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Oldtimertreffen auf der Hahnweide

- von Damian Güttner und Stefan Schmoll -

Den zahlenmäßig größten Teilnehmeranteil des Oldtimertreffens bilden natürlich wie immer die klassischen Trainer und Sportflugzeuge aus der Zeit 1930 - 1960. Piper aller Couleur und Dornier Do 27 waren jeweils Dutzendweise vor Ort, aber auch die Doppeldeckerfraktion war wie immer zahlreich vertreten. In diesem Jahr gab es besonders viele `Debutanten´, die erstmals auf der Hahnweide anzutreffen waren.
Bücker 131 Deutschlands meist verbreiteter Doppeldecker ist die Bücker 131 Jungmann. Allerdings stammen praktisch alle noch flugfähigen Exemplare - so auch die D-ERGR - aus spanischer Nachkriegsproduktion von CASA. Die Maschinen wurden dort erst Ende der Achtziger Jahre von der Luftwaffe ausgemustert und in alle Welt verkauft.
Bücker 133 Viel seltener als die Jungmann ist die Bücker 131 Jungmeister. Die D-EKRE von Erich Reichart ist seit Jahren Gast auf vielen Flugtagen. Der gedrungene Doppeldecker ist noch immer kunstflugtauglich.
Bücker 131 Ab 1937 wurden von Dornier in Altenrhein 88 Bücker 131 in Lizenz gebaut. Nach dem Dienst in der Schweizer Luftwaffe wurden viele Maschinen ab 1972 an Fliegerclubs abgegeben. Etliche der Schweizer Jungmann wurden mit Lycoming Boxer-Motoren umgerüstet, was die Silhouette doch ziemlich verändert - die Flugleistung aber erheblich gesteigert hat.
Bücker 181 Mehr als 4500 Exemplare wurden von der Bücker 181 Bestmann in Deutschland, Schweden und Tschechien gebaut. Die Tschechische Lizenz wurde nach dem Krieg an Ägypten weitergegeben, und dort worden bis 1969 die mit einem Boxer Motor ausgestatte Gomhouria produziert.
Bücker 131 Nachfrage schafft Angebot - und so wird die klassische Konstruktion mittlerweile in Polen wieder neu gebaut. So kann der geneigte Enthusiast einen nagelneuen klassischen Doppeldecker erwerben. Sowohl die SP-YSR als auch die SP-YPY sind in Deutschland stationiert.
Cessna 140 In Europa ist die Cessna 140 leider ein seltener Anblick. Pilotiert wurde der Hochdecker D-EFEC von Ronald de Bruin aus Berlin.
DH-82 Was dem Deutschen die Bücker Jungmann, ist dem Engländer die DH-82 Tiger Moth. Der berühmte Trainer wurde bei Dutzenden Luftwaffen als Anfängertrainer eingesetzt, und so fliegen noch immer weltweit Hunderte des gutmütigen Doppeldeckers.
DHC.1 Der Nachfolger eines Klassikers muß ein Klassiker sein. Und so wurde die DHC.1 Chipmunk bei Dutzenden Luftwaffen das Nachfolgemuster der DH-82 Tigermoth eingeführt. In den Achtzigern überschwemmten ausgemusterte kanadische, britische und portugiesische `Chippies´ den Oldtimermarkt.
DH-89 In den Achtzigern war die DH-89 Dragon Rapide D-ILIT als `G-RCYR´ im Frankfurter Flughafen ausgestellt. Mittlerweile ist sie der Star in Josef Kochs Museum in Großenhain. www.fliegendes-museum.de
DHC.2 Noch heute wird die stabile und genügsame DHC.2 Beaver in Kanada und Alaska als Buschflugzeug - häufig mit Schwimmern - eingesetzt. Die Aufschrift von Bernd Axenbeck´s Maschine erinnert ein wenig an diese Einsatzrolle.
Do 27 Mit der Dornier Do 27 begann nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland der Motorflugzeugbau. Dutzende Maschinen fliegen noch immer in Deutschland als Schleppflugzeug und als Absetzmaschine für Fallschirmspringer.
