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Air Force Museum of New Zealand

Christchurch, Neuseeland

- von Gerhard Schmid -

Christchurch ist mit mehr als 340.000 Einwohnern eine der größen Städte Neuseelands. Spätestens seit dem 22. Februar 2011, als ein schweres Erdbeben der Stärke 6,3 diese schöne, von englischer Architektur geprägte Stadt teilweise dem Erdboden gleich gemacht hat und 185 Menschen dabei ihr Leben verloren, rückte die Stadt am anderen Ende der Erde in den Blickpunkt der welteiten Öffentlichkeit. Fast 5 Jahre später, im April 2015, bestimmen die Zerstörungen noch immer das Bild des Stadtzentrums. So hat die einst malerische Kathedrale ihren Turm vollständig eingebüßt und wird mit zahlreichen stützenden Stahlträgern vor dem vollständigen Einsturz bewahrt. Ein Stück westlich des Zentrums befindet sich ein weiteres Highlight der Südinsel Neuseelands, das der luftfahrtinteressierte Reisende keinesfalls versäumen sollte.

1987 eröffnete auf der alten Wigram Air Force Base das Royal New Zealand Air Force Museum. Ziel der Verantwortlichen war es, den Besuchern nicht nur auf die vielerorts trockene Weise historische Flugzeuge zu präsentieren. Man wollte einen Schritt weiter gehen und das interessierte Publikum auch an laufenden Restaurationsprojekten teilhaben lassen. Und in den Werkstatthallen lassen sich in der Tat einige sehr interessante und seltene Exponate entdecken.

Open Cockpit Experiences locken ebenso wie ein Mosquito Flugsimulator, in dem Einsatzflüge aus dem zweiten Weltkrieg nachvollzogen werden können. Geführte Touren durch die Geschichte der neuseeländischen Luftwaffe gibt es den ganzen Tag über und selbst das Schicksal derjenigen Piloten, die auf feindlichem Territorium gestrandet und in Kriegsgefangenschaft gelangt sind, wird in den lebensgroßen Dioramen der POW Ausstellung beleuchtet.

Das RNZAF Museum in Christchurch ist ein MUSS für den Neuseelandreisenden! Weitere Infos auf der offiziellen website des Museums www.airforcemuseum.co.nz

18 Aermacchi MB-339 wurden 1990 als Ersatz für die veralteten BAC Strikemaster angeschafft. NZ6460 flog auch mit dem Aerobatic Team "The Black Falcons". Die Douglas A-4 Skyhawk im Hintergrund ist eine Leihgabe der US NAVY. Eigentlich eine A-4L wird sie als A-4K ausgestellt, wie sie die RNZAF in den 70er Jahren flog.
Ein Blick von der Galerie zeigt die Moderne und spannende Präsentation der Exponate.
Die Avro 652A Anson Mk.I ist kein Original. Ihr Rumpf ist aus Glasfaser gebaut, aber das fällt bestenfalls beim sehr genauen Hinsehen auf. 23 Ansons flogen bei der RNZAF als Aufklärer und zur Navigationsausbildung.
Die gelbe Auster Mk.7c war zwischen 1956 und 1961 an zwei neuseeländischen Antarktis Expeditionen beteiligt. Die P-51 NZ2410 im Farbschema des No. 4 Squadron Territorial Air Force in Taieri, 1951-55, war eine von 30 Mustangs, die aus den USA als Ersatz für die geliehenen Corsairs kamen.
Als eine von vier Maschinen wurde diese Avro 626 1935 erworben und bei der No. 1 Flying School in Wigram zur Pilotenausbildung verwendet. NZ203 wurde von Museum 1980 von einem privaten Eigentümer erworben und flugfähig restauriert. Heute steht sie nur noch in der statischen Ausstellung.
Lebensgroße Dioramen bieten Einblicke in das großteils improvisierte der Wartungsmannschaften, die mit minimaler Ausstattung die Flugzeuge einsatzbereit halten mussten.
N6460 ist eine Sopwith Pup Replica, die 1986 von Skysport Engineering in England gebaut wurde. Beim Erstflug stürzte sie ab und kam beschädigt durch einen Tausch gegen eine P-47 nach Neuseeland wo sie nun im Anstrich einer Pup des No. 3 Squadron ausgestellt ist.
In den zahlreichen Vitrinen finden sich Exponate aus längst vergangenen Tagen und teilweise - wie bei diesen Stücken aus dem ersten Weltkrieg - von Kriegsschauplätzen in Europa.
2016 sollte diese Airspeed Oxford fertig restauriert die Ausstellung bereichern. 299 Maschinen wurden an die RNZAF geliefert. Oxford PK286 wird eine Mk.I.
Ein recht seltenes Stück ist dieser Mercedes D.IVa Sechszylindermotor aus dem Jahr 1917, der in schwereren Flugzeugen wie AEG G.IV oder Albatros C.X und auch in Zeppelinen Verwendung fand.
Dieses verwitterte und verbogene Gerüst ist das Rumpfvorderteil eines seltenen Vickers Vildebeest. Das Museum hat sich vorgenommen eine Replica dieser Maschine zu bauen.
Dieses weit aufgerissene Maul gehört zu einem Bristol 170 Freighter Mk.31M. Von 1952 bis 1977 waren 10 dieser Maschinen mein No. 41 Squadron im Einsatz.
Ein großer Teil des Rumpfes der Vildebeest Replica ist bereits hergestellt. Ein original Bristol Pegasus IIM3 Sternmotor steht bereit.
Die Treppe führt ins Innere einer Hawker Siddeley Andover. Ab Mitte der siebziger Jahre wurden diese Transporter als Nachfolger der C-47 Dakota und der Bristol Freighters eingeführt.
Fast 50 Jahre war diese Bell 47G-3B-1 Sioux als leichter Beobachtungs- und Verbindungshubschrauber im Dienst ehe sie 2012 in die Sammlung aufgenommen wurde. Rechts eine Bristol Andover.
Auf den neuseeländischen Fregatten HMNZS Waikato, Canterbury, Wellington und Southland waren die Westland Wasp Helikopter von 1965 bis 1998 im Einsatz und wurden durch Kaman Seasprite abgelöst.
Für die Unterstützung und die freundliche Betreuung bei unserem Besuch im April 2015 bedanken wir uns herzlichst bei Dave Clearwater und dem Team des Air Force Museum of New Zealand.
 

 

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