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Fiberclassics Airshow in Ballenstedt

10. und 11. August 2002

Ein Bericht von Hartmut Seidel

fibercl02_aufkl.jpg (11219 Byte)

Teil 1 - Warbirds und Klassiker

Teil 2 - Formations- und Einzelkunstflug

Teil 3 - Modellflugzeuge

MiG-29

SU-27

SU-27

Eurofighter

L-39

F-104

Ferngesteuerte Modellflugzeuge erreichen heutzutage ein Kaliber, welches auch erfahrene Airshowbesucher wie uns vom AirVenture Team immer wieder verblüfft! Auch die Modellfliegerei ist eine sehr feine Sache und bei der Fiberclassics Airshow 2002 in Ballenstedt gab es etliche absolut hochkarätige Modellflugvorführungen zu sehen. Es soll ja tatsächlich immer noch Leute geben, die denken daß ferngesteuerte Modellflugzeuge eine Art Kinderspielzeug sind. Weit gefehlt! Sicher, es gibt natürlich auch relativ einfache und billige Modelle, aber Modellflugzeuge wie sie in Ballenstedt vorgeführt wurden sind sehr anspruchsvolle technische Geräte, die bis zu 25 Kilogramm und auch mehr wiegen, die zum Teil mehrere Meter lang sind und deren Zusammenbau mehrere tausend Arbeitsstunden in Anspruch nehmen kann! Es gibt Jetmodelle mit echten Miniaturdüsentriebwerken, die eine Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometer erreichen können. Selbstverständlich sind auch die Fahrwerke einziehbar! Und manche dieser Modelle kosten einen Geldbetrag, von dem man auch leicht ein Auto kaufen kann (kein Modellauto sondern ein echtes!). Und über die Flugeigenschaften dieser ferngesteuerten Modelle kann man wirklich nur mit offenem Mund staunen! Die Modellflieger schaffen es, ihren ohnehin schon sehr detailgetreuen Modellen durch einen absolut originalgetreuen Anstrich ihrer Maschinen nach dem Vorbild von Originalflugzeugen ein faszinierend echtes Aussehen zu geben, wie bei diesen Modellen von MiG-29, gleich zwei Suchoi Su-27, Eurofighter Typhoon , Aero L-39 Albatros und Lockheed F-104 Starfighter besonders gut zu sehen ist. Würde man diese Modellflugzeuge im Flug nur vor dem Hintergrund eines blauen Himmels fotografieren, dann könnte man sie auf dem fertigen Foto auf den ersten Blick gar nicht von einer echten Maschine dieses Typs unterscheiden! Die Modellfliegerei ist ein wirklich sehr schönes und empfehlenswertes Hobby! Wir von AirVenture würden uns zusätzlich zur aktiven Fliegerei gerne auch damit befassen (Zeit müsste man ebene haben). Lassen Sie sich jedenfalls von den folgenden Fotos zum Abschluß des Berichts über die Fiberclassics Airshow 2002 auch die Faszination der Modellfliegerei näherbringen!
Rare Bear Auch unter den Modellfliegern gibt es offensichtlich eine große Gemeinde von Fans der Reno Air Races. Hier hat jemand die berühmte Grumman F-8F Bearcat Rennmaschine "Rare Bear" verblüffend originalgetreu nachgebaut. Alle Achtung!
(Beachten Sie übrigens auch die riesigen Doppeldecker- und Dreideckermodelle im Hintergrund dieses Fotos!)
Gee Bee / FW 190 Ein weiteres berühmtes Rennflugzeug ist die GeeBee. Dahinter das Modell eines berühmten Warbirds aus dem Zweiten Weltkrieg, die Focke Wulf FW-190.
P-51 Während die "Area 51" in der Wüste von Nevada eine so geheime Einrichtung ist, daß ihre Existens offiziell geleugnet wird, so war doch im Gegenteil dazu in Ballenstedt bei der "Area P 51" das hinsehen nicht nur erlaubt sondern sogar ausdrücklich erwünscht, um dieses liebevoll konstruierte und sehr originalgetreue Modell einer North American P-51 D Mustang in Ruhe bestaunen zu können!
Corsairs Diese beiden Corsair-Warbirdmodelle sehen auf den ersten Blick nicht allzu groß aus, wenn sie so im Gras stehen.........
Corsair .................aber auf diesem Foto kann man gut die tatsächliche Größe eines solchen wunderschönen Corsair-Modells erkennen. Wie schon erwähnt sind solche Super-Modelle zwar kein Kinderspielzeug, aber es ist natürlich eine tolle Sache wenn auch Kinder schon so früh ihre Faszination für alles was fliegt entdecken und beispielsweise ihrem Vater schon mal beim Flugzeugmodellbau helfen und dabei das Know-how lernen um später auch mal selbst solche erstklassigen Modelle zu bauen und zu fliegen!
Super Constellation Auch bei dem Foto dieser Lockheed Super Constellation kann man sehr gut die enorme Größe des Modellflugzeugs erkennen!
Schwebeflug Auf diesem Foto ist das eindrucksvollste Manöver zu sehen, welches bei der Fiberclassics Airshow mit Modellflugzeugen geflogen wurde: Die Torque-Rolle. Man muß es wirklich gesehen haben um es glauben zu können, aber dieses Modell einer Kunstflugmaschine bleibt in dieser Position in der Luft stehen und "hängt" sozusagen nur am Propeller! Und das nicht nur für einen Moment sondern eine ganze Zeit lang! Und als ob das nicht schon eindrucksvoll genug wäre brachte es der erfahrene Modellflug-Pilot sogar noch fertig, daß Modell ganz langsam in dieser Position herunterkommen zu lassen bis es mit dem Heck den Boden berührt. Anschließend lässt der Modellflieger die Maschine wieder steigen, als ob nichts gewesen wäre! Um das fertigzubringen braucht man viel Erfahrung und ausserordentliche Geschicklichkeit! Mit einem Originalflugzeug ist das fliegen eines solchen Manövers übrigens nicht möglich!
Dieses Foto zeigt übrigens - leider - sehr deutlich auch noch etwas anderes: Nämlich das ausserordentlich dunstige Wetter mit schlechter Sicht das vor allem am Zweiten Airshowtag so viele Vorführungen mit Originalflugzeugen zunichte gemacht hat.
Horten Horten Vom Dutch Hortenteam aus den Niederlanden ist dieses sehr beeindruckende ferngesteuerte Modellflugzeug. Es handelt sich um den Nachbau einer Horten Ho IX-V-2, eines während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland entwickelten Nurflügel-Flugzeugs mit Düsenantrieb! Das Originalflugzeug wurde damals bei der Gothaer Waggonfabrik AG gebaut und ist manchen Leuten daher vielleicht auch unter der Bezeichnung Gotha Go 229 bekannt. Flugzeuge dieses Typs kamen im Krieg nicht mehr zum Einsatz, aber immerhin wurden 1945, also kurz vor Kriegsende, noch Testflüge unternommen. Das sehr schöne Modell des Dutch Hortenteams ist 1,95 Meter lang und hat eine Spannweite von 4,20 Meter!
Concorde Concorde Lange Zeit war es undenkbar, aber seit einigen Jahren fliegen ferngesteuerte Jet-Modellflugzeuge sogar mit echten (!) Miniaturdüsentriebwerken! So wurde die äußerst elegante Vorführung dieses Concorde-Modells auch mit sehr eindrucksvollem Jet-Sound untermalt. Wie bei der Original-Concorde lässt sich übrigens auch bei der Modell-Concorde zur Landung die Nase absenken.
Concorde Dieses Foto zeigt wieder besonders gut die eindrucksvolle Größe des Concorde-Modells!

