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Quax-Flieger Hamm

- ein Bericht von Stefan Schmoll -

Der Filmklassiker mit Heinz Rühmann gab die Namensinspiration. Im Frühjahr 2006 haben sich im westfälischen Hamm einige Oldtimerfans zu den Quax-Fliegern zusammengeschlossen. Bereits nach 6 Monaten hat der Verein mehr als 80 aktive und passive Mitglieder gewonnen. Das Konzept für aktive Piloten ist genial: Sie müssen keinen eigenen Oldtimer mehr unterhalten, um einige Flugstunden im Jahr zu genießen. Zum niedrigen Stundenpreis nutzen Sie einfach eine der vereinseignen Maschinen. Und auch die passiven Mitglieder können sich je nach Qualifikation als Schrauber und Helfer betätigen.

Die `Gründungsmaschinen´ wurden von den Mitgliedern in den Verein gebracht. Mittlerweile sind aber auch mehrere Oldtimer direkt auf die Quax-Flieger zugelassen. Wie könnte man die neu erworbenen Maschinen besser registrieren als D-EQXA (Bücker Jungmann), D-EQXB (Stampe) und D-EQXC (Bücker Bestmann). Der Verein hat noch viel vor - und das Alphabet noch viele freie Buchstaben für weitere Klassiker!

Die Flieger sind nicht nur in Hamm stationiert, sondern derzeit ebenso in Rheine-Eschendorf, Bremen, Stadtlohn-Vreden sowie Berlin-Tempelhof. Im kommenden Jahr werden Sie die historische Flotte sicherlich auf vielen Veranstaltungen im ganzen Land bewundern können. Denn schließlich sollen die Schätzchen keinen Staub ansetzen.

Auf der Homepage www.quax-flieger.de finden Sie weitere aktuelle informationen über den Verein und die Maschinen. Ebenso finden Sie Bedingungen und Möglichkeiten für eine aktive und passive Mitgliedschaft. Besonders die passive Mitgliedschaft hat einen speziellen Reiz für jeden Enthsiasten. Für nur 10,- Euro/Monat können Sie sich in das Vereinsleben stürzen und pro Saison für mindestens 30 Minuten als Co-Pilot in einem Oldtimer mitfliegen. Da die Flieger bundesweit im Einsatz sind, müssen Sie noch nicht einmal nach Westfalen reisen. Die Quax-Flieger sind 2007 sicher auf einem Flugtag in Ihrer Nähe!

