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Berlin Air Show 2008

- von Stefan Schmoll, Torsten Mörke, Hartmut Seidel -

Eine der größten Maschinen im Flugprogramm der ILA 2008 war dieses schwere Langstreckentransportflugzeug vom Typ McDonnell Douglas ( jetzt Boeing ) C-17 Globemaster III von der U.S. Air Force. Die Maschine ist im Jahre 1998 anläßlich der Feierlichkeiten zum Jubiläum der Berliner Luftbrücke vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf den Namen "The Spirit of Berlin" getauft worden.
Im Rahmen der umfangreichen Einsatzdemonstration "Evakuierung aus einem Kriesengebiet" kamen auch etliche Kampfflugzeuge vom Typ Panavia Tornado der deutschen Luftwaffe in verschiedenen Varianten zum Einsatz. So erfolgte zum Beispiel die Aufklärung der Landezone, in der die zu evakuierenden Zivilisten auf die rettende Transall warteten, durch Maschinen vom Typ Panavia Tornado des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann".

Die C-17 Globemaster III "The Spirit of Berlin" ist mittlerweile ein regelmäßiger Stammgast bei der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin-Schönefeld und war seit einschließlich 1998 bereits bei jeder ILA mit dabei.

Nachdem die Tornado-Aufklärer gemeldet haben, daß die zu evakuierenden Zivilisten von heranrückenden feindlichen Truppen beschossen werden, erfolgte zum Schutz der umzingelten Zivilisten mit mehreren Tornado IDS ( = Interdiction and Strike ) Kampfflugzeugen des Jagdbombergeschwaders 31 "Boelcke" ein Luftangriff auf die feindlichen Verbände in der Umgebung der Landezone.

Bis jetzt ( Stand Mitte 2008 ) wurden 174 Boeing C-17 Globemaster III an die U.S. Air Force ausgeliefert. Im Rahmen der Flugvorführungen mit der C-17 während der ILA 2008 wurde auch die eindrucksvolle Fähigkeit der Maschine gezeigt, mit nur ziemlich kurzen Start- und Landestrecken auszukommen. Nach der Landung ist es der C-17 sogar möglich, unter Einsatz der Schubumkehr auch rückwärts zu rollen.

Das Szenario der Einsatzdemonstration beinhaltete die Möglichkeit, daß die zu evakuierenden Zivilisten, die auf dem Boden von feindlichen Truppen eingeschlossen sind und auf Hilfe warten, noch nicht sofort ausgeflogen werden können. Daher wurden die Zivilisten mit Hilfsgütern, die von einem Transportflugzeug vom Typ Transall C-160 der deutschen Luftwaffe mit dem Fallschirm abgeworfen worden sind, zunächst einmal aus der Luft versorgt.
Der mit Schwenkflügeln ausgestattete überschallschnelle schwere strategische U.S. Air Force Langstreckenbomber vom Typ Rockwell B-1 B Lancer ist nur selten auf europäischen Airshows - und fast nie in Deutschland - zu sehen und die Flugvorführungen mit dieser Maschine gehörten daher zweifellos zu den besonderen Highlights im Flugprogramm der ILA 2008.

Schließlich erfolgte die eigentliche Rettung und Evakuierung der deutschen Zivilisten aus dem Kriesengebiet durch eine vor Ort gelandete Transall C-160 der deutschen Luftwaffe. Der Abtransport der Zivilisten wurde durch an Bord der Transall mit eingeflogene deutsche Soldaten gegen Angriffe von Bodentruppen gesichert, sowie durch die bereits gezeigten Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter Typhoon auch gegen Angriffe aus der Luft geschützt. Weitere Luftunterstützung erhielten die im Einsatz befindlichen Kräfte während der Evakuierung durch bewaffnete Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D der deutschen Luftwaffe. Hierzu sind in Teil 3 ( "Hubschrauber" ) unseres großen Berichts über die ILA 2008 noch weitere Fotos zu sehen !

Eigentlich sollte die Rockwell B-1 B Lancer auch noch am Sonntag-Nachmittag, also dem letzten Tag der ILA 2008, im Flugprogramm gezeigt werden. Es haben sich bestimmt auch viele Leute an diesem Tag darauf gefreut, einmal eine so selten zu erlebende Maschine wie die B-1 B Lancer im Flug bewundern zu können und sich im Rahmen dessen auch einmal dem besonderen Vergnügen hinzugeben, den kräftigen und richtig schön eindrucksvollen Sound von vier mächtigen General Electric F-101-GE-102 Triebwerken mit Nachbrenner zu genießen.....

Im Static Display der ILA 2008 konnten auch etliche der ausgestellten Maschinen von innen besichtigt werden. Dieses Foto zeigt das Cockpit eines Transportflugzeugs vom Typ Transall C-160 der deutschen Luftwaffe.

