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In
"History" erfahren Sie jede Woche ein neues, verblüffendes Highlight aus der
faszinierenden Geschichte der Luftfahrt.
| Wußten Sie schon...
daß die Junkers Ju 86 das erste
Verkehrsflugzeug der Welt war, das von Dieselmotoren angetrieben wurde? Nachdem der
geniale Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers mit seinen Wellblechflugzeugen F 13, W 33 und Ju
52 die Verkehrsluftfahrt revolutioniert hatte, mußte er unter politischem Druck 1934 aus
seiner Firma aussscheiden. Die Junkers Flugzeugwerke wurden vom Staat übernommen. Wenig
später entstanden mit den Schnellverkehrsflugzeugen Ju 160 und Ju 86 die ersten
Glattblech- Maschinen. Die Ju 86 war mit zwei Sechszylinder-Doppelkolben-Dieselmotoren vom
Typ Junkers Jumo 205 ausgestattet. In einer mit Druckkabine ausgestatteten militärischen
Ausführung, der Ju 86 P und später Ju 86 R, allerdings angetrieben von Motoren Jumo 207,
wurde sie als Höhenaufklärer eingesetzt und war in ihrer Arbeitshöhe von über 12.000 m
lange Zeit weder für feindliche Jäger, noch für Flugabwehrkanonen erreichbar.
(G. Schmid) |
 Ju 86 Bomber |
| Wußten Sie schon...
daß am 1. April 1915 der erste Luftsieg eines
Jagdflugzeuges erzielt wurde? Nachdem im ersten Jahr des ersten Weltkrieges die
wenigen Flugzeuge beider Seiten vorwiegend zu Aufklärungszwecken verwendet wurden,
eröffnete der Franzose Roland Garros am 1. April 1915 eine neue Dimension des
Luftkrieges. Auf der Rumpfoberseite seines Morane-Saulnier Eindeckers hatte Garros ein
nach vorne schiessendes Maschinengewehr befestigt. Es war noch nicht mit der Luftschraube
synchronisiert, weshalb der Propeller Metallbeschläge gegen auftreffende Projektile
besaß. So schoß er einen deutschen Aufklärer ab. Zwei weitere Luftsiege erzielte er
innerhalb der folgenden zwei Wochen. Doch dann musste er auf deutscher Seite notlanden.
Seine Konstruktion war damit bekannt, liess sich aber nicht auf deutsche Verhältnisse
übertragen. Stattdessen brachte eine in Deutschland gleich an zwei Stellen gemachte
Erfindung Abhilfe, die so genannte Synchronisierung. Sofort wurden Fokker-Jagdflugzeuge
damit ausgerüstet. Vom Motor gesteuert wurde der Abzug der Bordwaffen nur dann
freigegeben, wenn sich kein Propellerblatt vor dem Lauf oder den Läufen befand. Am 1.
Juli, 3 Monate nach Garros erstem Luftsieg, errang der deutsche Pilot Leutnant Kurt
Wintgens mit einer Fokker M5K MG, auch als E I bezeichnet, den ersten Abschuß für die
deutsche Seite. Einen Monat später gelang dies dem Leutnant Max Immelmann. Die
Jagdfliegerei war geboren. (G. Schmid) |

Roland Garros (oben) und
Morane-Saulnier N

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| Wußten Sie schon...
daß die Flotte der ersten Fluglinie der Welt
aus Zeppelin-Luftschiffen bestand? Für den Grafen Zeppelin gab es
keine Zweifel daran, daß sich die Luftschiffe als Transportmittel durchsetzen würden.
Viele Rückschläge folgten auf den ersten erfolgreichen Flug eines Zeppelin-Luftschiffes
am 2. Juli 1900. Am 16. November 1909 wurde mit der Deutschen
Luftschiffahrt-Aktiengesellschaft "DELAG" die erste Luftfahrtgesellschaft der
Welt gegründet. Viele deutsche Großstädte bemühen sich um einen
"Luftschiffhafen". Das erste Luftschiff der DELAG ist die LZ 7
"Deutschland", die erstmals zahlende Passagiere auf der Strecke
Düsseldorf-Frankfurt-Baden-Baden befördert. 1911 kommt das neue Luftschiff LZ 10
"Schwaben" - und mit ihm erstmals der Service eines Stewards, der sich um das
leibliche Wohl der Passagiere bemüht. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges
beförderten die Luftschiffe der DELAG 27.773 Passagiere über 273.600 Kilometer ohne
jeglichen Personenschaden. (G. Schmid) |
 Erstflug der LZ-1

LZ 7 "Deutschland" |
| Wußten Sie schon...
daß die Boeing 777 das größte
zweistrahlige Linienflugzeug der Welt ist? Allein die Durchmesser der mächtigen
Triebwerke entsprechen dem gesamten Rumpfdurchmesser einer Boeing 737. Mit der Entwicklung
dieses riesigen Flugzeuges von 1990 bis 1994 haben die Ingeniere jedoch noch mehr
Superlative realisiert. So wurden zur Planung 2.200 Computer-Terminals eingesetzt, an
denen 238 Designer-Teams arbeiteten. Die Terminals waren über 8 Zentralrechner vernetzt.
