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Australian International Airshow 2007

- von Hartmut Seidel und Gerhard Schmid -

Im Flugprogramm der Australian International Airshow 2007 gab es mehrere unterschiedliche Vorführungen mit Kampfflugzeugen vom Typ McDonnell Douglas F/A-18 Hornet der Royal Australian Air Force ( RAAF ) zu sehen. Solo-Displays wurden hierbei von Flight Lieutenant Aaron Ward mit dieser Maschine gezeigt.
Zur Erhöhung der Transportkapazität werden für die Royal Australian Air Force gerade vier schwere Militärtransportflugzeuge vom Typ Boeing C-17 Globemaster III beschafft. Die erste der vier bestellten nagelneuen Maschinen wurde im Dezember 2006 nach Australien überführt und konnte im Static Display der Australian International Airshow 2007 besichtigt werden. Die restlichen drei C-17 sollen bis Mitte 2008 geliefert werden.
Zusätzlich zu den Hornet Solo-Displays von Flight Lieutenant Aaron Ward wurden im Flugprogramm der Australian International Airshow 2007 von der RAAF auch Hornet-Flugvorführungen in Viererformation gezeigt.
Die vier Boeing C-17 Globemaster III werden in der No 36 Squadron der Royal Australian Air Force zusammengefasst und auf der RAAF Basis Amberley in Queensland stationiert.

Nach dem Abschluß ihrer Formationsflugvorführungen zeigten die vier McDonnell Douglas F/A-18 Hornet der RAAF jeweils auch noch eine "air-to-ground strike" Jagdbomber-Angriffsdemonstration, die durch kräftige pyrotechnische Detonationen auf dem Boden eindrucksvoll ergänzt worden ist.

