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47th National Championship Air Races and Air Show

Reno, September 2010

- von Gerhard Schmid, mit Bildern von Frank Zimmermann -

Für viele Fans der Reno Air Races und der Airshowszene insgesamt ging ein Wunsch in Erfüllung als eine FW 190 A-8/N des Bayerischen Flugzeugbauer Flug Werk erstmals an den Reno Air Races teilnahm. Auch wenn der Exot technisch nicht ganz authentisch einen viel zu kleinen Propeller, sowie Wärmetauscher unter den Tragflächen trug, den Zuschauern gefiel's. John Maloney, der den Platz im Cockpit genießen durfte, sicher auch - wenngleich er nur hinterherfliegen konnte...

Die mächtigen und zugleich beeindruckend eleganten Grumman Tigercats sind bekanntlich sehr selten. 2003 brachte Michael Brown mit seiner "Big Bossman" zur großen Freude der Fans einen der schnittigen NAVY-Jäger mit nach Reno. Dieses Jahr war mit der F7F-3 "Here Kitty Kitty" eine zweite Tigercat im Rennen. Beide Tigercats gehören inzwischen dem Flugzeugsammler Rod Lewis, ebenso wie die Unlimited Air Racing Legende "Rare Bear" und noch viele, viele weitere seltene Flugzeuge...

Mit dem Erscheinen der stark modifizierten Mustang "Gallopping Ghost" von Air Racing Urgestein Jimmy Leeward hat sich 2010 ein weiterer Wunsch der Unlimited Fans erfüllt. Und alle hätten sich gewünscht, die versammelten Top Ten Racer Strega, Rare Bear, Galloping Ghost, Miss America, Steadfast, Here Kitty Kitty, Merlins Magic, Big Bossman und Lady Jo im Finale am Sonntagnachmittag um den Kurs jagen zu sehen.

Es ist passiert, womit wohl niemand gerechnet hatte: Im Laufe des Sonntag hat sich starker Wind aus südlichen Richtungen entwickelt, am Nachmittag wurden bis zu 35 kts gemessen. Zu viel für die seltenen und z. T. extrem modifizierten Maschinen. Sicherheit ist oberstes Gebot. Das Finale wurde von den Verantwortlichen in Abstimmung mit den Piloten abgesagt. Die Fans dürfen nun bis zum September 2011 spekulieren, wer wohl den Sieg davongetragen hätte: Vorjahressieger und Air Racing Youngster Steven Hinton in Tiger Destefani's "Strega" oder der mehrfache Sieger John Penney im Rekordflugzeug "Rare Bear". Oder gar der Außenseiter Jimmy Leeward in der geheimnisumwitterten Mustang "Gallopping Ghost"...

Und falls Sie es schon wieder nicht nach Reno geschafft haben - hier unser >>>Buchtipp

Das war eine Überraschung für die Fans. Nachdem man in den letzten Jahren viel über die neuen FW 190 gehört, aber kaum eine gesehen hatte, flug nun sogar eine bei den Reno Races mit.
Mit wachsamem Auge kreiste Steve Hinton in der T-33 des Planes of Fame Museum über den Unlimited Races. Im Falle eines "Mayday" kann man wohl keinen erfahreneren Beistand bekommen...
John Maloney hatte sicher Spaß und die Aufmerksamkeit gehörte ganz ihm. Mit 283 mph konnte er den Anschluß nicht halten. Vielleicht wäre der schöne Paddelprop von Mühlbauer, der ja extra für die 190 gefertigt wird, die bessere Wahl für das nächste Mal .
Manche würden sagen eine Tigercat wäre viel zu schade um damit Rennen zu fliegen...

Ebenfalls ein gemütliches Rennen flog Dave Morss, der wie gewohnt in mehreren Cockpits eingesetzt war, mit der T-28 "The Bear". Mit 299,859 mph erreichte er aber schon Platz 2 im Unlimited Bronze Race...

Rod Lewis sieht das anders. Er hat zwei - und beide fliegen in der Unlimited Class. Während er die #1 "Big Bossman" selbst steuert, sitzt im Cockpit der #55 "Here Kitty Kitty" der erfahrene texanische Pilot Stewart Dawson.
...dicht gefolgt vom traditionellen Schlusslicht, der FM-2 Wildcat #2 "Air Biscuit" - dieses Mal mit Brian Sanders an Stick and Rudder auf Platz 3 - 299,731 mph.
Seit 2004 ist "Sparky", die Mustang der Familie Seghetti, mit bunter Werbung eines Zuckerzeug-Herstellers beklebt. Inzwischen hat man sich daran gewöhnt...
Chuck Greenhill flog die bildschöne P-51D "Lou IV" mit 288,973 mph auf den vierten Platz im Bronze Race.
Immer wieder eine Augenweide ist die auf Hochglanz polierte "Grim Reaper" von Sal Rubino. Aber Sal mag nicht selber um den Rennkurs fliegen. Mit Dan Martin hat er einen sehr erfahrenen Piloten in das Cockpit der kostbaren P-51D gesetzt.
317,315 mph schnell war dann Jim McKinstry mit seiner Yak-3 "Shiska Su'ka" Sieger in der mit nur fünf Flugzeugen schwach besetzten Unlimited Bronze Gruppe.
Zwei der erfahrensten Unlimited Air Racing Piloten: Dan Martin in Sal Rubinos Stock Mustang "Grim Reaper" wird überholt von Jimmy Leeward in seiner extrem modifizierten Mustang "Gallopping Ghost".
Eine Corsair ist stets eine imposante Erscheinung und eine willkommene Bereicherung der Typenvielfalt in der Unlimited Class. Der schwere Jäger mit Doug Matthews im Cockpit bleibt mit rund 330 mph jedoch im hinteren Mittelfeld.
Die P-51D #15 "Geraldine" ähnelt etwas der #16 "Lou IV". Allerdings war sie mit Matt Watt im Cockpit etwas schneller unterwegs und flog mit knapp 340 mph im Unlimited Silver.
Nach dem Rennen versammeln sich die Warbirds auf dem Vorfeld um betankt und anschließend wieder in die Pits gebracht zu werden.
Testpilot Dave Morss fliegt schon seit vielen Jahren die schöne P-51A von Gerald Gabe. Mit mehr als 330 mph flog er dieses Mal komfortabel in der Gruppe Silver mit.
John-Curtiss Paul passiert mit seiner P-40N "Parrothead" Pylon 8. Mit 324,544 mph lässt sich eine tiefe und enge Linie fliegen - zur Freude der Fotografen.
Das Cockpit der #31 "Speedball Alice" hat Dan Vance diesmal an Rob Gordon abgegeben. Mit knapp 330 mph fand sich die Stock Mustang ebenfalls in der Gruppe Silver wieder. Dieses Jahr war eben so manches anders...
So sehen die Fotografen am Pylon 8 das Renngeschehen.
#81 "Lady Jo" ist eine TF-51D und eigentlich ein Bronze Racer. Da 2010 jedoch nur wenige wirklich stark modifizierte Maschinen am Start waren, rückte Robert Patterson mit etwas über 340 mph bis in die Gruppe Gold auf.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 7
 

 

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