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Fiberclassics Airshow in Ballenstedt

10. und 11. August 2002

Ein Bericht von Hartmut Seidel

fibercl02_aufkl.jpg (11219 Byte)

Teil 1 - Warbirds und Klassiker

Teil 2 - Formations- und Einzelkunstflug

Teil 3 - Modellflugzeuge

Khalifa Team

Khalifa Team

Die Veranstalter konnten für die Fiberclassics Airshow 2002 in Ballenstedt nicht weniger als 7 (!) Formationskunstflugteams verpflichten, die auch alle gekommen sind. Das ist für eine Deutsche Airshow an sich schon eine erstklassige Leistung, aber mit dem Khalifa Jet Team wurde sozusagen "noch einer draufgesetzt" und den Zuschauern noch ein ganz besonderer Knüller geboten: Ein Jet-Formationskunstflugteam!!!!! Das Khalifa Jet Team durfte sogar auch ein volles Programm fliegen bei dem Teamleader Jaques Bothelin mit seinen Kollegen in ihren vier Jet-Trainern vom Typ Aero L-39 Albatross einmal mehr bewiesen haben, daß auch Jet-Formationskunstflug eine sehr sichere Sache ist, wenn man es richtig macht! Die Vorführung des Khalifa Jet Teams beinhaltete auch Formationslooping und "Bomb burst" Manöver, sowie neben den hier zu sehenden Formationen "Diamond" und "Swan" auch das extrem anspruchsvolle "Shadow-Manöver" bei dem die Maschinen in jeweils etwa 30 cm Abstand zueinander leicht nach hinten versetzt fliegen  und ein Flugzeug jeweils wie der Schatten (=Shadow) des anderen Flugzeugs aussieht! Glücklicherweise fand die Vorführung dieses Spitzenteams am Airshowsamstag schon ziemlich früh statt, da am Nachmittag der stundenlange strömende Regen ja sämtliche späteren Vorführungen zunichte gemacht hat. Auch die Sonntagsvorführung musste wegen der extrem niedrigen Wolkendecke leider ausfallen. Es ist wirklich zum weinen: Da lässt der Gesetzgeber nach 14 Jahren endlich wieder Jet-Formationskunstflug in Deutschland zu - und dann kommt einem das schlechte Wetter in die Quere. Naja, hoffen wir das wir uns jedenfalls in Zukunft auch noch oft an Vorführungen des Khalifa Jet Teams in Deutschland erfreuen können, am besten gleich bei der Fiberclassics Airshow 2003 !!!!! (www.khalifajetteam.com)
Cessna 310 "Taxi nach Leipzig"! Für die vier Aero L-39 Albatross Jets des Khalifa Teams ist die Landebahn des Flugplatz Ballenstedt zu kurz. Deswegen startete und landete das Khalifa Team auf dem Flughafen von Leipzig. Als Zubringerflugzeug für die Piloten von und nach Leipzig diente diese Cessna 310. Auf dem Flughafen Leipzig standen übrigens noch zwei weitere Jets: Eine Hawker Hunter und eine DeHavilland Vampire, beide von der Scandinavian Historic Flight. Wegen des schlechten Wetters am Sonntag waren diese beiden Maschinen leider nur am Samstag im Airshowprogramm zu sehen (leider sind mir von diesen beiden Jets keine Fotos gelungen).
RJF

RJF

RJF

Die Zuschauer die schon am Samstag die Fiberclassics Airshow 2002 besuchten hatten das Glück bei dem anfangs recht guten Wetter noch das sehr gute volle Formationskunstflug-Programm der weltberühmten Royal Jordanian Falcons genießen zu können. Am Sonntag war dies auf Grund des schlechten Wetters leider nicht mehr in vollem Umfang möglich, aber die jordanischen Piloten starteten auch da zu einer der niedrigen Wolkendecke angepassten Vorführung um dem trotz des schlechten Wetters angereisten Publikum doch noch fliegerisch etwas vom feinsten zu bieten! Hinter der Tatsache das dieses Team nichts unversucht lässt sein Publikum zu erfreuen steckt übrigens auch eine sehr lobenswerte Philosophie: Denn die Royal Jordanian Falcons wurden in den siebziger Jahren von König Hussein von Jordanien gegründet. Der mittlerweile leider verstorbene König Hussein war selbst ein leidenschaftlicher aktiver Flieger und wollte, daß die Royal Jordanian Falcons als Botschafter des Jordanischen Volkes für Frieden und Freundschaft weltweit unterwegs sind und die Völker der Welt über die gemeinsame Freude an der Faszination des Kunstflugs friedlich einander näher kommen! Eine ausserordentlich lobenswerte Absicht die hier von Jordanien ausgeht und an der sich so mancher andere Staat im Nahen Osten dringend (!!!) ein Beispiel nehmen sollte (!!!). Die Royal Jordanian Falcons fliegen ihre hervorragenden Vorführungen mit vier Flugzeugen des in Deutschland gebauten Typs Extra 300. Das Team befand sich 2002 übrigens auf einer vier Monate dauernden Europatour, wobei die Fiberclassics Airshow in Ballenstedt das Abschluß-Ziel dieser Tour war. Nach dem Airshow-Wochenende sollten die Royal Jordanian Falcons ihre Flugzeuge zum Flughafen Hahn im Hunsrück überführen. Dort wurde ihnen ein Hangar zur Verfügung gestellt um die Maschinen transportfertig zu machen und das Team mit zwei Lockheed C-130 Hercules Transportern wieder zurück nach Jordanien zu bringen. Hoffen wir also, daß wir die Royal Jordanian Falcons auch 2003 wieder in Deutschland genießen können . Mit einem hervorragenden Kunstflugprogramm als auch mit ihrer äußerst wichtigen Botschaft für Frieden und Freundschaft in der Welt durch die gemeinsame völkerverbindende Freude am Fliegen!!!!!
Aerotriga