Bü 131 Die Bücker 131 Jungmann ist wohl Deutschlands beliebtester Doppeldecker! Derzeit sind etwa 80 Maschinen im Lande stationiert. Bei der spanischen Luftwaffe flogen die bei CASA in Lizenz gebauten Bü 131 noch bis Ende der Achtziger Jahre - und gingen danach direkt an Oldtimerliebhaber in der ganzen Welt.
Bü 131 Die Jungmann der Quax-Flieger wurde bei CASA in Lizenz gebaut und flog als E3B-117 bei der spanischen Luftwaffe. In den letzten Jahren war sie in Duxford stationiert und gehörte der Fliegerlegende Boz Robinson. Die Maschine wurde im Frühjahr 2006 erworben und als erste Vereinsmaschine mit dem passenden Kennzeichen D-EQXA registriert.
Bü 131 Bei den alten Maschinen ist viel Handarbeit gefragt. Mangels elektrischem Starter wird der 125 PS Motor durch Muskelkraft zum Laufen gebracht.
Formation Trainerlegenden in Formation. Die deutsche Jungmann ist kleiner - aber auch agiler als die britische de Havilland DH-82 Tiger Moth. In beiden Maschinen können passive und aktive Vereinsmitglieder Deutschland von oben genießen.
DH 82 In Großbritannien fliegen noch mehr als hundert Tiger Moth - und auch in Deutschland sind mittlerweile zumindest ein Dutzend des Klassikers stationiert. Der gutmütige Typ wurde in den Vierziger Jahren im gesamten Commonwealth als Trainer eingesetzt.
DH 82 Als Peter Sparding seine `Motte´ im Jahr 2000 erworben hat, stand zuerst eine Generalüberholung an. Schließlich soll der Vogel noch viele Jahre aktiv bleiben. Auf dem Foto ist die filigrane Flügelkonstuktion sehr gut zu erkennen.
DH 82 Da bleiben keine Fragen offen! Peter Sparding´s Motte hat den gesamten Lebenslauf datailliert auf dem Leitwerk stehen. Die Maschine nahm bereits mehrmals am berühmten Moth-Treffen in Woburn Abbey teil.
DHC 1 Auch der Nachfolger der Tiger Moth, die DHC-1 Chipmunk ist Teil der Quax-Flieger Flotte. Neben der Royal Air Force hat u.a. auch die portugiesische Luftwaffe auf diesen Doppelsitzer zurückgegriffen. Obgleich die Chipmunk in diesem Jahr bereits 60 Jahre alt geworden ist, so macht der Trainer noch immer einen modernen Eindruck.
Quax Berlin Auch der Berliner Zentralflughafen Tempelhof ist einer der Quax-Flieger Stützpunkte. Einige der aktiven Piloten wohnen in der Stadt, und so ist es nur natürlich, dass zumindest eine Maschine hier stationiert ist. Die im Vordergrund stehende Piper L-18 D-EDUN ist natürlich auch Mitgleid in der Flotte!
Ka 2 Bei den Quax-Fliegern finden auch die Freunde des Gleitfluges etwas passendes für das Hobby. Die Schleicher Ka-2 Rhönlerche D-5455 ist in Hamm stationiert. Nach dem Krieg ging man dazu über, für die Pilotenausbildung nicht mehr einsitzige Schulgleiter und Gummiseilstart, sondern moderne Doppelsitzer zu verwenden.
Stampe Der dritte Doppeldecker im Bunde ist die belgische Stampe. Etwa 1000 Maschinen wurden bei der belgischen und französischen Luftwaffe als Trainer eingesetzt. In Deutschland fliegen derzeit etwa 30 Maschinen des Typs, und in Nordhorn hat ein Verein sogar eine Formationsflugstaffel gegründet.
Stampe Die D-EQXB der Quax-Flieger wurde frisch aus Belgien importiert, wo sie als OO-SVF registriert war. Der Blick ins Cocpit eines solchen Doppeldeckers verdeutlicht, dass man nicht unbedingt viele Instrumente benötigt, um viel Spaß an der frischen Luft zu haben.
Klemm 107 Im Gegensatz zu den offenen Doppeldeckern mutet das Reiseflugzeug Klemm 107 richtig modern an, dabei stammt der Entwurf aus dem Jahr 1938! Bis 1940 konnten allerdings nur noch 7 Maschinen gebaut werden. Die Klemm ist ein gutes Beispiel dafür, wie fortschrittlich der deutsche Leichtflugzeugbau in den dreißiger Jahren gewesen ist!
Klemm 107 Glücklicherweise haben die Pläne für die Klemm 107 die Kriegswirren überstanden. Und so konnte die überarbeitete Version 1955 wieder in Produktion gehen. Die Klemm 107 B und C wurden als Dreisitzer bis 1961 bei Bölkow in Nabern/Teck gebaut. Das Nachfolgemuster Bölkow 207 hatte dagegen 4 Sitzplätze.
Fw 44 Die Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz macht richtig was her. Die Konstruktion von Kurt Tank ist wesentlich komplexer als die Bücker Jungmann. Beispielsweise wurde das gesamte Rumpfgerüst gasdicht ausgeführt, um Korrosion von Innen zu vermeiden. So wie auf diesem Foto aus dem Jahr 2004 werden Sie den Stieglitz allerdings nicht mehr erleben.
Fw 44 Nachdem der Motor der Stieglitz bereits im Jahr 2004 bei www.motobende.de restauriert worden ist, ist derzeit die gesamte Zelle in der Überholung. Im kommenden Frühjahr wird die Maschine wieder in einer historischen Kunstfluglackierung am Himmel zu bewundern sein.
Formation Die Klassiker Tiger Moth und Bücker Jungmann über einem Teil des klassischen Ruhrgebiets. In der kommenden Saison wollen die Quax-Flieger verstärkt in Formation auftreten.
Formation Die Chipmunk wird ab 2007 wieder durch die renovierte Stieglitz ersetzt. Dann können wir uns alle auf ein neues Highlight auf Oldtimerveranstaltungen freuen. In diesem Sommer haben die Jungs fleißig den Formationsflug geübt.
 

 

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