In der Fly-by-Wire-gesteuerten Boeing 777 selbst arbeiten insgesamt 1.800 Computer, sieben
Millionen Computercodes mußten eingegeben werden bevor der Erstflug am 12. Juni 1994
erfolgen konnte. Die B 777 ist aus einer neuartigen Aluminium-Lithium-Legierung in
Verbindung mit Verbundwerkstoffen gefertigt. Die Tragflächen haben die hochwertigste
Aerodynamik aller zivilen Unterschallflugzeuge. Und sogar bei der Feierlichkeit zum ersten
Roll-out gab es Superlative: Am 9. April 1994 wurden im Stundenrhythmus 15 Feiern für die
50.000 Menschen durchgeführt, die an Entwicklung und Bau der B777 mitgewirkt haben. (G.
Schmid) |
 
Boeing 777 |
| Wußten Sie schon...
daß der amerikanische Bomber Convair B-58
"Hustler" von 1960-63 nicht weniger als 19 offizielle Weltrekorde
aufstellte? Angeregt durch die Deltaflügel-Versuche des Deutschen Flugzeugkonstrukteurs
Lippisch begann man bei Convair 1954 mit dem Bau der vierstrahligen XB-58. Die
dreiköpfige Besatzung (Pilot, Navigator und Abwehr) sollte mit zweifacher
Schallgeschwindigkeit Atombomben über weite Entfernungen transportieren können ohne
dabei durch Abfangjäger erreichbar zu sein. Bombe und Kraftstoff befanden sich in einem
Pod unter dem Rumpf, der zur schnelleren Rückkehr nach dem Einsatz abgeworfen werden
konnte. Obwohl der Erstflug bereits am 1. Januar 1956 erfolgte, zögerte das SAC
(Strategic Air Command) mehr als drei Jahre mit der Bestellung. Am 1. August 1960 wurde
die erste Serienmaschine ausgeliefert. Weniger als 10 Jahre später, im Januar 1970, wurde
die letzte Maschine zur Davis Monthan AFB überführt und außer Dienst gestellt. Die
"Hustler" war das erste Flugzeug, das schneller als Mach 2 flog. Am 10.5.1961
erhielt sie den Blériot-Preis für eine Geschwindigkeit von über 2000 km/h über mind.
30 Minuten. 1962 erhielt sie den Bendix-Preis für die schnellste Überquerung der USA von
West nach Ost in 2:58 h und zurück in 2:16 h. Im selben Jahr wurden auch zwei
Höhenweltrekorde erzielt: Über 26.000 m mit 2t und 5t Nutzlast. Im Oktober 1963 flog
eine B-58 in 8 1/2 Stunden 13.000 km von Tokyo nach London. Die Bauweise der
"Hustler" bestand zu großen Teilen aus der damals neuen "Honigwaben"-
Konstruktion. Damit wurde die Maschine leicht, stabil und konnte den 400 Grad Celsius
widerstehen, die bei Mach 2 entstehen. (G. Schmid) |
 
B-58 "Hustler" im Lone Star Flight Museum in Galveston, Texas. |
| Wußten Sie schon...
daß sich in
diesem Jahr der Flug über den Atlantik von Hermann Köhl, Günther Freiherr von
Hünefeld und Major James Fitzmaurice, in einer Junkers W 33 "Bremen",
zum 75. Mal jährt? Kaum ein Jahr nach Lindberghs Flug von New York nach Paris gelang
diese nicht weniger spektakuläre Pioniertat einer deutsch-irischen Besatzung mit der W 33
"Bremen". Sie starteten am 12. April 1928 um 5.38 Uhr vom Militärflugplatz in
Baldonnell bei Dublin in Irland um nach 36 Stunden auf der Insel Greenly Island wieder zu
landen. Ihr Landeplatz Greenly Island ist eine kleine Insel zwischen Labrador und
Neufundland, ca. 1800 Kilometer nordöstlich vom eigentlichen Zielort New York entfernt.
Dennoch haben Köhl, Fitzmaurice und von Hünefeld ihr Ziel erreicht: Die erste
Ost-West-Überquerung des Atlantiks ist gelungen. Die Junkers W 33 "Bremen" hat
derzeit ihren Platz im Terminal des Bremer Flughafens. Dort ist sie noch bis 2004 zu
besichtigen. Dannach kehrt sie wieder ins Henry Ford Museum bei Detroit zurück.
(N. Graf) |


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| Wußten Sie schon...
daß der längste Linienflug der Welt für
nur drei Passagiere unternommen wurde? Während des zweiten Weltkrieges bot die
Australische Fluggesellschaft Qantas in ihrem Flugplan die Strecke Perth (Australien) -
Colombo (Sri Lanka, damals Ceylon) an. Die fünf für diese Route eingesetzten
Consolidated PBY "Catalina" Flugboote konnten jeweils drei Fluggäste
transportieren. Weniger aufgrund der langen Strecke als mehr bedingt durch die
gemächliche Reisegeschwindigkeit der Catalinas mußten sich die Passagiere für diese
Reise 24 Stunden Zeit einplanen. (G. Schmid) |
 Consolidated
PBY "Catalina" |
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daß bereits 1954 das
erste VTOL-Experimentalflugzeug, die Bell 65 ATV (Air Test Vehicle), erfolgreich
den Übergang von Vertikal- auf Horizontalflug und wieder zurück durchführte? Seit 1952
arbeitete Bell an der Idee eines Düsenjägers, der durch schwenkbare Triebwerke an den
Flächenenden senkrecht starten und landen sollte. 1953 wurde mit dem Projekt ATV der Bau
eines billigen Testgerätes zur Erforschung der schwierigen Übergangsphasen
Vertikal-Horizontal-Vertikal beschlossen. Acht Monate später war unter Verwendung einer
gestutzen Cessna 170 -Tragfläche, eines Schweizer Segelflugzeugrumpfes, den Landekufen
eines Bell 47 Helikopters und zwei kleinen, schwenkbaren Turbinen an den Rumpfseiten sowie
einer Turbine für den Vortrieb ein recht eigenartiges Flugzeug entstanden. Für die
Stabilität im Schwebeflug waren am Heck und an den Flügelspitzen kleine Rückstoßdüsen
angebracht. Bis 1955 erfolgten zahlreiche Testflüge dieses ersten erfolgreichen
Hybrid-Flugzeuges. (G. Schmid) |
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| Wußten Sie schon...