....aber daraus wurde dann am Sonntag-Nachmittag leider nichts mehr, da für diesen Zeitraum aus "Lärmschutzgründen" die Flugvorführungen der B-1 B, sowie auch einer F-16 der niederländischen Luftstreitkräfte und einer MiG-29 der polnischen Luftwaffe abgesagt worden sind. Die Genehmigungsbehörde für die ILA, das "Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung Brandenburg" war nämlich der Meinung, daß die erlaubte Anzahl von Lärmüberschreitungen an den Messpunkten erreicht worden sei.
Ein echter Überraschungsgast auf der ILA 2008 war diese Mikojan Gurewitsch MiG-29 der polnischen Luftwaffe, die erst am Freitag-Mittag auf dem ILA-Gelände in Berlin-Schönefeld eingetroffen ist.
Zum Glück gab es aber für die Liebhaber eines guten Militärjet-Sounds bei der ILA 2008 auch am Sonntag noch viele andere interessante Flugvorführungen sowohl optisch als auch akustisch zu bewundern. Sehr eindrucksvoll waren zum Beispiel auch wieder die Solo-Displays mit dem Eurofighter Typhoon.
Während die polnische MiG-29 am Samstag dem 31. Mai ein sehr schönes Solo-Display im Flugprogramm der ILA 2008 gezeigt hat, fiel die geplante weitere Vorführung mit dieser Maschine am Sonntag dem 1. Juni den schon mal erwähnten "Lärmschutzgründen" des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung Brandenburg zum Opfer.
Die erstklassigen Solo-Flugvorführungen mit dem Eurofighter Typhoon während der ILA 2008 wurden von dem dänischen Eurofighter-Testpiloten Chris Worning mit Maschinen der deutschen Luftwaffe durchgeführt.
Zum Transport von technischer Ausrüstung und Personal für die MiG-29 war die polnische Luftwaffe auch mit einem Transportflugzeug vom russischen Typ Antonov An-26 zur ILA 2008 nach Berlin gereist. Dort war dieses interessante Flugzeug dann im Static Display zu sehen.
Die deutsche Luftwaffe hat im Flugprogramm der ILA 2008 an mehreren Tagen eine ausserordentlich actionreiche Massen-Flugvorführung gezeigt, an der eine Vielzahl von verschiedenen Flugzeugtypen beteiligt war. Das Szenario dieser umfangreichen Einsatzdemonstration war die Evakuierung in Gefahr geratener deutscher Staatsbürger aus einem Kriesengebiet mit einem Transportflugzeug vom Typ Transall C-160. Um die für die Evakuierung notwendige Lufthoheit über dem gefährlichen Kriesengebiet sicherzustellen, wurden erst mal insgesamt vier Jagdflugzeuge vom Typ Eurofighter Typhoon eingesetzt.
Auch das Royal Netherlands Air Force F-16 Demo Team war bei der ILA 2008 vor Ort und zeigte an mehreren Tagen sehr gekonnte Solo-Displays mit einer General Dynamics ( jetzt Lockheed Martin ) F-16 Fighting Falcon.
In den Luftraum über der Evakuierungszone ist ein feindliches Kampfflugzeug eingedrungen ( dargestellt durch eine McDonnell Douglas F-4 F Phantom II der deutschen Luftwaffe ). Die Feindmaschine wird von den Eurofightern abgefangen und zur Landung gezwungen.

Während sich das in großer Zahl anwesende begeisterte ILA-Publikum zum Beispiel am Freitag und Samstag dem 30. und 31. Mai 2008 noch an den hervorragenden Flugvorführungen mit der F-16 der niederländischen Luftstreitkräfte erfreuen konnte, wurde die Maschine leider für Sonntag, 1. Juni, ebenso wie die bereits erwähnte Rockwell B-1 B Lancer und die polnische MiG-29 aus "Lärmschutzgründen" Nachmittags aus dem Programm genommen. Auf gute Flugvorführungen brauchte man aber glücklicherweise an dem Sonntag-Nachmittag trotzdem nicht zu verzichten : Anstelle dieser drei gecancelten Maschinen wurde noch die Messerschmitt Me 262 ausgiebig im Flug gezeigt. Ausserdem flogen noch Walter und Toni Eichhorn ein kombiniertes Jet- und Prop-Display mit einer Aero L-29 Delfin und einer North American T-6 Texan. Schließlich wurde auch noch von dem kroatischen "Wings of Storm"-Team Formationskunstflug mit fünf Maschinen vom Typ Pilatus PC-9 gezeigt.

Während der Einsatzdemonstration bei der ILA 2008 in Berlin-Schönefeld hat die F-4 F Phantom II allerdings nicht wirklich aufgesetzt, sondern die Landung nur durch einen tiefen Überflug simuliert.

Mit diesem Kampfjet vom Typ Dassault Rafale der französischen Luftstreitkräfte "Armée de l' Air" wurde den Besuchern der ILA 2008 eine besonders interessante Maschine im Static Display geboten. Bei der Rafale handelt es sich um ein modernes Mehrzweckkampfflugzeug der "Generation 4+".

Anläßlich der ILA 2008 war auch diese Viererformation von McDonnell Douglas F-4 F Phantom II der deutschen Luftwaffe zu sehen, die allerdings nicht zur Einsatzdemonstration im Rahmen des Szenarios "Evakuierung aus einem Kriesengebiet" gehörte. Die Phantoms werden bei der deutschen Luftwaffe nunmehr nach und nach durch den Eurofighter abgelöst, daher wird man wohl leider nicht mehr allzu oft wie hier mehrere Phantoms im Formationsflug bewundern können.

Die ungarische Luftwaffe war mit einer zweisitzigen Trainerversion des Kampfflugzeugs vom schwedischen Typ Saab JAS 39 Gripen im Static Display der ILA 2008 in Berlin-Schönefeld vertreten. Bei den ungarischen Luftstreitkräften stehen zur Zeit insgesamt 14 Saab Gripen im Dienst ( 12 einsitzige Kampfflugzeuge und 2 zweisitzige Schulflugzeuge wie hier zu sehen ).

Hier geht's weiter zu >>>Teil 3
 

 

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