P 149 Stabil, einfach zu fliegen, 4-sitzig und ein wenig kunstflugtauglich - kein Wunder, daß die Piaggio 149 nach Ausmusterung bei der Bundeswehr gerne von Privatpersonen und Fliegerclubs übernommen worden ist.
Do 27 Mal nicht in Bundeswehrtarnung - die Do 27 D-EGAO ist die letzte gebaute Maschine des Typs und trägt die Dornier Werkslackierung. Die Eigentümer haben eine interessante Webpage unter www.do27.com aufgebaut.
P 149 Mal nicht in Bundeswehrtarnung ist die Piaggio von Artwing Mrak. Mit den `Invasionsstreifen´ macht sie eine gute Figur.
Klemm 35 Gleich vier Klemm 35 kamen zum diesjährigen Oldtimertreffen. Den weitesten Weg hatte die SE-BPU aus Schweden. Das Muster wurde dort für die schwedische Luftwaffe in Lizenz gebaut.
J 3 Fliegen ist nicht nur Männersache. Hier Ellen Bachmanns klassische Piper J3. Das amerikanische Reiseflugzeug ist der Ahnherr zu einer ganzen Reihe von Leichtflugzeugen, die zu Tausenden produziert worden sind.
Klemm 35 Einzigartig unter den Klemm 35 ist die D-EDEX. Der berühmte Segelflugzeugkonstrukteur Wolf Hirth ließ die Maschine 1957 als Einsitzer umbauen und installierte einen von seinem Bruder Hellmuth gebauten Hirth AM506 6 Zylinder Reihenmotor.
L 18 Die Piper L18 flog auch bei der Bundeswehr als Verbindungsflugzeug und Trainer. Vielleicht kennen Sie die D-EFTB aus dem Fernsehen: Die in Hangelar bei Bonn stationierte Maschine ist bei der `Sendung mit der Maus´ zu sehen.
Bölkow 207 Die Bölkow 207 ist die 4-sitzige Weiterentwicklung der Klemm 107. Nach der Aufhebung des Bauverbotes für Motorflugzeuge war die Klemm 107 eines der ersten deutschen Muster. Schließlich wurde der Typ bereits 1938 von Hans Klemm entworfen.
Pa 22 Noch immer mit klassischer Silhouette, aber mittlerweile mit Bugrad ist die Piper Pa 22 TriPacer einer der Nachfolgemuster der L18. Die Piloten haben gleich nebenan die Zelte aufgeschlagen - wahres Hahnweidefeeling.
Bf 108 Noch heute kann die Messerschmitt Bf 108 mit modernen Reiseflugzeugen mithalten. Neben den oft zu sehenden Maschinen der Lufthansa und der EADS gab in diesem Jahr auch die seit 2004 in Biberach stationierte D-ELLM ihren Einstand auf der Hahnweide. Die NORD 1002 flog seit den Siebzigern in den USA.
Yak 52 Einer der Lieblingsklassiker für den moderaten Geldbeutel: Die Yak 52 sieht gut aus, hat einen tollen Sound und ist ziemlich kunstflugtauglich.
Stieglitz Neben den Bücker Flugzeugen aus Rangsdorf war die Focke Wulf Fw 44 Stieglitz der bekannteste deutsche Doppeldecker der Dreißiger Jahre. In ganz Deutschland existieren derzeit etwa 20 Maschinen des Typs, wovon die Hälfte noch fliegt.
Zlin 126 Die Zlin 126 aus den Fünfzigern ist ein - nicht nur im ehemaligen Ostblock - beliebtes Schul- und Sportflugzeug gewesen.
SV.4 Belgiens Beitrag zur Weltluftfahrt, die berühmte Stampe SV.4. Der Doppeldecker wurde zu Hunderten bei der belgischen und der französischen Luftwaffe in der Anfängerschulung eingesetzt. In Antwerpen hat man ihr eigenes Museum gewidmet: www.stampe.be.
Zlin 526 Den Höhepunkt der langjährigen Zlin Trainer Reihe bildete die Zlin 526ASM Kunstflugmaschine. Die OK-WXA von Paul Erhardt wurde erst kürzlich grundüberholt.
Stearman Egal ob blau-gelb oder ganz gelb, die Lackierung des amerikanischen Trainers Boeing Stearman Kaydett ist immer eine Augenweide. Der Doppeldecker ist eine ganze Nummer größer als die europäischen Gegenstücke Tiger Moth, Stampe und Jungmann.
Hier geht's weiter zu    >>>Teil 3
 

 

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