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Logo der AIA 2001

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Australian International Airshow 2001

(100 gute Fotos von der ersten ganz großen Airshow der Saison 2001)

-von Hartmut Seidel-

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Wenn man einen richtig schönen Urlaub machen will ist Australien für jedermann das richtige Ziel. Tolle Städte, nette Leute, wunderschöne Landschaften. Und für den Flugzeugfan ist Australien ein ganz besonders schönes Ziel, denn neben den schon erwähnten Vorzügen gibt es in Australien auch eine Menge toller Mitflugmöglichkeiten und gute Flugveranstaltungen. Und dieses Jahr gab es nicht mehr und nicht weniger als die größte australische Airshow aller Zeiten zu bewundern: Die Australian International Airshow 2001 auf dem Avalon Airport im Australischen Bundestaat Victoria, ca. 50 Kilometer südwestlich von Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne entfernt und ca. 18 Kilometer nördlich der Stadt Geelong gelegen. Diese Airshow findet alle 2 Jahre statt, und der diesjährige Termin 13. bis 18. Februar 2001 war die fünfte Ausgabe in Avalon. Organisiert wird die Australian International Airshow von der Organisation AirShows DownUnder, einer Abteilung der Aerospace Foundation of Australia. Ähnlich wie die Internationale Luftfahrtausstellung in Berlin ist die Australian International Airshow auch eine Verkaufsmesse, weswegen die ersten Tage der Airshow, 13. bis 16. Februar, für Fachbesucher reserviert waren. Dafür ging es dann aber an den für das allgemeine Publikum geöffenten Tagen am Samstag und Sonntag den 17. und 18. Februar ganz besonders zur Sache, mit einem täglichen 6 Stunden - Flugprogramm, welches keine Wünsche offen ließ. Es wurde in großer Zahl für jeden etwas geboten: Moderne Militär- und Zivilflugzeuge, Oldtimer und Warbirds, Hubschrauber, Formationskunstflug und natürlich in großer Zahl die Flugzeuge und Hubschrauber der Australischen Luftwaffe, Heeresflieger und Marineflieger. Ein besonders wichtiges Thema der diesjährigen Airshow war übrigens der 80. Geburtstag der Royal Australian Air Force (RAAF). Dieses Jahr wurde für das allgemeine Publikum übrigens zusätzlich zur Wochenendairshow noch am Freitagabend dem 16. Februar von 18 Uhr bis 22.30 Uhr eine Nachtairshow geboten: Die Friday Boeing Night Alight Airshow! Dort wurde einem bei Sonnenuntergang und schließlich richtig schwarzer Nacht ein so reichhaltiges Flugprogramm geboten, wie es bei so mancher europäischen Airshow an einem ganzen Tag nicht geflogen würde! Besonders beeindruckend dabei die Pyrotechnischen Effekte, ganz besonders die "Wall of Fire".

Sehen Sie nun auf den folgenden 100 Fotos den Grund, warum Sie als Flugzeugfan Ihren Jahresurlaub 2003 unbedingt in Australien verbringen sollten! (HS)

Teil A (Fotos 1 bis 34) Australische Militärflugzeuge

F-111

F-111

F-111

F-111 "Dump and Burn"

Der besondere Reiz einer Airshow in Australien ist die Tatsache, daß man dort Flugzeugtypen im Flug geboten bekommt, die man in Europa mittlerweile gar nicht mehr oder nur noch extrem selten zu sehen bekommt! Ein gutes Beispiel hierfür ist die General Dynamics F-111, von der 35 Maschinen bei der Royal Australian Air Force im Dienst stehen und auch noch ein Weilchen im Dienst bleiben werden. Durch Modifizierungen ist geplant, die F-111 noch bis mindestens 2015, eventuell sogar bis 2020 im Einsatz zu halten! Dies zeigt die hohe Lebensdauer des alten Schlachtrosses  F-111, von der die Royal Australian Air Force im Jahre 1973 das erste Exemplar  erhalten hat! Das Flugprogramm dieses Schwenkflügel - Jagdbombers war sehr  eindrucksvoll. So flog die F-111 einen vollen Looping , was für ein so großes und schweres Flugzeug schon eine enorme Leistung ist! Traditioneller Höhepunkt einer F-111 Flugvorführung der RAAF ist das "dump and burn-Manöver", bei welchem die F-111 beim Vorbeiflug einen riesiegen Feuerschweif hinter sich herzieht, der länger ist als das gesamte Flugzeug!

