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Lone Star Flight Museum, Galveston, Texas (USA)

ein Tipp von Hartmut Seidel

Im U.S. Bundesstaat Texas, etwa 60 Kilometer südöstlich der bekannten Millionenmetropole Houston, liegt direkt am Golf von Mexico die kleine Stadt Galveston. Dort, direkt am Galveston International Airport Scholes Field, liegt das Lone Star Flight Museum. Neben der Texas Aviation Hall of Fame, einer Ruhmeshalle mit sehr interessanten Informationen über berühmte Flieger und Luftfahrtunternehmer aus Texas, hat dieses Museum vor allen Dingen eine beeindruckende Sammlung von etwa 30 Flugzeugen, darunter viele absolute Raritäten! Alle Maschinen befinden sich in einem sehr guten Zustand und das besondere ist, daß die meisten Flugzeuge des Museums sogar immer noch flugfähig sind und zum Teil auch noch bei Airshows im Flug bewundert werden können! Wir von AirVenture hatten schon viel über dieses Museum gehört und ein Besuch stand natürlich mit ganz oben auf unserer Wunschliste. AirVenture-Teammitglied Hartmut Seidel hatte im Oktober 2002 dann schließlich die Gelegenheit zu einem Besuch und kam mit leuchtenden Augen zurück. In diesem zweiteiligen Bericht können nun auch Sie den beeindruckenden Anblick genießen, der sich ihm geboten hat!

Teil 1 / Teil 2

 

Tigercat

Tigercat

Tigercat

Eine ganz besonders interessante Maschine in der Sammlung des Lone Star Flight Museum ist diese Grumman F7F Tigercat, eine von den nur noch ganz wenigen flugfähigen Exemplaren dieses Typs. Bei der Museumsmaschine handelt es sich um die Nachtjägerversion F7F-3N und sie trägt einen Anstrich der MARINES. Während meines Besuchs wurden an dieser Tigercat gerade Wartungsarbeiten durchgeführt. Die Maschine war aufgebockt und wie auf den Fotos gut zu sehen wurde im Rahmen der Arbeiten auch das Fahrwerk eingefahren und wieder ausgefahren. Da die Tigercat ursprünglich für den Einsatz von Flugzeugträgern konzipiert wurde verfügt sie zum Platzsparen über nach oben klappbare Tragflächen. Grumman Tigercats kamen während des Korea-Kriegs zum Kampfeinsatz. Später wurden viele Tigercats als "Wasserbomber" für die Bekämpfung von Waldbränden verwendet. Diese Tigercat hier befindet sich seit 1985 im Besitz des Lone Star Flight Museum.
B-17

B-17

Diese Boeing B-17 G Flying Fortress wurde im Herstellerwerk am 8. Mai 1945 fertiggestelt, also am Tag des Kriegsendes in Europa ! Im Jahre 1947 wurde die Maschine vom Institute Geographique Nationale in Frankreich gekauft und diente 35 Jahre lang als Vermessungsflugzeug und für die Anfertigung von Luftaufnahmen zur Erstellung geographischer Karten. Dann wurde die Maschine nach England verkauft und 1987 vom Lone Star Flight Museum erworben. Anschließend wurde diese B-17 in 25.000 Arbeitsstunden restauriert und wieder in einen Weltkrieg II-Bomber zurückverwandelt. Die Maschine erhielt den Noseart-Namen "Thunderbird" und ist nach wie vor flugfähig und auch regelmäßig auf amerikanischen Airshows zu sehen.
Corsair Das Lone Star Flight Museum verfügt auch über ein flugfähiges Exemplar des berühmten amerikanischen Marinejägers Chance Vought Corsair. Die Corsairs sind vor allen Dingen durch ihren weitverbreiteten und sehr erfolgreichen Kampfeinsatz im Zweiten Weltkrieg berühmt geworden, wurden aber später auch im Koreakrieg noch oft eingesetzt. Bei der Museumsmaschine handelt es sich um die Allwetter-Nachtjägerversion mit der genauen Bezeichnung F4U-5NL. Sie trägt die Markierungen und die Noseart ( "Annie-Mo" ) einer Corsair der U.S. Navy die im Koreakrieg verwendet wurde.
Havoc Eine ganz besondere Rarität im Lone Star Flight Museum ist diese Douglas A-20 Havoc. Von diesem Flugzeugtyp, der auch unter der in Großbritannien verwendeten Bezeichnung "Boston" bekannt ist, wurden von allen Versionen insgesamt über 7000 Maschinen gebaut. Nur wenige davon sind heute noch übrig und diese A-20 im Museum ist sogar als weltweit einzigste von ihnen noch in einem flugfähigen Zustand ! Havocs bzw. Bostons kamen im Zweiten Weltkrieg an fast allen Kriegsschauplätzen zum Einsatz und etwa die Hälfte aller produzierten Maschinen wurden an die Sowjetunion geliefert. Diese Maschine hier wurde 1943 im Douglas-Werk von El Segundo / Kalifornien gebaut. Sie hatte nach dem Krieg verschiedene zivile Besitzer und wurde 1991 vom Lone Star Flight Museum erworben.
Lightning