daß der Engländer Horatio Phillips im Jahr 1907 mit einer
der kuriosesten Konstruktionen der Luftfahrtgeschichte, seinem "Gitterdraht-Apparat",
tatsächlich geflogen ist? Bereits 1884 hatte Phillips ein Patent für ein modernes,
dünnes Tragflächenprofil angemeldet. Versuche mit "Jalousien-Flugzeugen"
unternahm er bereits 1893 und 1904. Der erste manntragende Flug erfolgte dann 1907 in
Streatham (England), wobei Horatio Phillips mit seinem außergewöhnlichen Fluggerät
tatsächlich eine Distanz von 150 Metern überwand. (G. Schmid) |
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| Wußten Sie schon...
daß sich der erste Zusammenstoß zweier Verkehrsflugzeuge in
der Luft bereits im Jahr 1922 ereignete? In Zeiten ohne Flugflächen und GPS orientierten
sich die Piloten der ersten Linienflugzeuge im Sichtflug am Verlauf von Straßen. So
stießen eine französische Farman "Goliath" (oberes Bild) und eine britische De
Havilland D.H. 18 (unteres Bild) über Nordfrankreich zusammen als beide Piloten bei
schlechter Sicht auf Gegenkurs einer Straße folgten. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß Adolf Hitler der erste deutsche Politiker war, der seine
Wahlkampfreisen durch Deutschland mit Hilfe des Flugzeuges betrieb? Als erstes Flugzeug
kam noch ein Rohrbach "Roland" (D-1720 "Niederwald") zum Einsatz. Auf
Betreiben Hermann Görings stellte die DLH dann eine Junkers Ju 52 (D-2202) zur
Verfügung. Mit ihr unternahm Adolf Hitler ab Oktober 1932 bei Wind und Wetter seine
"Deutschlandflüge", die ihn von Stadt zu Stadt führten - schneller als dies
mit Bahn oder Auto möglich gewesen wäre. So konnte Hitler drei bis vier
Wahlkampfveranstaltungen am Tag durchführen. Das Bild zeigt Adolf Hitler bei seiner
Ankunft in Königsberg (Ostpreußen). (G. Schmid) |
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| Wußten Sie schon...
daß es unter den mächtigen Kolbenmotoren der 30er und
40er-Jahre-Flugzeuge auch einen 24-Zylinder-H-Motor gab? Der Napier
Sabre wurde von D. Napier Mitte der 30er Jahre entwickelt, als im Rahmen der
Aufrüstungsmaßnahmen vieler Nationen die Forderungen nach leistungsstarken Flugmotoren
immer lauter wurden. 1939 war der Motor reif für die Serienfertigung und 1940 wurden die
ersten Flugzeuge (Hawker Typhoon und Tempest) mit dem Sabre IIA ausgerüstet. Probleme in
der Serienfertigung sorgten jedoch für viele Störungen der komplizierten Triebwerke. Der
auf dem Bild zu sehende Sabre III wurde in der Blackburn Firebrand verwendet. Er leistete
2.250 PS bei 4.000 U/min. Das Gewicht des Motors betrug mehr als mancher heutige
Kleinwagen auf die Waage bringt - 1.066 Kilogramm!!! (G. Schmid) |
 Napier Sabre III |
| Wußten Sie schon...
daß sich vor den Triebwerken das Europäischen
Transportflugzeuges "Transall" die größten Propeller der Welt
drehen? 5,49 Meter messen die mächtigen Vierblatt-Luftschrauben im
Durchmesser, angetrieben werden sie von 2 Rolls-Royce Tyne Mk 22 Turbinen mit je 4.549 kW.
Seinen Erstflug erlebte der Transporter mit dem Namen Transall (eine Wortschöpfung aus
den Begriffen "Transporter-Allianz") am 25.02.1963, die 89 derzeit bei der
Deutschen Bundeswehr im Einsatz befindlichen Maschinen werde noch bis zur Einführung des
Airbus A-400M ihren Dienst verrichten. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß das Rennflugzeug Dayton-Wright RB das erste
Flugzeug mit einziehbarem Fahrgestell war? Für den "James Gordon Bennett
Aviation Cup" im Jahr 1920 hatten die USA drei Maschinen gemeldet. Eine davon war die
futuristische Dayton-Wright RB. Obwohl die Maschine bereits nach einer Runde wegen
mysteriöser mechanischer Schäden aufgeben mußte, beeindruckte sie doch mit
futuristischen Konstruktionsmerkmalen. So war die RB als freitragender Hochdecker mit
geschlossenem Cockpit gebaut, die Tragflächen waren aus sperrholzbeplanktem Balsaholz
gebaut und ließen sich im vorderen und hinteren Drittel absenken um die Profilwölbung
zur Auftriebserhöhung zu verstärken (40 Jahre später beim F-104 Starfighter wieder zu
sehen). Die revolutionärste Neuerung dürfte aber das Einziehfahrwerk gewesen sein, das
vom Pilot mittels Handkurbel in ca. 12-20 Sekunden vollständig in die Rumpfseiten
eingezogen wurde. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 265 km/h wäre die RB sicher
ein vielversprechender Anwärter auf den Sieg gewesen. (G. Schmid) |
 Dayton-Wright RB |
| Wußten Sie schon...
