transport großer Frachten und Fallschirmjäger-Einsätze wurde die Fairchild C-119 "Flying Boxcar" gebaut. Der Erstflug des von zwei R-3350 Doppelsternmotoren angetriebenen Transporters erfolgte 1947. Nach der Ausmusterung bei der Air Force flogen noch einige C-119 als zivile Frachter und Feuerlöschflugzeuge.
T-39 Pilotentraining, leichte Transporte und Verbindungsflüge waren nur einige der vielen Aufgaben, die der T-39 "Sabreliner" von North American erfüllte. Der Erstflug fand 1960 statt. Neben den beiden Piloten finden 4 Passagiere Platz. Von der hier zu sehenden T-39A wurden 143 Exemplare gebaut.
VC-131 Das Verkehrsflugzeug Convair 440 bildete die Basis für die VC 131. Die ausgestellte Maschine war u. a. 1957 in Wiesbaden und 1967 in Echterdingen, Deutschland stationiert. Als "California One" diente sie zeitweise zur Beförderung des Gouverneurs von Kalifornien und war auf der McClellan AFB stationiert.
F-105 Der erste speziell für den Einsatz als Jagdbomber konzipierte Jet der USA war die Republic F-105 "Thunderchief". Die F-105 konnte die doppelte Bombenlast der berühmten viermotorigen B-17 "Flying Fortress" tragen. Die ausgestellte Maschine wurde 1963 an die USAF ausgeliefert und war in Japan, Korea und Thailand stationiert bevor sie 1984 zum Museum kam
C-53 Die am zweithäufigsten gebaute Militärversion der berühmten Douglas DC-3 ist die C-53. Das zuverlässige Flugzeug wurde zum Schlepp von Lastenseglern und Absetzen von Fallschirmjägern genutzt. Von Aldermaston, England, war die ausgestellte Maschine 1944 bei der Invasion in der Normandie eingesetzt. Nach dem Krieg flog diese "Gooney Bird" noch bis 1984 bei verschiedenen zivile und staatlichen Einrichtungen. 1943 kostete ein solches Flugzeug 109.505 US$.
A-7 Schon Ende der 60er Jahre wurden die Piloten der Ling Temco Vought A-7 "Corsair II" durch einen digitalen Bordcomputer unterstützt. Das Unterschall-Angriffsflugzeug verfügte außerdem über eine Karten-Projektion zur einfacheren Navigation. Während der 80er Jahre war die ausgestellte A-7D-8-CV mit der 156. Tactical Fighter Group in Puerto Rico stationiert.
T-6 Fast jeder Airshow-Besucher hat schon einmal eine North-American T-6 "Texan" im Flug erlebt. Nach dem erfolgreichen Erstflug im Jahr 1937 wurden allein für die US Air Force mehr als 10.000 dieser Trainer gebaut. Bei der Kanadischen Luftwaffe hieß dieser Typ "Harvard".
MiG-17 1950 flog die äußerst erfolgreiche Mikojan-Gurewitsch MiG-17 zum ersten Mal. Über 9000 Maschinen wurden in der UDSSR, Polen und China insgesamt gebaut. An der schwarzen "Radarnase" ist zu erkennen, daß es sich hier um einen MiG-17PF "Fresco-D" Allwetter-Interceptor handelt.
T-28 Nachfolger der nach vielen Dienstjahren veralteten T-6 / SNJ Texan Trainer wurde Mitte der 50er Jahre die North American T-28 "Trojan". Speziell bei der US NAVY diente die "Trojan" zur Ausbildung der Flugzeugträger-Piloten auf dem Festland. Heute sind viele T-28 in Privatbesitz.
MiG-21 Bei 45 Luftwaffen in aller Welt war das meistgebaute Überschall-Jagdflugzeug, die Mikojan-Gurewitsch MiG-21"Fishbed" im Einsatz. Vom Erstflug im Juni 1956 Die ausgestellte MiG-21F stammt aus den ersten Serien der Schönwetter-Jäger. Später wurde die MiG-21 mit Hilfe moderner Elektronik allwettertauglich gemacht.
A-1 Nicht weniger als 50 unterschiedliche Ausführungen wurden von der Douglas A-1 "Skyraider" ab 1945 gebaut. Diese A-1E ist eine dreisitzige Variante mit vergrößertem Rumpf für zwei Sitze nebeneinander. Die Verwendung als Tiefangriffsflugzeug ist noch an der Unterflügel- Bewaffnung zu erkennen.
C-45 Die Militärversion der berühmten Beech 18 ist die C-45. Mehr als 5000 Stück des Verbindungs- Trainings- und leichten Transportflugzeuges wurden allein für das US-Militär gebaut. Insgesamt wurden die Beech 18 und C-45 Typen mehr als 30 Jahre lang produziert.
