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Militärisches Luftfahrtmuseum Soesterberg

- Ein Tip von Torsten Mörke -

Auch unsere Holländischen Nachbarn haben ein echtes Highlight für Flugzeugfans zu bieten. Das Museum der "Luchtmacht" in Soesterberg. Etwas außerhalb der Stadt, liegt es in direkter Nähe zum Amerikanischen Luftwaffenstützpunkt "Camp new Amsterdam".

Die Sammlung ist durchweg beeindruckend. Nicht nur die Größe, sondern vor allem die Qualität ist hier überzeugend. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sehen alle Flugzeuge aus wie gerade erst vom Band gelaufen. Etwas vergleichbares habe ich bisher in keinem Museum gesehen. Die Ausstellung ist zum Großteil überdacht. Während sich in der ersten Halle vor allem die Jets und Hubschrauber befinden, kann man in der zweiten Halle einige Raritäten aus der Zeit der Kriege bewundern. Auf dem Aussengelände findet man schließlich noch eine F86, F100, F102 und F15, die von den Amerikanern gestiftet wurden.

Einige "Leckerbissen" möchte ich besonders erwähnen. Direkt im Eingang zu Halle 1 fällt die große Dornier 24 auf. Dieses Flugboot gehört zu den letzten Exemplaren seines Typs und ist alleine schon den Besuch wert. In Halle 2 finden wir neben einer Spitfire eine wunderschöne, blankpolierte P51 Mustang. Auch dieses Modell ist auf dem Europäischen Festland eine wahre Seltenheit.

Ein paar Infos für den Besucher: Das Museum ist mit dem Auto gut zu erreichen und bietet ausreichend kostenfreie Parkplätze. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos. Fotografieren ist ohne Einschränkung erlaubt. Jedoch ist die visuell eindrucksvolle Beleuchtung ein Problem: Entweder Sie verwenden einen sehr starken externen Blitz, oder eine Kamera mit Langzeitbelichtung und Stativ. Mit einer solchen Kamera kann man bei 1-2 Sekunden Belichtungszeit (bei 400 ISO) sehr schöne Aufnahmen machen. Herkömmliche Kameras (auch digitale) versagen in den dunklen Hallen leider völlig. Ein Museumskatalog gibt es leider nicht. Es ist jedoch für 3 Euro ein Heft mit der Geschichte des Museums erhältlich. Dieses Heft gibt es aber leider nur in holländisch.

Besondere Beachtung sollte der alljährliche "Tag des offenen Cockpits" finden. Das Museum gibt den Besuchern hier die Möglichkeit, die Cockpits vieler Flugzeuge und Hubschrauber zu besteigen. Ausgenommen sind natürlich die historisch wertvollen Oldtimer. Gut, man kommt sich als erwachsener Mann in einer Schlange mit 20 Kindern etwas blöd vor, aber wo sonst kann man schon in einer F16 sitzen? Infos hierzu gibt es auf der Homepage des Museums.

Fazit: Immer einen Besuch wert.

Die Farman HF-20 (Baujahr 1913) ist das älteste Flugzeug der Sammlung. Sie wurde durch einen Gnôme Lampda Sternmotor mit 80 PS angetrieben.
Die ausgestellte Fokker DVII besteht nach Aussage des Museumspersonals zu 90% aus Originalteilen.
Bei dieser Fokker D-XXI handelt es sich um einen Nachbau des Jägers aus dem Jahre 1936.
Auch in den Niederlanden setzte man die North American Harvard AT-6 zur Ausbildung der Jagdpiloten ein.
Das Museum verfügt neben dieser originalen Supermarine Spitfire LF.Mk.IX.C noch über einen Nachbau des gleichen Typs, der im Außenbereich ausgstellt ist.
Die ausgestellte P-51 North-American Mustang diente ursprünglich der KNIL (Königlich Niederländischen Luftwaffe) in Niederländisch-Indien.
Die Hawker Sea Fury F.B. 51 ist einer der letzten und größten Props die während des zweiten Weltkriegs gebaut wurden. Sie wird noch heute gerne für Airraces verwendet.
Bei dieser Fokker G-1A handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau.
Auch diese North American B-25 J Mitchell diente ursprünglich in Niederländisch-Indien.
Das eigentliche Highlight in Soesterberg ist diese originale Dornier DO-24 K. Es handelt sich um eine Dauerleihgabe eines Englischen Museums.
Im Außenbereich des Museums gibt es mit der Douglas Skytrain C-47 (Dakota) einen weiteren Vertreter aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zu sehen.
Das anbrechende Jetzeitalter wird durch die Gloster Meteor MK4 repräsentiert.
Auch die Niederländische Luftwaffe setzte Maschinen vom Typ Republic F-84G Thunderjet ein. Mit der Entwicklung dieses Typs wurde bereits gegen Ende des zweiten Weltkriegs begonnen.
Die Republic F-84F Thunderstreak ist eine Weiterentwicklung der Thunderflash, die sich unter anderem durch Ihre gepfeilten Flügel vom Vorgängermodell unterscheidet.
Während des Koreakrieges erwies sich die North American F-86 als zuverlässiger Jäger und wurde in Folge der Standardjäger der westlichen Luftwaffen.
Die North American Super Sabre F-100 (hier Modell "D") war der erste einsatzfähige Überschalljäger der Welt. Bei der Türkischen Luftwaffe stand sie noch bis in die achtziger Jahre im aktiven Dienst.
Auch in den Niederlanden wurde die legendäre Lockheed F-104G Starfighter genutzt.
Als einziger Vertreter des ehemaligen Warschauer Pakts ist die Mikoyan MIG 21 PFM in Soesterberg zu sehen.
Wussten Sie schon, dass auch die Niederlande über einen Flugzeugträger verfügte? Auf der Hr. Ms. Karel Doorman wurde unter anderem die Hawker Sea Hawk FGA 50 genutzt.
De Niederländische Marine hat 1960 von den USA 28 Grumman S-2A Tracker erhalten, die ältere Maschinen vom Typ Grumman Avenger ersetzt haben.
Die Northrop NF-5B ist die zweisitzige Trainingsversion des erfolgrichen leichten Überschlljägers, von dem zwischen 1960 und 1972 ca. 2000 Exemplare gebaut wurden.
Die Überaus erfolgreiche Englische Hawker Hunter wurde neben Belgien, Schweden und Dänemark auch von der Niederländische Luftwaffe eingesetzt.
Vom 32nd Tactical Fighter Squadron der USAF (stationiert in Soesterberg) stammt diese Mc Donnell Douglas F-15A.
Insgesamt 213 Exemplare der General Dynamics F-16A wurden von den Niederlanden beschafft. Eine genießt bereits ihren Ruhestand im Museum.
Diese Bo-105 wurde außer Dienst gestellt, nachdem Sie mit einer Hochspannungsleitung zusammengestoßen ist. Glücklicherweise konnte die Besatzung den Hubschrauber noch kontolliert landen.
Die Hiller OH-23C Raven wurde in den 50er Jahren als leichter Unterstützungs und MedEvac Hubschrauber für die US-Army gebaut.
Militaire Luchtvaart Museum/
Kamp van Zeist 2-4
3769 DL Soesterberg
Netherlands
Di bis Fr 10-16:30 + So 12-16:30 Uhr
http://www.militaireluchtvaartmuseum.nl/
Tel.: +31 (0)346 - 35 60 00
Fax: 31 (0)346 - 35 60 20
 

 

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