daß auch in Frankreich in den 50er Jahren ein
vielversprechendes Verkehrsflugzeug entwickelt wurde? Aufgrund einer Ausschreibung
entwickelte die Firma S.N.C.A. du Sud-Est (Sud Aviation) das Verkehrsflugzeug SE
210 "Caravelle". Rumpfbug und Führerraum wurden dabei von der englischen De Havilland "Comet" übernommen. Am 27. Mai 1955 begann die Flugerprobung des ersten Prototyps, der mit modernen Rolls Royce Avon Strahltriebwerken eine Reisegeschwindigkeit von 830 km/h in 9000m Höhe erreichte. Die Anbringung der Triebwerke zu beiden Seiten des Rumpfhecks war zum damaligen Zeitpunkt vollkommen neu. Auch beim Ausfall eines Triebwerkes blieb so die Richtungsstabilität erhalten, sogar Start und Landung war mit nur einem Triebwerk möglich. Die letzte Version "Caravelle 12" bot Platz für 140 Passagiere. Insgesamt wurden 280 Maschinen gebaut und von 17 Airlines eingesetzt bis 1973 die Produktion eingestellt wurde. Obwohl die "Caravelle" technisch einen großen Fortschritt darstellte, war sie für den Hersteller kein großer Erfolg. (G. Schmid) |
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| Wußten Sie schon...
daß die Dornier Do 27 das erste Flugzeug
aus deutscher Produktion nach dem zweiten Weltkrieg war? Von 1945 bis 1955 war Deutschland
Entwicklung und Bau von Flugzeugen untersagt. Ein Jahr später - Am 17. Oktober 1956
startete auf dem Werksflugplatz der Firma in Oberpfaffenhofen der Prototyp der Do 27 mit
Chefpilot Heinrich Schäfer am Steuer zu seinem Erstflug. Bis 1967 wurden mehr als 600 der
4-6 sitzigen Maschinen gebaut, allein 428 davon wurden von der Bundeswehr bestellt. Mit
ihren hervorragenden Kurzstart- und Landeeigenschaften fand die vielseitige Do 27 nicht
nur in Deutschland, sondern in allen Teilen der Welt Verwendung als Verbindungs-,
Beobachtungs- , Ambulanz-, Rettungs-, Schul-, Reise-, Vermessungs-, Land-, und
Fortwirtschaftsflugzeug. Außerdem ist die Do 27 bis heute ein beliebtes Schleppflugzeug
von Segelflugzeugen oder von Transparenten. (G. Schmid) |
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| Wußten Sie schon...
daß nach dem ersten offiziell anerkannten Motorflug der
Geschichte, den die Orville und Wilbur Wright am 17. Dezember 1903 unternahmen, bis zur
wirklichen Akzeptanz des Motorflugzeuges noch fast fünf Jahre
verstrichen? Obwohl die Wrights sofor an eine militärische Nutzung des Flugzeuges
dachten, zeigte sich das amerikanische eher desinteressiert. Die britische Regierung, mit
der man ebenfalls in Kontakt getreten war, verlangte eine genaue Besichtigung und
Flugvorführungen, ohne jedoch einen Auftrag in Aussicht zu stellen. Deprimiert von dieser
Entwicklung stellten die Wrights alle Flüge ein und zogen sich aus der Öffentlichkeit
zurück. 1907 startete Wilbur Wright einen Versuch, den "Flyer" auf dem
Europäischen Markt anzubieten - auch hier stieß er auf wenig Interesse. Erst im Februar
1908 war das amerikanische Militär zu einer Demonstration bereit und bereits einen Monat
später wurde man sich über eine Lizenzproduktion des "Flyer" in Frankreich
einig. Wie schnell die Entwicklung anschließend voranschritt, ist wohl am deutlichste
daran zu erkennen, daß bereits ein Jahr später, vom 22.-28. August 1909 im
französischen Reims die erste Luftfahrtschau mit Flugzeugrennen stattfand.
(G. Schmid) |
 
Erster Motorflug 1903, erste Airshow
1909 |
| Wußten
Sie schon... daß die Heinkel
He 280 das erste zweistrahlige Flugzeug der Welt war? BMW und Junkers hatten
schon Anfang 1939 erfolgreich Strahlturbinen entwickelt und es wurden vom technischen Amt
Entwicklungsaufträge für Strahlflugzeuge an Heinkel und Messerschmitt vergeben. Die He
280 war in einigen Punkten ihrem Konkurrenzprodukt, der Messerschmitt Me 262 voraus. So
erfolgte der Erstflug der He 280 V1 bereits am 2. April 1941, sie verfügte von Beginn an
über ein Bugradfahrwerk und als erstes Flugzeug überhaupt einen Schleudersitz. Dieser
rettete dann auch am 13. Januar 1942 dem Versuchspiloten Dipl.-Ing. Rudolf Schenk das
Leben. Neun Versuchsmuster der He 280 wurden gebaut, die Entscheidung zur Serienfertigung
fiel dann auf die Me 262. (G. Schmid) |
 He 280 V1 |
| Wußten Sie schon...