DHC-4 Caribou

DHC-4 Caribou

DHC-4 Caribou

Auch ein mittlerweile seltener Klassiker ist die De Havilland Canada DHC-4 Caribou, das älteste Flugzeug im Bestand der Royal Australian Air Force und noch mit Kolbenmotoren ausgerüstet. Die RAAF erhielt die erste Maschine dieses Typs im Jahre 1964. Die Caribou ist ein Flugzeug mit sehr guten STOL Eigenschaften (STOL = Short Take-Off and Landing = Kurzstart- und Landung) und hat eben diese Fähigkeit während der Airshow auf außerordentlich eindrucksvolle Weise vorgeführt. Im Rahmen dessen zeigte die Caribou beim Landeanflug ihre Langsamflugeigenschaften, bei denen man seinen Augen nicht traut! Man meint man könnte zu Fuß nebenherspazieren! Außerdem hat die Besatzung noch weitere schöne Manöver geflogen, z.B. wieder einen ultralangsamen Landeanflug im Rahmen dessen sie aber statt dann aufzusetzen nur die Nase heruntergenommen haben und über eine ziemlich lange Strecke nur das Bugrad über die Landebahn rollen ließen, während das ebenfalls ausgefahrene Hauptfahrwek in der Luft blieb und den Boden nicht berührt hat! Anschließend ist die Caribou wieder durchgestartet! Die unverwüstlichen Caribous werden trotz ihres fortgeschrittenen Alters auch noch etliche Zeit im Einsatz bleiben, da sie aufgrund ihrer hervorragenden Fähigkeiten bei der Royal Australian Air Force unverzichtbar sind! So waren sie z.B. auch bei der Krise in Osttimor im scharfen Einsatz.

F-111 Night "Dump and Burn" Dieses "dump and burn - Manöver" der F-111 ist schon am Tag eindrucksvoll, aber in der Nacht kommt dieser Flammenstoß noch besser zur Geltung! Aermacchi MB. 326 Die Besatzung dieses Jet-Trainers des in Italien entwickelten Typs Aermacchi MB. 326 der Royal Australian Air Force macht ihr Flugzeug klar zum Start.

F/A-18

F/A-18

F/A-18

Das wichtigste Kampfflugzeug der Royal Australian Air Force ist die McDonnell Douglas F / A - 18 Hornet, welche während der Airshow sehr gekonnt und eindrucksvoll vorgeflogen wurde! Die schon in aller Welt bewährte und wie ich finde außerordentlich schön aussehende Hornet (eines meiner Lieblingsflugzeuge) wurde 1985 bei der RAAF eingeführt und die 71 im Dienst befindlichen Maschinen werden auch noch mindestens bis 2013 im Einsatz bleiben.

MB 326+Vampire Die Aermacchi MB. 326 fliegt hier zusammen mit einem früher bei der RAAF verwendeten Düsenjäger: Der De Havilland Vampire.
Aermacci MB.326 Im Static Display stand eine weitere Aermacchi MB. 326 mit sehr eindrucksvoller Bemalung der Seitenflosse. Die MB. 326 werden bei der Royal Australian Air Force gerade nach langjähriger Dienstzeit ausgemustert.
BAe Hawk 100 Als Ersatz für die ausgemusterten MB. 326 wird gerade die neue British Aerospace Hawk 100 bei der Royal Australian Air Force in Dienst gestellt.
Pitts Special Einen Eindruck davon wie klein die berühmte Kunstflugmaschine Pitts Special doch ist bekommt man wenn sie nahe an einer Hornet vorbeirollt! Auch die Pitts Special flog bei der Airshow ein erstklassiges Kunstflugprogramm! Neben dem Jubiläum 80 Jahre Royal Australian Air Force hat Australien im Jahre 2001 übrigens noch ein weiteres Jubiläum zu feiern: 100 Jahre Unabhängigkeit. Anläßlich dessen trägt die hier zusehende Hornet einen Sonderanstrich auf dem Leitwerk. Lockheed C-130 J-30 Hercules Die neueste Version der Hercules wird gerade für die Royal Australian Air Force beschafft: Die Lockheed C-130 J-30 Hercules unterscheidet sich von den älteren Versionen der Hercules durch viele technische Detailverbesserungen, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Der am besten zu sehende äußere Unterschied: Die früheren C-130 hatten Vierblattpropeller, während die neue C-130 J-Serie sichelförmige Sechsblattpropeller hat.
PC-9 "Roulettes"