Lightning

Lightning

Diese Lockheed P-38 L Lightning wurde nachträglich mit dem Anstrich versehen, wie sie die Lightning "Putt Putt Maru" des Colonels Charles H. MacDonald im Einsatz auf dem Pazifischen Kriegsschauplatz getragen hat. Colonel MacDonald war Commander der 475th Fighter Group. Er schoss 27 Japanische Flugzeuge ab und war damit einer der erfolgreichsten amerikanischen Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs. Auch auf dem Europäischen Kriegsschauplatz wurden die berühmten P-38 Lightnings sehr erfolgreich als Jäger und Jagdbomber eingesetzt und bekamen schließlich bei ihren Deutschen Gegnern sehr respektvoll den Spitznamen "Gabelschwanzteufel". Diese Maschine hier wurde nach dem Krieg übrigens nach Honduras geliefert. In den sechziger Jahren kam diese Lightning dann wieder zurück in die USA und wurde 1987 vom Lone Star Flight Museum erworben. Die Maschine ist übrigens auch im flugfähigen Zustand.
Mitchell

Mitchell

Diese North American B-25 Mitchell trägt den Anstrich der U.S. Navy Version der Mitchell mit der Bezeichnung PBJ-1. Die flugfähige Maschine wurde 1986 von dem Museum erworben und ist auch heute noch bei Airshows im Flug zu bewundern!

Die Nose-Art der B-25 "Special Delivery" ,eine leichtbekleidete Schönheit, die als "Speziallieferung" eine Bombe trägt, ist ein schönes Beispiel für die bei amerikanischen Flugzeuge des zweiten Weltkrieges fast obligatorische Bemalung der Flugzeuge.

Thunderbolt Die mächtige Republic P-47 D Thunderbolt ist das schwerste einsitzige einmotorige Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs. Eine Thunderbolt wiegt etwa doppelt so viel wie eine Spitfire! Ausgestattet ist die Maschine mit einem Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp Doppelsternmotor. Diese Thunderbolt hier wurde 1947 an die Luftwaffe von Venezuela verkauft. Anfang der neunziger Jahre kam die Maschine wieder zurück in die USA und 1998 wurde sie vom Lone Star Flight Museum erworben. Die Maschine wird auch noch regelmäßig bei Airshows im Flug gezeigt!
Harpoon Die Lockheed PV-2D Harpoon ist eine weiterentwickelte Version des Lockheed PV-1 Ventura Aufklärungsbombers der U.S. Navy. Diese Maschine hier wurde 1949 von einem Rancher in Colorado erworben zwecks Verwendung als Landwirtschafts-Sprühflugzeug. Seit 1991 gehört diese Lockheed Harpoon dem Lone Star Flight Museum. Die Maschine ist zwar grundsätzlich immer noch flugtüchtig, wird aber nicht mehr aktiv geflogen.
Mustang Diese North American P-51 D Mustang "Gunfighter" gehört der berühmten Commemorative Air Force, die natürlich viel bekannter ist unter ihrem bis 2001 verwendeten viel besser klingendem Namen Confederate Air Force.
Spitfire Die Supermarine Spitfire des Museums soll noch die Markierungen der Maschine des in Texas geborenen Jagdfliegers Lance Wade bekommen, der im Zweiten Weltkrieg für die britische Royal Air Force geflogen ist und bei seinen Einsätzen im Mittelmeerraum insgesamt 23 Luftsiege erzielte.
Skyraider

Skyraider

Obwohl zum Zeitpunkt des Vietnam-Kriegs schon veraltet wurden in Vietnam noch über 1000 Maschinen vom Typ Douglas Skyraider eingesetzt, wo sie sich im Kampfeinsatz vor allem beim Angriff auf Bodenziele ausgezeichnet bewährt haben und somit zu einem Alptraum für Ho Chi Minh wurden, wie die Noseart "Uncle Ho's Nightmare" ja schon sehr zutreffend sagt!
Wildcat Wie die meisten anderen Flugzeuge im Lone Star Flight Museum ist auch die im Jahre 1991 vom Museum erworbene Grumman Wildcat heute noch flugfähig. Während die Bezeichnung der bei Grumman selbst hergestellten Wildcats F4F lautet, handelt es sich bei dieser Wildcat um eine bei der Eastern Aircraft Division von General Motors gebaute Maschine mit der Bezeichnung FM-2.
Hustler

Hustler

Ein ganz besonderer Leckerbissen für jeden Flugzeugfan, den man im Lone Star Flight Museum bewundern kann, ist der in den fünfziger Jahren während des "Kalten Krieges" konstruierte Mach 2 schnelle Atombomber Convair B-58 Hustler. Von diesem ausserordentlich schnittigen Flugzeug wurden insgesamt 116 Maschinen gebaut. Acht dieser Maschinen, darunter auch diese hier, waren eine Trainerversion mit der Bezeichnung TB-58. Die B-58 Überschallbomber waren von 1960 an zehn Jahre lang beim U.S. Air Force Strategic Air Command im Dienst. Es waren außerordentlich gute und leistungsfähige Flugzeuge, allerdings waren die Betriebskosten extrem hoch. Hauptsächlich aus diesem Grunde wurden die B-58 schließlich im Jahre 1970 außer Dienst gestellt. Die Maschine im Lone Star Flight Museum ist eine Leihgabe des U.S. Air Force Museums.
F3F

F3F

Bei der Grumman F3F-2 handelt es sich um ein Jagdflugzeug fü den Einsatz auf Flugzeugträgern. Die Maschinen vom Typ Grumman F3F-2 waren die letzten Doppeldecker-Jagdflugzeuge die bei der U.S. Navy in Dienst gestellt wurden. Zum Zeitpunkt des Eintritts der USA in den Zweiten Weltkrieg dienten Maschinen dieses Typs nur noch als Schulflugzeuge und Kurierflugzeuge. Sie kamen nicht mehr in den Kampfeinsatz.

Hier geht's weiter zu   >>>Teil 2

 

 

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