daß Junkers F 13 das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug
der Welt war? Nachdem in den ersten 15 Jahren der motorisierten Luftfahrt die
Flugzeuge meist stoffbespannte Stahlrohr- und Holzkonstruktionen waren, betrat Hugo
Junkers mit der radikalen Neuentwicklung der F 13 Neuland. Die komplett aus Duraluminium
gefertigte und zusammengenietete Fachwerkkonstruktion wurde beplankt mit Wellblech aus dem
selben Material, was die F 13 robust, klimabeständig, reparaturfreundlich und langlebig
machte. Im Juni 1919 erfolgte der Erstflug der F
13. Nach mehreren Rekordflügen ist die F 13 ab 1920 eine tragende Säule beim Aufbau der
ersten Passagier- und Frachtfluglinien. Bis 1932 werden 330 Maschinen in 60 Versionen
gebaut. Die F 13 wurde das am meisten eingesetzte Verkehrsflugzeug ihrer Zeit. Ein
Exemplar ist im Deutschen Museum in München zu bewundern. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß die Baroness Raymonde De Laroche
(1886-1919) die erste Frau war, die eine Pilotenlizenz erhielt? Während
eines Abendessens wurde sie von dem Piloten Charles Voisin auf die Idee gebracht, das
Steuern eines Flugzeuges zu erlernen. Voisin selbst übernahm die Ausbildung der Baroness
in Chalons. Am 8. März 1910 erhielt sie als erste Frau der Welt eine Pilotenlizenz. Noch
im selben Jahr nahm sie als einzige weibliche Pilotin am Air Meet in Reims statt, wo sie
jedoch bei einem Flugunfall schwer verletzt wurde. Nach ihrer Genesung erhielt sie den
Femina-Cup für die Absolvierung eines Vier-Stunden-Dauerfluges. 1919 stellte die Baroness
den Höhenrekord für Frauen mit einer Flughöhe von 15.700 ft. auf. Im Sommer 1919
stürzte die Baroness Raymonde De Laroche als Copilotin bei einem Testflug mit einem neuen
Flugzeugmodell tödlich ab. (G. Schmid) |

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| Wußten Sie schon...
daß das gigantische zehnmotorige Flugboot Saunders-Roe
"Princess" als Langstrecken-Verkehrsflugzeug vorgesehen war? Die
Konstruktionsarbeiten begannen bereits im Jahr 1943. Zu dieser Zeit ging man noch davon
aus daß Flugboote am besten für die langen Interkontinentalflüge geeignet wären. Die
Princess hatte gigantische Ausmaße: Bei einer Spannweite von 66,90 m und einer Länge von
45,11 m brachte es die Maschine auf ein Gesamtgewicht von mehr als 149 Tonnen!!! Fast
66.000 Liter Treibstoff ermöglichten eine Reichweite von 8.480 Kilometer. Die zehn
Turboprop-Triebwerke verliehen dem Flugboot dabei eine Reisegeschwindigkeit von 580 km/h.
Drei Prototypen wurden gebaut, doch nur eine Maschine flog tatsächlich am 22.8.1952.
Wenig später wurden alle drei Maschinen am Strand von Calshot in England auf den Strand
gesetzt und später verschrottet. Es gab keine Verwendung für die Giganten, denn
inzwischen hatten sich die Landflugzeuge endgültig durchgesetzt. (G.
Schmid) |
 Saunders-Roe
"Princess" |
| Wußten Sie schon...
daß die Ära der Luftschiffe nach dem
Hindenburg-Unglück noch lange nicht beendet war? Die US-NAVY setzte bis in die sechziger
Jahre Luftschiffe ein. 1915 unterzeichnete die NAVY den Vertrag für ihr erstes
Luftschiff. Fast 50 Jahre lang sollten die Giganten der Lüfte im Dienst bleiben. Die
Luftschiffe der K-Serie wurden ab 1931 gebaut. Im Gegensatz zu den
Zeppelin-Starrluftschiffen handelt es sich bei den US-Modellen um mit unbrennbarem Helium
gefüllte Pralluftschiffe ohne Gerüst, sogenannte "Blimps". 135 Exemplare des
"K-Ship" sollten in den folgenden Jahren produziert werden. Allein von 1942 bis
1945 flogen die K-Ships insgesamt 41.000 Einsätze und spielten eine bedeutende Rolle beim
Seekrieg im Atlantik. Dabei waren sie im Seenot-Rettungseinsatz ebenso erfolgreich wie als
Eskorte für Konvois. Drei deutsche U-Boote wurden nachweislich von K-Ships versenkt, an
einer weiteren Versenkung waren die Luftschiffe beteiligt. Die rechts abgebildete Gondel
gehört zu K-47 und ist im National Museum of Naval Aviation in Pensacola, Florida zu
bewundern. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß am 21. Oktober 1973 der Welt erster Motorsegler
mit Elektroantrieb seinen Erstflug hatte? Die Firma HB Flugtechnik wurde 1971 in
Haid bei Linz/Donau in Österreich gegründet. Der vom Firmengründer Ing. Heino
Brditschka entwickelte Motorsegler HB-3, eine unkonventionelle Konstruktion
mit Motor hinter dem Cockpit und Propeller hinter der Tragfläche im oberen
Leitwerksträger war eines der ersten Produkte der noch jungen Unternehmung. Der
üblicherweise verwendete Verbrennungsmotor wurde durch einen Bosch-Gleichstrommotor mit
einer Leistung von 13 PS ersetzt. VARTA Nickel-Cadmium Batterien mit einem Gesamtgewicht
von 125 kg waren als "Kraftstoff" an Bord. Der Versuch war erfolgreich, der
erste Elektromotorsegler MB-E1 ging zwar nicht in Serie, stellte jedoch unter Beweis, daß
der Flug mit Elekroantrieb möglich ist. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß es basierend
auf dem sehr bekannten britischen leichten Passagier- und Transportflugzeug De Havilland
D.H. 104 Dove auch ein dreimotoriges Flugzeug gab? Die zweimotorige D.H. 104 befand sich
von 1946 an 20 Jahre lang in der Serienproduktion. Es wurden über 540 Maschinen gebaut
und auf der ganzen Welt eingesetzt, was für einen hohen Bekanntheitsgrad dieses
Flugzeugtyps sorgte. Und die größere viermotorige Weiterentwicklung der De Havilland
Dove, die De Havilland D.H. 114 Heron, ist ebenfalls vielen Leuten ein Begriff. Von der
Heron wurden 148 Maschinen gebaut und ebenfalls weltweit sehr weitverbreitet eingesetzt.
