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Oshkosh 2013

- von Stefan Schmoll -

Jets und moderne Maschinen in Oshkosh

Die komplett fehlende Teilnahme der amerikanischen Streitkräfte wurde doch bei vielen Besuchern schmerzlich vermisst. Besonders bitter dürfte es für die patriotischen Amerikaner gewesen sein, wie man "ihre" Thunderbirds Kunstflugstaffel in ihrem 60. Jahr gefeiert hatte: Die Staffel selber war in diesem Jahr aus Budget-Gründen gegroundet - stattdessen versteigerte man in Oshkosh mit viel TamTam einen "Ford Thunderbird" in Farben der Kunstflugstaffel. Und auch die anwesenden privaten Militärjets konnten die fehlende US-Air Force nur schwer ersetzen?

Der Airbus A300F von FedEx war der größte Teilnehmer des diesjährigen Airventure-Treffens. Die Gesellschaft betreibt insgesamt 71 Exemplare des europäischen Frachters.

Die Boeing 737 in passender patriotischer Lackierung führte mit Veteranen einen Flug nach Washington zu den dortigen zahlreichen Mahnmalen für die Veteranen durch. Bei der Rückkehr wurde diesen Veteranen dann von den Besuchern (und hunderten extra dafür angekarrten jubelnden Uniformierten) "der Empfang geboten, der ihnen vor Jahrzehnten verwehrt worden ist?"

DAS ist schon eine Überraschung in Oshkosh gewesen: Manfred Rusche aus Hodenhagen bei Hannover gewann mit seiner perfekt restaurierten ex NVA Aero L-39 Albatros den Preis für den besten Jet.

Mit einem knappen Dutzend anwesender Exemplare war die Aero Albatros der häufigste Jet in Oshkosh.

Tatsächlich sind derzeit 110 Exemplare in den Vereinigten Staaten zivil zugelassen.

Die Cessna T-37 wurde Mitte der fünfziger Jahre als zweisitziges Trainingsflugzeug konzipiert. Auch die Bundesluftwaffe setzte sie ? von Flugplätzen in den Vereinigten Staaten aus ? als Trainer ein.

Die hier gezeigte N370WB ist ein von lediglich zwei derzeit in den Vereinigten Staaten zivil zugelassenen "Tweety Bird". Sie ist im nahe gelegenen Milwaukee stationiert.

Art Nalls war mit seinem Sea-Harrier das Highlight bei den "modernen" Militärflugzeugen unter den Teilnehmern. Neben all den leichten Trainern sorgte der Senkrechtstarter doch noch für ein tolles "Airshowfeeling" in Oshkosh http://nallsaviation.com/

Die North-American F-86 war das Hauptkampfflugzeug der Amerikaner im Koreakrieg. Fast 10.000 Exemplare der "Sabre" wurden in den fünfziger Jahren gebaut und bei zahlreichen Luftstreitkräften auf allen Kontinenten eingesetzt.

Die North-American FJ-2 und FJ-3 Fury war die Trägergestützte Variante der F-86 Sabre. Von ihr wurden 741 Exemplare für die US Navy und die US Marine Corps gebaut. Die letzten Exemplare wurden bereits 1962 von den Einsatzverbänden abgezogen.

Hier kann man gut die Gemeinsamkeiten & Unterschiede der beiden Jäger aus dem Hause North-American erkennen. Richard Sugden ist der stolze Eigentümer der Fury N400FS ? dem weltweit einzigen noch fliegenden Exemplar des Marinejägers.

Die Lockheed T-33 war die sehr erfolgreiche Trainervariante der relativ unbekannten F-80. Zu den mehr als 30 Nationen, die die T-Bird eingesetzt hatten, gehörte auch die Bundesluftwaffe mit 192 Exemplaren. In Oshkosh waren in diesem Jahr zwei Exemplare zu Gast.

Der Cirrus SF50 Very Light Jet

N280CJ startete bereits vor fünf Jahren zu seinem Erstflug. Leider haben sich bis Heute noch keine Käufer für dieses innovative Flugzeug gefunden.

Der http://www.jetman.com Yves Rossy machte Station in Oshkosh und gehörte zu den angekündigten Highlights. Nun muss man fairer Weise sagen, dass in erster Linie die Zuschauer in der Nähe der aufgestellten Großleinwände Freude an der Darbietung hatten. Der Rest sah eben einen sich rasch bewegenden Punkt am Himmel mit Rauchwolke dran...

DAS war wirklich mal ein Highlight: Das fliegende Auto Terrafugia Transition. Mehrfach wurde es in Oshkosh vorgefahren - und natürlich auch vorgeflogen. Der offizielle Erstflug fand bereits 2009 statt, aber jetzt waren die amerikanischen Konstrukteure so weit, um richtig mit der Vermarktung zu beginnen. Schauen wir mal, ob es ein Erfolg wird.