Fiberclassics Airshow 2002 Fazit :

Die Fiberclassics Airshow 2002 war trotz des schlechten Wetters eine absolut erstklassige Veranstaltung! Zusätzlich zu vielen weiteren Highlights waren mit den Royal Jordanian Falcons, der Aerotriga, Walter und Toni Eichhorn, dem Microlease Aerobatic Team, den Jeppesen Synchron Gliders, den Breitling Fighters und dem Khalifa Jet Team nicht weniger als 7 Formationskunstflugteams engagiert worden und - was noch wichtiger ist - sie waren auch tatsächlich alle vor Ort! Seit den letzten Jahren werden die Airshows in Deutschland zwar erfreulicherweise ganz allgemein immer besser, aber so viele hochkarätige Teams auf einmal zu bieten, darunter vor allen Dingen auch ein Jet-Kunstflugteam (!!!), das muß den Veranstaltern der Fiberclassics Airshow erst mal jemand nachmachen! Es ist nun wirklich jammerschade, daß ausgerechnet diese vorzügliche Airshow ein so großes Pech mit dem Wetter gehabt hat. Aber das was trotz des schlechten Wetters dem Publikum geboten wurde war, wie Sie in diesem Großbericht sehen konnten, sogar immer noch mehr als man auf so mancher anderen Airshow in Deutschland selbst bei einem Wochenende mit herrlichstem Wetter zu sehen bekommt! Und obwohl die Veranstalter natürlich keinerlei Schuld an dem schlechten Wetter hatten, zeigten sie sich gegenüber dem angereisten flugbegeisterten Zuschauer sehr kulant: Gegen Vorlage der Eintrittskarte (ein Armband) wurde am Sonntag die Hälfte des Eintrittsgeldes wieder zurückgezahlt. Eine sehr nette und absolut freiwillige Geste, zu der die Veranstalter nicht verpflichtet waren. So bekamen viele ehrliche Zuschauer einen Teil ihres Geldes zurück. Leider ist dabei aber auch zu erwähnen, daß es eine ganze Reihe von Besuchern gegeben hat, die Freikarten besaßen und somit gar keinen Eintritt gezahlt hatten, sich aber ebenfalls Geld im Wert der Hälfte des Eintrittspreises auszahlen ließen und sich so gewissermaßen ihre Freikarten vergoldet haben! Das Pech, das die Veranstalter und die ehrlichen flugbegeisterten Zuschauer mit dem Wetter gehabt haben, derart schamlos auszunutzen ist wahrlich ein sehr unfreundlicher Akt!
Nun hat das Jahr 2003 begonnen und es bleibt zu hoffen, daß schon möglichst bald wieder die nächste Fiberclassics Airshow stattfindet! Hoffentlich wieder mit einem breiten Spektrum an Formations- und Einzelkunstflug, sowie vielen Warbirds und Jets. Und hoffentlich dann auch bei richtig gutem Wetter! Informationen gibt es unter www.fiberclassics-airshow.com. Und schauen Sie zu diesem Thema auch bei uns wieder regelmäßig herein!

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