Dem interessierten Publikum der Australian International Airshow 2007 war es auch erlaubt, sich den 26,82 Meter langen und 5,49 Meter breiten und über 4 Meter hohen Frachtraum der Boeing C-17 Globemaster III auch von innen anzusehen. Die maximale Frachtzuladung ( Nutzlast ) der C-17 beträgt etwa 75 Tonnen.
Der Flugzeugtyp McDonnell Douglas F/A-18 Hornet wurde in erster Linie für den Einsatz auf Flugzeugträgern konstruiert und verfügt daher zur platzsparenden Unterbringung in den Hangar-Decks von Flugzeugträgern über hochklappbare Tragflächen, die aber natürlich auch im Dienst bei Luftstreitkräften wie der RAAF, welche die Hornet nur von Land aus einsetzen, platzsparende Vorteile bieten.
Während vor zwei Jahren bei der Australian International Airshow 2005 eine von den neuen Lockheed C-130 J Hercules der RAAF im Flug vorgeführt wurde, war nun in diesem Jahr an einigen Tagen der Australian International Airshow 2007 diese ältere Hercules der Version Lockheed C-130 H im Flugprogramm zu sehen.
Hier startet gerade Ricardo Traven, der F/A-18 Chef-Testpilot der Firma Boeing, mit einer F/A-18 F Super Hornet der United States Navy zu einer seiner eindrucksvollen Flugvorführungen während der Australian International Airshow 2007. Die Boeing F/A-18 F Super Hornet ist eine etwas größere und erheblich leistungsgesteigerte Weiterentwicklung der alten McDonnell Douglas F/A-18 Hornet.
Auch eins von den äußerst robusten STOL-Transportflugzeugen vom Typ De Havilland Canada DHC-4 Caribou der RAAF wurde erfreulicherweise im Flugprogramm der Australian International Airshow 2007 gezeigt. Nach über 40 Jahren Einsatzzeit im Dienst bei der Royal Australian Air Force wird für den Flugzeugtyp Caribou nunmehr im Rahmen des Australian Defence Force AIR 8000 Programms ein Nachfolger als "Light Tactical Airlifter" gesucht.
Nach der Landung verabschiedete sich Ricardo Traven mit einem Flaggengruß vom australischen Publikum. Kurz vor dem Beginn der Australian International Airshow 2007 hat der australische Verteidigungsminister Dr Brendan Nelson übrigens bekanntgegeben, daß Australien 24 Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ Boeing F/A-18 F Super Hornet kaufen wird. Die Maschinen sollen in den Jahren 2010 bis 2011 an die Royal Australian Air Force geliefert werden.
Um den Auftrag eines neuen leichten taktischen Transportflugzeugs für die Royal Australian Air Force als Nachfolger für die DHC-4 Caribou bewirbt sich auch der italienische Flugzeughersteller Alenia Aeronautica mit der zweimotorigen Turbopropmaschine vom Typ Alenia C-27 J Spartan. Bei den Flugvorführungen im Flying Display der Australian International Airshow 2007 konnten sich die Zuschauer ein Bild von den hervorragenden Flugleistungen der C-27 J machen. So hat die Besatzung mit der Maschine zum Beispiel auch mehrmals komplette Rollen geflogen, was äußerst ungewöhnlich für ein Flugzeug dieser Größe und Gewichtsklasse ist !
Die gerade neu bestellten Boeing F/A-18 F Super Hornet werden bei der Royal Australian Air Force die alten Schwenkflügel-Jagdbomber vom hier zu sehenden Typ General Dynamics F-111 ablösen, welche dann mit der Einführung der Super Hornets ab dem Jahre 2010 ausser Dienst gestellt werden sollen.
Auf der im Flugprogramm der Australian International Airshow 2007 gezeigten Alenia C-27 J Spartan befindet sich ganz oben auf der Seitenflosse das kleine schwarz-weiße Wappen der "Reparto Sperimentale Volo", des Flugtestzentrums der italienischen Luftstreitkräfte. Mit der C-27 J Spartan wurden übrigens nicht nur eindrucksvolle Solo-Flugvorführungen gezeigt. Die C-27 J wurde im Rahmen der Airshow auch als Absetzmaschine für Massenabsprünge von Fallschirmspringern genutzt.
Wegen der nunmehr in wenigen Jahren geplanten Ausserdienststellung der General Dynamics F-111 bei der RAAF dürfte die Australian International Airshow 2007 bereits mit zu den letzten Gelegenheiten gehört haben, bei der noch ein großes Publikum die eindrucksvollen Flugvorführungen einer F-111 inklusive des spektakulären "dump-and-burn"-Manövers bewundern konnte.
Maschinen vom Typ Canadair Challenger werden seit dem Jahre 2002 von der Royal Australian Air Force als "VIP"-Reisemaschinen verwendet und sind während der Airshow-Woche mehrmals mit wichtigen Passagieren an Bord auf dem Avalon Airport gestartet und gelandet.
Am Freitag, dem 23. März 2007 wurde dem Publikum der Australian International Airshow 2007 auch wieder ein sehr eindrucksvolles "Boeing Friday Night Alight"-Nachtairshowprogramm geboten, welches neben eindrucksvollen Flugvorführungen ebenfalls wieder viele pyrotechnische Spezialeffekte enthielt, darunter zum krönenden Abschluß die gewaltige "Wall of Fire".
Im Flying Display der Australian International Airshow 2007 hat auch wieder das Royal Australian Air Force Aerobatic Display Team "Roulettes" eindrucksvolle Formationskunstflugvorführungen mit sechs Maschinen vom Typ Pilatus PC-9 gezeigt.
Das bereits bei Tageslicht ausserordentlich spektakuläre "dump-and-burn"-Manöver der General Dynamics F-111 der Royal Australian Air Force wurde im Rahmen der "Boeing Friday Night Alight"-Nachtairshow auch nach Einbruch der Dunkelheit gezeigt. Beim "dump-and-burn"-Manöver wird Treibstoff in die heißen Triebwerksabgase der F-111 abgelassen, was einen etwa 30 Meter langen Feuerschweif hinter der Maschine erzeugt.
Am Flugprogramm der Australian International Airshow 2007 hat sich auch die U.S. Air Force wieder mit Solo-Displays von mehreren Maschinen beteiligt. Neben der hier zu sehenden F-16 Fighting Falcon handelte es sich dabei noch um eine F-15 Eagle und eine Transportmaschine vom Typ C-17 Globemaster III.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 4
 

 

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