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Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz

- Ein Bericht von Torsten Mörke -

Die Wehrtechnische Studiensammlung in Koblenz (WSS) wurde 1962 gegründet und präsentiert die technische Entwicklung aller Waffengattungen. Sie dient hauptsächlich der Ausbildung von Soldaten, jedoch ist die Ausstellung für Jedermann frei zugänglich. Im Hauptgebäude (einer alten Kaserne) gibt es eine große Sammlung von Handfeuerwaffen / Maschinengewehren und technischen Geräten (elekronisch, mechanisch und optisch). Größere Exponate wie Fahrzeuge und Flugzeuge sind in der angrenzenden Halle ausgestellt. Sehr interessant ist darüber hinaus die Sammlung manipulierter Munition und Rohrkrepierer.

Natürlich interessiert mich mal wieder vor allem die Flugtechnische Sammlung. Hier hat die WSS einige Besonderheiten zu bieten, unter anderem drei sehr interessante Deutsche Prototypen: F104-CVV, VAK 191B und das VFW / Fokker Flugestell. Neben diesen Exponaten scheinen die ebenfalls ausgestellten MIG21 + 23, Mirage IIIC, Nord 2501 Noratlas und FIAT G.91 fast schon langweilig. Die WSS besticht aber weniger durch die Menge der ausgestellten Flugzeuge, vielmehr sind es die vielen kleinen Exponate, die den technisch interessierten Besucher begeistern werden.

Da ich die WSS während meiner alljährlichen Motorradtour besucht habe, konnte ich aus verständlichen Gründen natürlich nicht meine Spiegelrelfexkamera mitnehmen. Die gezeigten Bilder entsprechen daher leider nicht unserem gewohnten Standard.
Fotografieren ist vor Ort übrigens uneingeschränkt erlaubt. Wie Sie an den gezeigten Bilder erkennen können, sind die Licht- und Platzverhältnisse jedoch sehr schlecht. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Kostenlose Parkplätze sind direkt vor dem Gebäude ausreichend vorhanden. Weitere Informationen unter www.bwb.org/WTS .

Alouette II Die Hubschrauber vom Typ Aerospatiale Alouette II haben über mehrere Jahrzehnte im Einsatz bei der Bundeswehr treue Dienste geleistet. Sie wurden überwiegend für Schulungs-, Beobachtungs- und Verbindungsaufgaben eingesetzt.
Mi-24 Die Mil Mi-24 "Hind" war ein echter Russischer Exportschlager. Auch die NVA bestellte ab 1978 insgesamt 54 Maschinen dieses Typs. Nachdem der Typ 1992 von der Luftwaffe ausgemustert wurde, gelangten diese Maschinen als Ersatzteilspender nach Polen und Ungarn und in diverse Europäische Museen.
Alpha Jet / MiG-21 Die beengten Verhältnisse in Koblenz erschweren das Fotografieren ungemein. Gerade in der Luftfahrthalle stehen die Exponate dicht gedrängt nebeneinander. Hinter dem Alpha Jet steht eine MiG-21 der NVA.
Alpha Jet Der Alpha Jet war eine Deutsch-Französiche Gemeinschaftsproduktion aus dem Jahr 1973. Während er bei den Französischen Luftstreitkräften nur als Trainer benutzt wurde, gab es bei der Luftwaffe auch eine Version als leichter Jagdbomber.
MiG-23 Der Prototyp der MiG-23 flog zu ersten Mal im Jahre 1967 und sollte die MiG-21 als Jagdflugzeug ablösen. Sie wurde bis einschließlich 1978 gebaut und erreichte eine Stückzahl von ca. 11.000 Stück.
Nord 2501 Das größte gezeigte Exponat der WSS ist die Nord 2501 Noratlas. Sie war lange Zeit das Standard-Transportflugzeug der Deutschen Luftwaffe.
Starfighter CCV Die F-104CCV (Control Configured Vehicle) war das erste absichtlich instabil ausgelegte Flugzeug mit fly-by-wire Steuerung. Dazu wurde eine Standard F-104 mit Canard-Flügeln oberhalb der Lufteinlässe ausgestattet.
Starfighter CCV Die Canard-Flügel der F-104CCV im Detail. Die mit diesem Testflugzeug gewonnenen Erkenntnisse dienten als Grundlage für die Entwicklung späterer Typen wie der X-31 oder dem Eurofighter.
VAK 191 Die VFW-Fokker VAK 191 wurde als senkrecht startender Ersatz für die Fiat G.91 in Deutschland entwickelt. Der Erstflug dieses Typs fand am 10.09.1971 statt, jedoch wurde das Programm (nachdem es bereits 250 Millionen DM verschlungen hat) nur ein Jahr später eingestellt.
VAK 191 Nahansicht der Hubdüsen der VAK 191. Die hier ausgestellte Maschine ist einer von nur drei gebauten Prototypen.
Jumo 009 Das Junkers Jumo 009B war das erste voll   einsatzfähige und in Serie gebaute Strahltriebwerk der Welt.
Jumo 009 Fräse Diese Fräsmaschine ist ein Beispiel dafür, welch einfache Mittel für die Produktion des Jumo 009 benutzt wurden.
Jumo 211 Der Junkers Jumo 211 war mit 68.248 gebauten Exemplaren der meistgebaute Deutsche Flugmotor des zweiten Weltkriegs. Er brachte eine Leistung von 1340 PS bei 2600 U/min mit einem Hubraum von 35 Litern.
HWK 109507 Raketenmotor Ein seltenes Originalexemplar des HWK 109-507 Raketenmotors, der unter anderem für die Flügelbombe Henschel Hs 293 vorgesehen war und 570Kp Schub lieferte.
Lenkwaffen Die WSS verfügt über eine sehr große Sammlung von Lenkwaffen, die meist im Querschnitt aufgeschnitten sind und einen Einblick in die komplexe Technik bieten.
R4M Eine weitere Besonderheit der Ausstellung ist die Deutsche R4M "Orkan" Rakete. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs wurden noch ca. 10.000 bis 12.000 Exemplare dieser 4 kg schweren Rakete produziert.
 

 

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