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Hahnweide 2013

Klassiker und Segler

Die Mischung macht es aus - auch auf der Hahnweide. Und so konnten die Besucher des Oldtimertreffens wieder eine sehr breite Palette vom historischen Segelflugzeug über Löschflugzeuge bis zur Premiere einer französischen Kunstflugstaffel aus Fouga Magister Jets bewundern. Besonders freute uns, dass es endlich wieder mehr Aufmerksamkeit für historische Segelflugzeuge gegeben hat. Der Bereich wurde in den letzten Jahren auf der Hahnweide doch leider etwas vernachlässigt.

Die frühe Anreise lohnt sich, denn wo sonst können die Besucher schon das gesamte Fluggelände stürmen und sich nach Herzenslust zwischen den Flugzeugen bewegen. Bis 9:00 hatten die Fans Zeit, sich nicht nur die beliebten Warbirds, sondern auch die "normalen" Oldtimer auf dem Abstellplatz jenseits der Startbahn in Ruhe anzusehen und zu fotografieren.

Gleich drei Exemplare der urigen de Havilland DH-104 Dove fliegen derzeit in Deutschland. Die D-INKA ist in Düsseldorf beheimatet und fliegt in den historischen Farben der LTU. Als einzige Dove weltweit darf sie dank ihres "Air Operator Certificate" ganz offiziell für reguläre Passagierflüge eingesetzt werden.

Bei der Scheibe SF-23 Sperling handelt es sich um ein zweisitziges Reise- und Schleppflugzeug aus den fünfziger Jahren. Die wenigen heute noch fliegenden von lediglich 30 gebauten Exemplaren sind heute echte Raritäten am Himmel.

Die D-EKYM ist in Landshut stationiert.
Von unbekannten zu sehr bekannten deutschen Flugzeugen aus den fünfziger Jahren. Ein knappes Dutzend Dornier Do 27 kam auch in diesem Jahr wieder auf die Hahnweide. In den letzten Jahren schafften zum Glück viele Exemplare den Sprung vom Arbeitspferd als Schleppmaschine zum gepflegten klassischen Liebhaberstück.

Rund hundert Exemplare dieser Orlikan Meta-Sokol wurden in den fünfziger Jahren in Tschechien gebaut. Eine Hand volle dieser "Metall-Falken" fliegen auch in Deutschland. Am Auffälligsten ist sicherlich die Fahrwerksanordnung: Das Hauptfahrwerk ist am Vorderende des Flügels angeordnet - und der "Hecksporn" am hinteren Ende des Flügels.

Die 1967 vorgestellte viersitzige Yak-18T hat nur noch wenig mit dem kleinen Spornradflugzeug zu tun, das in der ersten Version ab 1947 gebaut worden ist. Mehr als 9000 Exemplare in den unterschiedlichen Versionen wurden gebaut und dieses T-Modell wird sogar noch immer produziert.

Die www.Quax-Flieger.de aus Paderborn reisten in diesem Jahr nicht in offenen Doppeldeckern, sondern mit polierten amerikanischen Klassikern aus den fünfziger Jahren auf die Hahnweide. Die Globe Swift flog erstmals 1946 und mehr als 1500 Exemplaren des eleganten Doppelsitzers mit Einziehfahrwerk wurden gebaut. In Europa ist sie jedoch eine Rarität.

Außer dem Namen hat die Beech Twin-Bonanza nur wenig mit der einmotorigen Bonanza zu tun. Die meisten der knapp 1000 produzierten Exemplare wurden beim US-Militär als Verbindungsflugzeuge eingesetzt. Sie ist der Urahn der noch immer produzierten Beech King-Air. Dirk Sadlowski überführte seine "Twin-Beech" N3670B im letzten Jahr aus den Vereinigten Staaten und hat sie in Paderborn stationiert.

Die Fuji FA-200 war das erste in Japan gebaute viersitzige Leichtflugzeug. Mit lediglich 299 gebauten Exemplaren - die meist ins Ausland gingen - war sie kein großer wirtschaftlicher Erfolg. Viele deutsche Eigner haben sich im Netzwerk http://www.fujiflyer.de/ zusammengefunden, um sich beispielsweise bei der Ersatzteilbeschaffung zu helfen.

Unter den 10 gemeldeten Antonov An-2 des diesjährigen Treffens waren auch diese drei tschechisch zugelassenen Exemplare, die sehr schönen Formationsflug dargeboten hatten.

Die PZL M-21 Dromader Mini ist die verkleinerte Version des polnischen Landwirtschaftsflugzeuges M-18, das ab Mitte der siebziger Jahren gebaut worden ist. Fritz Koldehove ist der stolze Besitzer dieses erhaltenen von nur zwei gebauten Exemplaren und hat seinem Schatz eine eigene Internetpräsenz gegönnt http://www.dromader-mini.de/

Dieter Gehling aus Stadtlohn ist mit seinem PZL 106 Kruk Sprühflugzeug seit vielen Jahren ein beliebter Showact bei Flugtagen. Das Flugzeug wurde Anfang der siebziger Jahre in Polen konstruiert und wird dort in abgeänderter Form noch immer produziert.

