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"Aviation & The Movies"

Classic Fighters Airshow 2007, Omaka Aerodrome, Blenheim, New Zealand

- von Hartmut Seidel und Gerhard Schmid -
 

Mit dem Titel "Aviation & The Movies" wird schon deutlich gemacht, dass es bei der Classic Fighters Airshw 2007 nicht nur um die Fliegerei geht. Gut, für AirVenture stellt naturgemäß der fliegerische Teil den Schwerpunkt dar. Dennoch - es gab noch viel mehr zu sehen...

Vom Grabenkrieg des ersten Weltkrieges und dem Erscheinen der ersten Panzer auf den Schlachtfeldern Frankreichs über den japanischen Überfall auf Pearl Harbor 1941, die Eroberung der Rheinbrücken beim Einmarsch der Alliierten in das Deutsche Reich 1944/45 bis hin zu Szenen aus Korea und Vietnam - ein spannendes Ereignis folgte dem Nächsten...

Das Omaka Aerodrome war die Bühne für eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert. Die Organisatoren sowies hunderte Statisten und freiwillige Helfer haben keine Kosten und Mühen gescheut um das Osterwochenende 2007 zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Teil 1: Jasta 11
Teil 2: WW I Flugzeuge
Teil 3: WW II Shows
Teil 4: Weitere Vorführungen
Aus Australien kam eine De Havilland Canada DHC-4 "Caribou" des No 38 Squadron von der RAAF Base Amberly angereist. Nach der Landung werden von der Crew noch einige Checks vorgenommen.
"Rusty" wird die Wingwalkerin gerufen, die hier auf der Tragfläche einer De Havilland DH 82 Tiger Moth steht. Mit über 60 Jahren dürfte die zierliche, kleine Dame die älteste Wingwalkerin der Welt sein.
Die DHC-4 verbindet beeindruckende STOL-Eigenschaften mit einer Zuladung von vier Tonnen. Die Konstruktion geht auf das Ende der 50er Jahre zurück. In den 90er Jahren waren Caribous bei Hilfseinsätzen in Papua Neu-Guinea, Ost-Timor und auf den Salomonen im Einsatz.
Die Thundermustang ist eine verkleinerte P-51, die von John Parker am Stead Airport in Reno, Nevada, USA vorgefertigt und dann als Bausatz verkauft wird. Mit ihrem 640 PS starken Falconer V-12 Motor ist die Thunder Mustang ein echter Hot Rod, worüber die Kiwi Thunder Group keinen Zweifel aufkommen ließ.
Der Name "TUI" unter dem Cockpit dieser De Havilland DH 89 "Dominie" in den Farben der NZ National Airways Corporation stammt von einem Neuseeländischen Vogel. Die DH 89 gehört dem Croydon Aviation Heritage Trust.
Vergleichbar mit der Deutschen Dornier Do 27 ist die Helio Courier ein Verbindungsflugzeug mit STOL-Eigenschaften, Noch mit 28 mph ist die Konstruktion aus dem Jahr 1949 flugfähig. "Air America" flog die Helio Courier in Vietnam.
Die Fantastische Kulisse der sanften Hügellandschaft ist wie gemacht für eine Oldtimer-Airshow. Mit den "Dragons" und "Dominies" wurden auch Passagierflüge veranstaltet.
Zum Thema "Air America" bot die Classic Fighters Airshow auch eine Ground Theater Einlage. Wer den Film "Apocalypse Now" kennt, der erinnert sich an die Szene, in der Lt. Col. Kilgore sein Surfbrett an einen umkämpften Strandabschnitt fliegen lässt.
Etwas kleiner als die DH 89 ist diese DH 90 "Dragonfly". Das frühe "Geschäftsreiseflugzeug" hat 4 Passagiersitze. Weltweit sind nur noch zwei Maschinen dieses Typs in flugfähigem Zustand. Die ZK-AYR gehört ebenfalls dem Croydon Aviation Heritage Trust.
Die Royal New Zealand Air Force (RNZAF) betreibt auch fünf SH-2G Seasprite Helikopter. Sie sind u. a. auf Fregatten und Patrouillenbooten stationiert und werden für Überwachungs- und SAR-Einsätze verwendet.
Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Percival Proctor V als leichtes, viersitziges Reiseflugzeug entwickelt. Die Konstruktion wurde abgeleitet von der berühmten "Gull"-Serie aus den 30er Jahren.
Im Rahmen der Leistungsdemonstration findet auch eine SAR Bergungsvorführung statt. Der Seasprite kann aber auch als Kampfhubschrauber mit Torpedos, Wasserbomben und Maverick Raketen ausgerüstet werden.
Die "Red Checkers" sind das offizielle Aerobatic Team der RNZAF. Schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg flog das Team mit Harvards, den Namen "Red Checkers" erhielt die Formation 1967. Seit 1980 ist das Team mit sechs CT-4B "Airtrainer" ausgestattet.
Wohl einer der bekanntesten Hubschrauber überhaupt dürfte der UH-1 sein. Einmalig waren hingegen die Vorführungen, die von der Crew dieses "Iroquois" der RNZAF geboten wurde. Da hielten auch erfahrene Airshowgänger den Atem an.
Das finale Split-Manöver ist besonders spektakulär. Aufgrund des Blickwinkels ist keine Staffelung der Maschinen feststellbar. So wirkt der Split wie ein heilloses Durcheinander, das sich aber umgehend in alle Richtungen auflöst...
Auch die UH-1 Crew hat eine Rettungsdemo im Programm. Und weil weit und breit kein Wasser verfügbar ist, wird die Seenot-Rettung mit einem auf dem Trailer gezogenen Boot dargestellt...
Auf der Base Ohakea ist die Central Flying School, die kleinste Einheit der RNZAF, stationiert. Diese Harvard MkIII wird als Showflugzeug flugfähig erhalten.
Im Rahmen des "The Great War Scenario & Display" kamen neben den WW I Flugzeugen auch Bodentruppen zum Einsatz. In historischer Kleidung und mit ebenso historischen Fahrzeugen rückten sie zur "Front" vor.
Die NZ 1015 am Ende des sehr schönen Displays. Dich an der Flightline entlang grüßt der Pilot im Vorbeiflug das begeisterte Publikum.
Die kämpfende Truppe bekommt hohen Besuch. Mit großer Liebe zum Detail und perfekter Choreographie werden dem Publikum der Classic Fighters Airshow Szenen aus dem ersten Weltkrieg vorgeführt.
Nicht nur bei der "Tora! Tora! Tora!" Vorführung waren die Harvards mit von der Partie. Auch schöner Formationskunstflug mit den berühmten Trainern stand auf dem Programm.
Maßgeblichen Einfluss auf das "The Great War Scenario & Display" hat Peter Jackson, der Regisseur der "Herr der Ringe" Trilogie. Den britischen Panzer hat der Neuseeländer originalgetreu anfertigen lassen.
An Formationsvoführungen war kein Mangel bei der Classic Fighters Airshow. Vor allem die Yak-52 (Bild) und CJ-6A Trainer waren zahlreich vertreten und stellten bei "Tora! Tora! Tora!" die japanischen Angreifer dar.
Einer noch früheren Ära entstammt dieser Ritter und eigentlich sind die berittenen Schwert- und Lanzenkämpfer auch nicht bis Neuseeland vorgedrungen. Im Rahmen des traditionellen Kostümwettbewerbes ist jedoch alles erlaubt...
Einer der schönsten Doppeldecker, der je gebaut wurde: Die Beech 17 "Staggerwing", eine Entwicklung aus dem Jahr 1932. Diese beiden Maschinen in Bestzustand gehören Robin Campbell und Bill Charney.
... und so finden sich neben mittelalterlichen Gestalten auch Außerirdische, Sternenreisende und Superhelden. Was einmal mehr beweist, dass "Classic Fighters" nich nur eine Airshow sondern ein großes Fest für Familie und Freunde ist.
Die nächste Classic Fighters Airshow ist vorgesehen für den 10.-12.04.2009.

Für das Datum der nächsten Classic Fighters Airshow schauen Sie bitte regelmäßig in unseren Terminkalender. Werfen Sie auch mal einen Blick in die offizielle Classic Fighters Homepage www.classicfighters.co.nz .

E N D E

 

 

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