Aerotriga

Ein weiteres hochkarätiges Kunstflugteam bei der Fiberclassics Airshow war das ebenfalls schon legendäre "Aerotriga"-Team aus Ungarn. Das Team feiert 2002 ein Jubiläum, es besteht nunmehr seit 25 Jahren! Das Aerotriga-Team war auch schon zur Zeit des "eisernen Vorhangs" international berühmt für äußerst präzisen und in sehr enger Formation gehaltenen Kunstflug und konnte daher auch damals schon auf Airshows im Westen bewundert werden! Es ist immer wieder ein großes Vergnügen dieses Team in Action zu sehen! Leider war dies in Ballenstedt aber nur eingeschränkt möglich. Am ersten Tag konnte das Team wegen des einsetzenden strömenden Regens gar nicht fliegen. Am zweiten Tag konnten die Aerotriga-Piloten Laszlo Toth, Tibor Paszti und Andras Podolcsak leider nur ein stark eingeschränktes Schlechtwetterprogramm fliegen, faszinierten aber auch dabei wieder durch die äußerste Präzision mit der sie ihre sehr engen Formationen halten! Die Aerotriga fliegt ihre Vorführungen mit drei Flugzeugen des Tschechischen Typs Zlin 50. Eigentlich haben ihre Maschinen natürlich alle den gleichen sehr schönen blau-weißen Anstrich. Aber eine Zlin 50 der Aerotriga wurde vor kurzem beim Rollen auf dem Boden beschädigt, weswegen die Aerotriga sich von einem Tschechischen Aeroclub eine andere Zlin 50 geliehen hat.
Microlease

Microlease

Mit dem Microlease Aerobatic Team, das von dem ehemaligen britischen Freestyle Aerobatic Champion Brian Lecomber und seinem Kollegen John Taylor gebildet wird, gelang es den Veranstaltern ein weiteres absolutes Spitzenkunstflugteam für die Fiberclassics Airshow zu verpflichten. Die beiden fliegen ihre Vorführungen mit zwei Extra 300 Hochleistungskunstflugmaschinen und beeindrucken vor allem immer wieder mit ihren atemberaubenden Loopings im Spiegelflug! Jeder der die Vorführungen des Microlease Aerobatic Teams schon einmal gesehen hat, zum Beispiel 2002 auch bei der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin, wird begeistert sein! Jeder Kunstflugfan freute sich also schon darauf dieses Super-Team auch in Ballenstedt bewundern zu können - aber leider hat der strömende Regen am Samstag und die niedrigen Wolken am Sonntag alles zunichte gemacht. Sehr Schade! Die Startaufnahme zeigt das Microlease Aerobatic Team leider nur bei ihrem Abflug am Sonntag. Hoffen wir, daß wir uns beim nächsten Mal dafür um so mehr an ihren Vorführungen erfreuen können! (www.firebird-aerobatics.co.uk)
Synchron Gliders Formations-Segelkunstflug mag zwar im ersten Moment ziemlich einfach aussehen, ist aber in Wirklichkeit eine sehr anspruchsvolle Sache, für die man sehr gutes fliegerisches Können benötigt. Dieses Können besitzen Mike Rottland und Henry Bohlig von den Jeppesen Synchrongliders, die ihre sehr guten Vorführungen mit zwei Segelflugzeugen vom polnischen Typ Swift S-1 fliegen! Hier werden ihre Swifts am Airshowsamstag - bei noch gutem Wetter - flugklar gemacht. Als es dann endlich losgehen sollte kam leider der große Regen dazwischen. Manager dieses Teams ist übrigens Uwe Ramerth, der auch als Sprecher bei der Fiberclassics Airshow mitgewirkt hat und darüber hinaus übrigens auch ein guter Bekannter von uns vom AirVenture Team ist! (www.synchrongliders.de)
Synchron Gliders Am Airshowsonntag brachte der berühmte Niederländische Kunstflugpilot Frank Versteegh mit seiner Extra 300 die beiden Swift S-1 der Jeppesen Synchrongliders im Doppelschlepp auf eine wegen der niedrigen Wolkendecke leider nur sehr geringe Ausgangshöhe, damit sie wenigstens noch eine dem schlechten Wetter angepasste modifizierte Vorführung fliegen konnten.
Dreizehn Während der "Skydancer" Frank Versteegh am Sonntag nach dem Schleppflug der beiden Swifts leider nur noch ein paar Vorbeiflüge durchführen konnte, hatte er am Samstag glücklicherweise noch genügend gutes Wetter erwischt um das Publikum auch mit seiner kompletten eindrucksvollen Kunstflugvorführung mit der Extra 300 begeistern zu können! (www.aerobatics.nl)
Schrodt