Formationskunstflug der Spitzenklasse war bei der Australian International Airshow 2001 Aufgabe der Roulettes, des Kunstflugteams der Royal Australian Air Force. Das Team fliegt mit 6 Flugzeugen des Schweizerischen Typs Pilatus PC-9 eine Vorführung, die keine Wünsche offen lässt! Die Pilatus PC-9 ist ein sehr gutes Trainingsflugzeug mit Turbopropantrieb. Es wurden insgesamt 67 Maschinen von der RAAF beschafft. Die Roulettes sind auch im Internet: www.defence.gov.au/raaf/roulettes

Roulettes "Wedge"

Roulettes "Wedge"

Die Roulettes in der Formation "Wedge" (= Keil)

Roulettes "Card-Five"

Die Roulettes in der "Card - Five" Formation.

Roulettes "Swan" Die Roulettes in der "Swan" Formation.
Lockheed P-3 C Orion

Das U - Boot - Bekämpfungs- und Seefernaufklärungsflugzeug Lockheed P-3 C Orion von der Royal Australian Air Force wurde von seiner Besatzung sehr schön vorgeflogen. Ich höre sehr gerne den Sound von Turboproptriebwerken. Und dieser Sound kam besonders zur Geltung beim letzten sehr beeindruckenden Manöver der P-3 C Flug- vorführung: Einem schnellen Vorbeiflug in 100 Fuß Höhe (30 Meter) mit einer Geschwindigkeit von 400 Knoten (740 Stundenkilometer) !!! Dieses große viermotorige Flugzeug wurde übrigens teilweise mit nur drei laufenden Motoren im Flug demonstriert. Das Abschalten eines Triebwerks ist bei der Orion eine normale Standardprozedur, die bei langen Patrouillenflügen angewandt wird um Treibstoff zu sparen.

Boeing CH-47

Boeing CH-47

Die Australischen Heeresflieger (Australian Army Aviation Corps) boten dem Publikum eine sehr gute Luftlandedemonstration. Zum Einsatz kamen mehrere Hubschraubertypen. So zeigte z. B. der mächtige Boeing Vertol CH-47 Chinook unter anderem seine Fähigkeiten im befördern schwerer Aussenlasten.
BAe HS-748

Acht Exemplare des Transportflugzeugs British Aerospace HS 748 dienen bei der Royal Australian Air Force als Trainer. Sie sind "fliegende Klassenzimmer" für die Ausbildung von Navigatoren und Elektronik-Offizieren. Einige weitere Maschinen dieses robusten Flugzeugtyps werden auch normal als Transporter verwendet.

Sikorsky "Black Hawk" Das Absetzten der Truppen aus den Sikorsky Black Hawk Hubschraubern erfolgte im Schwebeflug aus recht großer Höhe durch schnelles Herunterlassen an Seilen und zeigte damit wie man Soldaten und Spezialeinheiten auch in sehr unwegsamen Gelände, oder auch auf Gebäuden z.B. bei Anti-Terror-Einsätzen, absetzen kann.
Beechcraft 350 "Super King Air"

Diese Beechcraft Super King Air 350 gehört der Aufschrift nach zwar auch der Army, also den Australischen Heeresfliegern, trägt aber interessanterweise zusätzlich das Australische Zivilkennzeichen "VH - HPJ".

Bell UH-1 Soldaten wurden auch von Bell UH-1 Hubschraubern, dem legendären "Huey", abgesetzt.
Kaman SH - 2 G ( A ) Super Seasprite

Kaman SH - 2 G ( A ) Super Seasprite

Kaman SH - 2 G ( A ) Super Seasprite

Der Kaman SH - 2 G ( A ) Super Seasprite wird gerade ganz neu für die Australische Marine beschafft. 11 Stück sind bestellt. Es ist ein Marine - Mehrzweckhubschrauber mit der primären Aufgabe der U - Boot - Jagd.

Bell UH-1 Der Huey mit dem Kennzeichen "766" wurde nach Beendigung der Luftlande-demonstration ins Static Display gestellt. Wie übrigens nach dem Spielfilm "Apocalypse now" nicht mehr anders denkbar wurde auch diese Luftlandedemonstration über Lautsprecher mit Richard Wagners "Walkürenritt" musikalisch unterlegt.
Bell OH-58 "Kiowa" An der Luftlandedemonstration der Army Helicopters waren auch Hubschrauber des Typs Bell OH-58 Kiowa beteiligt.
 

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