273 Exemplare wurden vom tschechischen Kurzstartflugzeug Aero L-60 Brigadyr gebaut und in zahlreichen Ländern als Landwirtschaftsflugzeug und Schleppmaschine eingesetzt. Obgleich die ehemalige DDR der größte Nutzer der Brigadyr war, ist mit der "DM-SLQ" heute lediglich ein Exemplar erhalten geblieben. Das Luftfahrtmuseum in Villingen-Schwenningen stellt ein tschechisches Exemplar aus.
In diesem Jahr wurden auf der Hahnweide endlich wieder mehrere historische Segelflugzeuge im Flug gezeigt. Stilecht wurden diese natürlich auch von Oldtimern wie der Udet Flamingo in die Luft geschleppt.

Der DFS Kranich HB-475 aus dem Jahr 1938 wird vom http://www.fm-hahnweide.de/ betrieben und ist den ältesten noch fliegenden Kranich. Er war zwischen 1935 und 1939 das meistgebaute deutsche Segelflugzeug.

Der Testpilot Erich Klöckner erreichte mit diesem Muster am 11. Oktober 1940 eine Höhe von 11.460 Meter. Dieser Höhenrekord wurde jedoch erst Jahrzehnte später von der Fédération Aéronautique Internationale anerkannt.

Christoph Zahn begeisterte das Publikum mit der Kunstflugvorführung seines DFS Habicht D-1901. Es handelt sich um einen Nachbau des Kunstflugseglers aus dem Jahr 1936. Hier http://www.dfs-habicht.de/ können Sie schon bald lesen, wo Sie ihn mit seiner großartigen Maschine im kommenden Jahr bewundern können.

Die Gö-3 Minimoa D-8180 wird auf der Hahnweide von einer Haltergemeinschaft betrieben. Der Typ gehörte zu den wohl erfolgreichsten Leistungssegelflugzeugen der dreißiger Jahre und stellte zahlreiche Rekorde auf.

Gebaut wurde sie übrigens hier auf der Hahnweide von http://www.schempp-hirth.com/

Mit dem Namen Erno Rubik verbindet man ja den Zauberwürfel, aber sein Vater (ebenfalls Erno) war ein Flugzeugkonstrukteur und konstruierte unter anderem den Doppelsitzer R-11 Cimbora.

Die hier gezeigte HA-5035 ist ein Nachbau aus dem Jahr 1982. Von den in den vierziger Jahren rund 60 gebauten Exemplaren ist leider kein einziges erhalten geblieben.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken, besonders bei der zweimotorigen Cessna 337 Skymaster von den Flying Bulls aus Salzburg.

Zwischen 1963 und 1982 wurden rund 3000 Exemplare des Sechssitzers gebaut. In mehr als 40 Ländern wurde die "Skymaster" auch militärisch in zahlreichen Rollen eingesetzt. Heute ist diese interessant aussehende Maschine eine echte Rarität geworden.

Die Schweizer EKW C-3605 Schlepp wurden aus EKW C-3603 Jagdflugzeugen umgebaut und bis 1987 militärisch eingesetzt.

Ihre charakteristische lange Nase erhielt sie durch den Einbau eines Lycoming Turbinentriebwerkes, welches den früheren Hispano-Suiza Motor ersetzt hat. Die HB-RDB ist am Flugplatz St.Gallen-Altenrhein am Bodensee beheimatet.

Die NORD 1101 F-GMCY ist auf dem Flugplatz von La Ferté-Alais bei Paris stationiert. Ab 1946 wurden rund 200 Exemplare für die französische Armee produziert. Da der Typ durchaus als Nachfolger der deutschen Messerschmitt 108 Taifun angesehen werden kann, verwundert es nicht, dass von der NORD 1101 einige Exemplare - vornehmlich in den USA - als Messerschmitt 109 Darsteller fliegen. Zwar hat die Konstruktion wirklich NICHTS mit dem deutschen Jagdflugzeug zu tun, aber das stört dortige Luftfahrtfans wohl nicht sehr?

Sie war das mit Abstand größte Flugzeug des Treffen war die NORD 2501 Noratlas. Wie schon bei der Premiere vor zwei Jahren startete der historische Transporter vom benachbarten Stuttgarter Flughafen aus. Die F-AZVM ist in Marseille beheimatet und das letzte noch fliegende Exemplar der 425 gebauten Exemplare.

Es war tatsächlich eine Premiere: Zum ersten Mal nahm eine Dornier Do28 am Oldtimertreffen teil. Der Reservistenverband http://www.rk-flugdienst.de/ aus Uetersen bei Hamburg betreibt zwei Exemplare des "Bauernadlers" in Erinnerung an die 121 bei der Bundeswehr eingesetzten Exemplare.

Das tschechische http://www.flyingbulls.cz Team begeisterte mit ihren Zlin 50 Kunstflugzeugen zum wiederholten Male das Publikum auf der Hahnweide.

Erstmals hat Hans Puskeiler mit der http://www.patrouille-tranchant.com/ eine mit Jets ausgerüstete Kunstflugstaffel für das Oldtimertreffen organisiert. Zwei der insgesamt vier Maschinen aus dem französischen Rennes zeigten eine tolle Formationsvorführung.

Vor 60 Jahren wurde die französische Fouga CM-170 Magister als Strahltrainer entwickelt. Nach der französischen Luftwaffe war die Bundeswehr mit 265 eingesetzten Exemplaren der größte Nutzer. Nach ihrer militärischen Ausmusterung wurden einige Exemplare zivile verkauft und fand in Europa und den Vereinigten Staaten Abnehmer.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 3
 

 

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