Aber kaum bekannt ist die Tatsache, daß es basierend auf der sehr beliebten und
zuverlässigen De Havilland Dove auch ein in Australien gebautes dreimotoriges Flugzeug
gab. Es handelt sich hierbei um die De Havilland Australia DHA-3 Drover, die zwischen 1949
und 1953 produziert wurde. Während die zweimotorige D.H. 104 mit einem Bugradfahrwerk
ausgestattet war, machte es bei der Drover der in der Nase des Flugzeugs eingebaute dritte
Motor nötig, daß die Drover mit Heckradfahrwerk gebaut wurde. Ein wichtiger Kunde für
diesen Flugzeugtyp war der berühmte Royal Flying Doctor Service of Australia, der
insgesamt 6 Drover verwendet hat. Gerade im Einsatz beim Flying Doctor Service haben sich
die Drover auch gut bewährt. Da aber von der Drover insgesamt nur 20 Maschinen gebaut
wurden und es - bis auf eine Fluggesellschaft auf den Fiji-Inseln - keine Exportkunden
gab, sind die Drover-Flugzeuge zumindest außerhalb Australiens leider kaum bekannt
geworden. Bilder: oben eine D.H. 104 in Duxford, darunter zwei Fotos einer De
Havilland Australia DHA-3 Drover, aufgenommen bei der Australian International Airshow
2003. Das Flugzeug ist flugfähig und wurde während der Airshow auch vorgeflogen!
(H. Seidel) |
 

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| Wußten Sie schon...
daß die Boeing 307 "Stratoliner"
das erste Verkehrsflugzeug mit Druckkabine und Klimaanlage war? Zur Überwachung der damit
verbundenen technischen Systeme sowie der Motoren wurde beim Modell 307 erstmals die
Cockpitcrew um einen Flugingenieur erweitert. Unter diesen Voraussetzungen konnte der
"Stratoliner" mit 33 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord in
Flughöhen bis 20.000 ft. schlechtes Wetter überfliegen. Es wurden nur 10 Maschinen
gebaut ehe der zweite Weltkrieg ausbrach. Eine Maschine wurde von dem berühmten Howard
Hughes als Privatflugzeug erworben, später an einen texanischen Milionär verkauft, der
das Flugzeug zu einem Hausboot umbauen ließ. Noch heute liegt das Hausboot "Cosmic
Muffin" in Fort Lauderdale vor Anker. Fünf weitere Maschinen wurden zu C-75
Transportern für die Air Force umgebaut. Das letzte verbliebene flugfähige Exemplar
wurde am 28. März 2002 bei einer Notwasserung in Seattle, USA beschädigt.
(G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß bereits 1962 ein Strahltriebwerk mit
Kunststoff-Triebwerksschaufeln gebaut wurde? Mit dem RB.162 baute der britische
Hersteller Rolls Royce eine Strahlturbine, die ausschließlich zur Verwendung als
Hubtriebwerk in Senkrechtstart-Flugzeugen gedacht war. Der Transporter Dornier Do-31 sowie
das Kampfflugzeug VAK-191B waren mit diesem Triebwerk ausgerüstet. Zu Gunsten eines
niedrigen Gewichtes bestanden Verdichtergehäuse und Verdichterleitschaufeln aus
Glasfaser-Kunststoff. Da die beiden vorgenannten Flugzeuge nicht in Serie hergestellt
wurden, bestand auch kein weiterer Bedarf für dieses fortschrittliche
Leichtbau-Triebwerk. (T. Fedor) |
 RB.162 Triebwerk |
| Wußten Sie schon...
daß am 15. Mai 1930 erstmals Stewardessen
einen Passagierflug begleiteten? Es war die Firma "Boeing Air Transport", die
zur Betreuung der damals noch sehr häufig "luftkranken" Passagiere
Flugbegleiterinnen einsetzte. Aus diesem Grunde wurden nur ausgebildete Krankenschwestern
für diesen neu entstandenen Beruf ausgewählt. Die Deutsche Lufthansa war nach der
Swissair und der KLM die dritte Europäische Fluglinie, die Stewardessen zur Betreuung der
Passagiere einstellte. (G. Schmid) |
 Die ersten acht
Stewardessen der Welt. |
| Wußten Sie schon...