Auf jeden Fall war die Transition ein echtes Highlight in diesem Jahr. Mehr Infos zu dem spannenden Projekt finden Sie hier:

http://www.terrafugia.com/

Und auch wenn es kein Erfolg werden sollte, so kann man es immer noch ins hier beheimatete Museum stellen - Fliegende Autos sind nämlich keine neue Erfindung: http://www.airventuremuseum.org/collection/aircraft/Taylor%20Aerocar.asp

Die Short Tucano aus britischen Armeebeständen fliegt mittlerweile in den Vereinigten Staaten als Privatflugzeug. Gleich zwei Exemplare des schwarz-gelb lackierten Trainers (britischer Lizenzbau der brasilianischen Embraer Tucano). Mittlerweile befinden sich 16 Exemplare in amerikanischem Privatbesitz.
Diese sehr moderne Embraeaer 314 Super Tucano N314TG gehört einer privaten amerikanischen Firma, die mit ihr zahlreiche unterschiedliche Operationen anbietet?
Die Firma http://www.sonexaircraft.com/ hat es nicht weit zum Airventure-Meeting ? ist sie doch hier in Oshkosh beheimatet. Sie bietet zahlreiche Kitbausätze an wie den Minijet Sub-Sonnex, deren Bausatz derzeit für nur 125.000 USD zu haben ist.

Justin Lewis flog seinen Bede BD-5 FLS Microjet vor und erntete viel Applaus beim Publikum. Die Grundkonstruktion der BD-5 stammt aus dem Jahr 1971 und wurde zuerst mit einem Druckpropeller, später auch mit einem Jet-Triebwerk angeboten.

Weltberühmt wurde das winzige Kitflugzeug 1983, als es von Roger Moore im James Bond Film "Octopussy" geflogen worden ist. http://www.youtube.com/watch?v=zfXvAFmEK3Y

Manchmal entdeckt man auch echte Exoten: Diese Bayles Lightning N241FS von Richard Bayles basiert auf einer zweimotorigen Bech 58 Baron, die er mit einer Walter 601 Turbine ausgerüstet hat. Da fragt man sich schon, ob man unbedingt Alles machen muss, was man auch machen kann?

Manchmal wurde das Schlendern durch die Reihen der Besuchsflugzeuge zur echten Rätselaufgabe, wo nur noch die Internetrecherche weiterhelfen konnte. Hier handelt es sich um die Kings Engineering Fellowship N44KE ? ein echt faszinierendes amerikanisches Projekt http://www.angelaircraft.com/index.html

Chuck Aaron ist der Pilot des "Red-Bull" Helicopters gewesen, der das Publikum mit der einzigartigen Show der Bo-105 begeisterte. Die Flying-Bulls betreiben den Hubschrauber sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa:

http://www.hangar-7.com/de/the-flying-bulls/bo105-cb/

Die "Turbine Legend" von Legend Aircraft ist ein amerikanisches Kitflugzeug. Die nur 1500 kg schwere Maschine wird mit ihrer 720 PS starken Propellerturbine auf unglaubliche 573 km/h Geschwindigkeit getrieben.

Wahre Patrioten lackieren auch ihren Flieger amerikanisch. Diese Cessna 414 N414SD aus dem Jahr 1971 haben wir neben vielen "normalen" Cessnas auf einem der zahlreichen Flugzeugparkplätze entdeckt.

Zuerst dachte ich, die Cessna Caravan ist aber fett geworden?

Aber hier handelt es sich um die amerikanische Quest Kodiak. Von dem robusten STOL Arbeitspferd wurden in den letzten Jahren rund 100 Exemplare gefertigt, wobei die hier gezeigte N31JA sicherlich zu den allerschönsten Exemplaren zählen dürfte.

Dusty aus dem Disney-Film "Planes" war hübsch anzusehen. Aber nach der dritten Show ging es so manchem Besucher schon auf die Nerven. Immerhin erzählte "Dusty" während der Vorführung jeweils von seinem spannenden leben als Sprühflugzeug mit Höhenangst.

Aber hier beim Airventure-Meeting fand vor rund 15.000 Besuchern die Weltpremiere des Films statt. Und da darf man dann auch schon mal für den Film trommeln.

John Dyke konstruierte seine Dyke Delta Mitte der sechziger Jahre. Seitdem wurden etwa 50 Kits dieses ungewöhnlichen Amateurflugzeuges verkauft und zusammengebaut. Der eigentümliche Dreisitzer hat eine Spannweite von lediglich 6,87 Metern.

Mehr als 600 Exemplare des Kitflugzeuges Murphy Renegade wurden seit 1994 gebaut. Der kanadische Entwickler Murphy Aircraft ist sehr flexibel. So können die Kunden entweder nur die Baupläne, die unbehandelten Bauteile, die behandelten Bauteile oder gleich das komplett zusammengebaute Endprodukt erwerben. Die N490DJ war auf der Seaplane Base zu bestaunen.

Entenflugzeuge der unterschiedlichsten Typen gab es in Oshkosh natürlich auch zu sehen.

Die Rans S-20 ist ein weiteres Kitflugzeug aus den Vereinigten Staaten. Die Firma Rans Designs aus Kansas bietet seit 40 Jahren Bausatzflugzeuge an und hier in Oshkosh sind natürlich immer die neuesten Modelle zu sehen
Die Liebhaber der Kitflugzeuge hatten im Süden des Flugplatzes ihr Areal mit eigener Startbahn. So konnten die Piloten der Leichtflugzeuge unabhängig von den "Großen" in Oshkosh mit ihren Maschinen in die Luft gehen.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 5
 

 

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