A-10 "Warthog", Warzenschwein ist der inoffizielle Name der Fairchild Republic A-10A "Thunderbolt II". Vorwiegender Einsatzzweck ist der Erdkampf gegen gepanzerte Einheiten. Die Projektile der 30mm Gatling-Kanone durchdringen auch dickste Stahlwände. Die A-10 fliegt seit 1972.
A-10 Die ausgestellte A-10A wurde aufgrund starker Beschußschäden ausgemustert, die sie sich 1991 bei der Operation Desert Storm im Irak zugezogen hat.
CH-3 Während des Vietnam-Konfliktes war diese Sikorsky CH-3E "Jolly Green Giant" in Süd-Vietnam und Thailand stationiert. Der Helikopter fand sowohl bei Truppentransporten als auch bei Rettungseinsätzen Verwendung.
EC-121 Die Super-Conny mal ganz anders... Als fliegendes Frühwarnsystem schleppte die Lockheed EC-121D "Warning Star" 18 Personen und sechs Tonnen Elektronik durch die Luft. 1956 kostete die Maschine etwas mehr als 2 Mio US$. Nach 22 Dienstjahren wurde sie ausgemustert.
F-111 Die FB-111A  "Aardvark" war General Dynamics' Antwort auf die Ausschreibung des SAC für einen Mittelstreckenbomber mit Tiefflugfähigkeiten Mitte der 60er Jahre. das große Schwenkflügelflugzeug konnte mehr als 18 Tonnen Bombenlast mit 2.300 km/h über 6.500 km weit befördern.
F-111 Das robuste Fahrwerk der FB-111A ist eine interessante Hebelkonstruktion. Es wird zusammengefaltet im Rumpf verstaut und gleichzeitig durch den großen, einteiligen Deckel verschlossen.
F-100 Die North American F-100D "Super Sabre" war der erste in Serie produzierte Überschalljet. Ursprünglich als Luftüberlegenheitsjäger konzipiert, erfolgte der Einsatz im Vietnam-Krieg als Jagdbomber. Die Gesamtproduktion belief sich auf 1.274 Maschinen. Die ausgestellte Maschine wurde 1957 gebaut und war u. a. in Toul-Rosieres (Frankreich) und Lakenheath (England) stationiert.
HU-16 Ein eher gemütliches Flugzeug ist das zweimotorige Flugboot HU-16B "Albatross". Das größte der Grumman Flugboote flog erstmals 1947. Als Seenot-Rettungsflieger fischten "Albatross" Flugboote hunderte Menschen aus allen Ozeanen.
F-84 Mit geraden als auch gepfeilten Flügeln wurde die Republic F-84 gebaut. Hier eine F-84F "Thunderstreak" mit Pfeilflügeln. Sie war der erste Jet-Jagdbomber, der für das SAC Atomwaffen tragen sollte. Ab 1950 wurden mehr als 2.700 Thunderstreaks gebaut.
P-80 Obwohl der Prototyp schon 1944 flog, kam die die Lockheed P-80 B "Shooting Star" im zweiten Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz. Einige Jahre später war sie dennoch der erste Jet, der einen anderen Jet abschoss. Diese P-80 B war sogar in Deutschland stationiert - 1949 in Fürstenfeldbruck.
F-86 Das war der erste Pfeilflügel-Jäger der US Luftstreitkräfte. Zwei Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, im Oktober 1947, fand der Erstflug der North American F-86 "Sabre" statt. In Korea wurde dieser Typ zum "MiG-Killer" mit einem Abschussverhältnis von 14:1.
T-33 Unter dem Namen "T-Bird" wurde die T-33, die Trainerversion der P-80 bekannt. Um einen zweiten Sitz unterzubringen wurde der Rumpf verlängert. Außerdem hat der Trainer eine höhere Kraftstoffkapazität und eine geringere Bewaffnung.
F-86 Die allwettertaugliche Weiterentwicklung der F-86 war die F-86L "Dog Sabre". Bei North American in Inglewood wurde die hier ausgestellte Maschine Anfang 1953 noch als F-86D hergestellt und später zur "L"-Variante umgerüstet.
F-86 Ein interessantes Detail dieses Abfangjägers ist die im Rumpf versenkte Raketenbewaffnung. Nur zum Abschuss der 24 Raketen wird der Behälter ausgefahren und verschwindet dann wieder aerodynamisch günstig im Rumpf.
F-4 Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Jets des 20. Jahrhunderts ist die McDonnell F-4 "Phantom II". Im Vietnam-Konflikt wurde die F-4 als MiG-Killer berühmt. Die faltbaren Flügelspitzen und der Fanghaken machten die F-4 Trägertauglich. Diese 1965 gebaute F-4C war zwei Jahre im Kampfeinsatz in Vietnam
F-102 Im Oktober 1953 fand der Jungfernflug der Convair F-102 "Delta Dagger" statt. Die F-102A war der erste einsatzfähige Allwetter-Überschall- Abfangjäger und das erste Deltaflügel-Flugzeug der US Air Force. Diese Delta-Dagger ist in den Farben der berühmten "Red Devils" lackiert.
 

 

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