Schrodt

Unter den vielen berühmten Piloten die bei der Fiberclassics Airshow 2002 geflogen sind befand sich auch Klaus Schrodt, der mehrfache Deutsche Kunstflugmeister und derzeitige Weltmeister im Freestyle-Kunstflug! Im Hauptberuf ist Klaus Schrodt Airbus A 340 Flugkapitän bei der Deutschen Lufthansa und hat insgesamt über 20.000 Stunden Flugerfahrung! Ich hatte vor Ort die Gelegenheit kurz mit Klaus Schrodt persönlich zu sprechen und konnte dabei eines der letzten ungeklärten Rätsel der Menschheit endlich lösen: Und zwar haben wir bei AirVenture uns schon immer gefragt, warum Airshow-Kommentatoren das Flugzeug von Klaus Schrodt stets als Extra 330 XS bezeichnen, obwohl sich auf der Maschine die große Aufschrift "Extra 300 S" befindet. Dieses Rätsel ist nun endlich gelöst: Wie mir Klaus Schrodt persönlich erklärte wurde seine Maschine tatsächlich als eine Extra 300 S gebaut und später dann nachträglich auf den Stand einer Extra 330 XS umgerüstet. Nur eben die Aufschrift wurde noch nicht geändert.
Extra 200 Zusätzlich zu den vielen Extra 300 gab es bei der Fiberclassics Airshow auch eine Extra 200 zu sehen. Die Deutsche Kunstflugpilotin Angelika Heiß fliegt mit der Extra 200 eine sehr gute Vorführung mit musikalischer Untermalung! (www.dancing-classic-aerobatics.de).
Sowohl Extra 300 als auch Extra 200 sind Produkte der für ihre Hochleistungskunstflugmaschinen weltbekannten Deutschen Firma Walter Extra Flugzeugbau in Dinslaken.
SF. 260 SF. 260 Immer wieder sehenswert sind auch die Vorführungen von Ralf Niebergall mit seiner SIAI-Marchetti SF. 260 . Seine liebevoll gepflegte Maschine sieht ja wirklich aus als wäre sie nagelneu, dabei ist dieses Flugzeug 35 Jahre alt! (www.sf-260.de)
C-3605 Klaus Marzina mit seiner C-3605 mit Turbopropantrieb ist immer wieder ein Highlight in jedem Airshowprogramm. Es wäre auch sogar möglich gewesen, am Sonntagabend mit ihm in der Maschine mitzufliegen. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht die 150 Euro für einen einfachen Mitflug bzw. 250 Euro für Kunstflug zur Verfügung. Aber wie man sieht lohnt es sich zu einer Airshow mit einem gut gefüllten Portemonnaie hinzukommen. Leider wurde Klaus Marzinas C-3605 vor kurzem in einen Unfall verwickelt und dabei beschädigt. Bleibt zu hoffen, daß die Maschine möglichst schnell wieder repariert wird um auch bei der Airshowsaison 2003 wieder aktiv dabei zu sein. Außerdem müssen wir vom AirVenture Team ja möglichst bald mal mitfliegen!
Heli An beiden Airshowtagen stand dieser Hubschrauber vom Typ Robinson R-44 der Air Lloyd für Rundflüge zur Verfügung. Der Flugpreis war 30 Euro pro Person. Diese Mitflugmöglichkeit wurde auch reichlich genutzt, selbst während des schlechten Wetters am Sonntag. Dies beweist einmal mehr das sehr große Interesse der Leute auch selbst aktiv zu fliegen!

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