daß das kleine Doppelrumpf-Flugzeug Fouga
"Gemeaux" das erste Flugzeug war, das mit "Fan"-Triebwerken flog? Im
Januar 1952 erhob sich die ungewöhnliche "Gemeaux" mit Hilfe von zwei kleinen
Turboméca "Piméné" Triebwerken von je 100 kp Schub in die Luft. Schon Anfang
der dreißiger Jahre hatten berühmte Konstrukteure wie Pabst von Ohain und Frank Whittle
über das Prinzip des Strahltriebwerkes nachgedacht. Seit 1941 wurde in Deutschland,
England und den USA auch an der Umsetzung dieser Technologie gearbeitet. Bis zu den ersten
erfolgreichen Flügen mit "Fan"-Turbinen vergingen dann aber doch noch mehr als
zehn Jahre. Im Gegensatz zum herkömmlichen Strahltriebwerk wird beim Fan-Triebwerk durch
die überschüssige Energie der Gasturbine ein ganz vorne am Triebwerk angebrachtes
Lüfterrad angetrieben, das einen starken Luftstrom erzeugt. Dieser wird wiederum
innerhalb einer Ummantelung des Triebwerks (>Mantelstromtriebwerk) zum hinteren Ende
des Triebwerks geführt wird und wirkt dort als zusätzlicher Schub. Alle modernen
"Turbofan"-Triebwerke arbeiten nach diesem Prinzip. (G. Schmid) |
 Fouga "Gemeaux" |
| Wußten Sie schon...
daß es auch schon mal einen Doppeldecker mit
Düsenantrieb gab, der sich sogar in der Serienproduktion befand? Um die legendäre
Antonov An-2 in der Rolle als Sprühflugzeug für die Landwirtschaft abzulösen begann der
Polnische Flugzeughersteller PZL im Jahre 1971 mit der Entwicklung der PZL-Mielec M-15
Belphegor. Der erste Prototyp dieses Agrarflugzeugs flog im Jahre 1973. Die M-15 Belphegor
ist eine äußerst ungewöhnliche Konstruktion, nämlich ein großer Doppeldecker mit 22
Meter Spannweite der oberen Tragfläche und angetrieben durch ein Düsentriebwerk vom Typ
Iwtschenko AI-25 mit 1.500 kp Schub. Die M-15 hat ein starres Fahrwerk. Hinter dem Piloten
gibt es noch eine Kabine für 2 Mann Bodenpersonal, die bei den Überführungsflügen zu
den Sprüheinsätzen mitgenommen werden können. Das merkwürdige Aussehen dieses
Jet-Doppeldeckers wird noch verstärkt durch die doppelten Leitwerksträger bei denen die
Seitenflossen am oberen Rand durch das Höhenleitwerk verbunden sind. Sehr ungewöhnlich
auch die Anordnung der Sprühmitteltanks: Die beiden stromlinienförmigen
Chemikalienbehälter befinden sich zwischen den Doppeldecker-Tragflächen und dienen damit
gleichzeitig auch als Flügelverstrebungen! Beide Chemikalienbehälter haben zusammen ein
Fassungsvermögen von über 2.200 kg, dies ist eine für ein Agrar-Sprühflugzeug
ungewöhnlich hohe Nutzlast! Die Serienproduktion der PZL-Mielec M-15 Belphegor begann
Ende der siebziger Jahre. Es war eigentlich geplant etwa 3.000 Maschinen dieses Typs
herzustellen, da vor allem die damalige Sowjetunion einen großen Bedarf angemeldet hatte.
Aber leider hat sich die Belphegor im aktiven Dienst als zu unwirtschaftlich erwiesen, so
daß die Produktion bereits im Jahre 1981 wieder eingestellt wurde, nachdem nur etwas
über 100 Maschinen hergestellt worden waren (Schade!). (H. Seidel) |
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| Wußten Sie schon...
daß 1909 der erste deutsche Motorflugplatz in
Johannisthal-Adlershof eröffnete? Er wurde innerhalb kurzer Zeit international
bekannt. Johannisthal wurde zum modernsten europäischen Flugplatz mit Unterkünften,
Produktionshallen, Fliegerschulen, vielen namhaften Konstrukteuren und bekannten Fliegern.
Am 30. November 1909 gewann hier Hans Grade den "Lanz-Preis
der Lüfte" und 40 000 Reichsmark. Die reine Flugzeit für den Lanz-Preis betrug 2
Minuten und 43 Sekunden. Während nur einer Woche besuchten 200.000 Menschen den Flugplatz
um 36 Maschinen, davon 24 Zweidecker zu erleben. Zur Internationalen Flugwoche 1910 fand
der erste Motorflug über Berlin statt. 1911 zählte man an einem einzigen Tag sogar
600.000 Schaulustige, die schon ab 2 Uhr in der Nacht begannen ein für damalige
Verhältnisse unglaubliches Verkehrschaos zu erzeugen, um sich an einer Luftfahrschau zu
begeistern. In Johannisthal befand sich das größte Produktionszentrum für
Kriegsflugzeuge für den 1. Weltkrieg. Nach dem Krieg verlor der Flugplatz seine
Bedeutung. Heute entsteht um das einstige Fluggelände der Wissenschafts- und
Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA), ein High-Tech Zentrum mit fast 4.500
Arbeitsplätzen. Bilder: Anthony Fokker führt 1914 seinen Eindecker in Johannisthal
vor (oben), Hans Grade gewann den Lanz-Preis der Lüfte (unten). (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß das gegen Ende der 40er Jahre entwickelte Englische
Marine-Flugzeug Fairey "Gannet" zwar optisch einmotorig
erscheint, tatsächlich aber von zwei Propellerturbinen angetrieben wird? Im Rumpf der
dickbauchigen Flugzeuges befindet sich das 2400 PS starke Armstrong-Siddeley "Double
Mamba"-Triebwerk, das aus zwei nebeneinander montierten
"Mamba"-Propellerturbinen besteht, die über Getriebe auf jeweils einen der
beiden hintereinander angeordneten Propeller wirken. Diese geniale Konstruktion
ermöglicht das Abstellen eines der beiden Triebwerke zur Kraftstoffersparnis im Reiseflug
ohne daß dadurch ein assymetrisches Schubverhalten entsteht, das man von zweimotorigen
Flugzeugen in herkömmlicher Bauweise mit je einem Motor an jeder Tragfläche kennt. Die
Fairey "Gannet" wurde übrigens auch von der Deutschen Bundesmarine eingesetzt.
(G. Schmid) |
 
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| Wußten
Sie schon... daß in
Nordamerikanischen Großstädten bei Nacht "fliegende Streifenwagen"
auf Ganovenjagd gehen? Die Abteilung für Luftunterstützung der Polizei von Los Angeles
zählt zu den ältesten und meist beschäftigten Einheiten ihrer Art. 75 Piloten
und Einsatzleiter, durchwegs erfahrene Polizeibeamte, lassen mit ihren 19
Helikoptern Verbrechern nur wenig Chancen zum Entkommen. Mit extrem starken
Scheinwerfern verfolgen sie flüchtende Verbrecher bis diese sich vom Bodenpersonal der
jeweiligen Polizei möglichst widerstandslos festnehmen lassen. Die neueste Überwachungstechnologie an Bord der fliegenden Streifenwagen
besteht aus integrierten, hochauflösenden Infrarot- und Videokameras, die den Beamten
gestatten, auch durch Mauern zu "schauen". Der Job ist nicht ungefährlich, denn
bei Nacht sind Hindernisse wie Stromkabel oder Antennen nur schwer auszumachen. Dennoch
hat sich die Überlegenheit dieser Straßenunabhängigen Art der Verfolgung Krimineller
seit Jahren mehr und mehr bewährt. (G. Schmid) |
 Ein Bell 407 High-Tech-Helikopter des
Los Angeles Police Departement |
| Wußten Sie schon...
daß am 24. Dezember 1944 der erste
Strahlbomber-Angriff der Welt erfolgte? Hauptmann Diether Lukesch, Kapitän der
9.Staffel des KG 76, startete an diesem Tag um 10:14 Uhr mit weiteren 8 Flugzeugen vom Typ
Arado Ar 234 B und flog mit hoher Geschwindigkeit auf das Ziel, die Stadt Lüttich in
Belgien zu. 35 Minuten nach dem Start warfen die Strahlbomber ihre Bombenlast von je 500
kg auf Lüttich ab. Eine Fabrik und die umliegenden Werksanlagen wurden dabei beschädigt.
Unbehelligt kehrten alle Bomber wieder zurück. Gegnerische Jagdflugzeuge waren nur bei
Start und Landung eine Gefahr für die Ar 243 "Blitz", im Horizontalflug war sie
schneller als alle Gegner. Von den 210 bis Kriegsende gebauten Maschinen kam etwa die
Hälfte zum Einsatz. Bilder: Die ersten Ar 234 hatte ein Abwurffahrwerk und landeten auf
Kufen (oben). Spätere Versionen wie diese Beutemaschine hatten ein
Einziehfahrwerk. (G. Schmid) |
 
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| Wußten Sie schon...
daß es bereits
1970 ein deutsch/italienisches VSTOL-Kampfflugzeug gab? Die VFW VAK 191 entstand
aufgrund einer Ausschreibung der NATO im Jahre 1961. Senkrechtstarter bieten aus
militärischer Sicht den Vorteil, ohne große, leicht zerstörbare Start- und Landebahnen
auszukommen. Im Vergleich zu Hubschraubern besitzen sie außerdem eine erheblich größere
Reichweite und Fluggeschwindigkeit. Die VAK 191 besaß schon eine starke Ähnlichkeit mit
dem Harrier der RAF. Das Schub - Hubtriebwerk RB 193-12 besaß 4 Schwenkdüsen die
innerhalb einer Sekunde über einen Bereich von 100 Grad drehbar waren. Der Senkrechtstart
wurde bei der VAK 191 allerdings noch durch 2 zusätzliche Hubtriebwerke RB 162-81 F
08 unterstützt. Davon saß eines im Heck kurz vor dem Seitenleitwerk, das andere direkt
hinter dem Cockpit. Zur praktischen Erprobung der Schwebeflugsteuerung erfolgte der Bau
eines Schwebegestells SG 1262. Die ersten Schwebeflüge wurden als Fesselflug
durchgeführt. Erstmalig 1966 fand der erste Freiflug mit dem SG 1262 statt, 1968 eine
beeindruckende Vorführung auf der Luftfahrtschau in Hannover. Drei Jahre später, am
10. September 1971, erfolgte der erste Senkrechtstart des Prototyps V1. Etwa ein Jahr
später wurde das deutsche Senkrechtstarterprogramm eingestellt. (T. Fedor) |



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