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Oldtimer Fliegertreffen Hahnweide 2011

- von Stefan Schmoll -

Für viele Oldtimerfans war es DAS Highlight: Alle sechs in Europa flugfähigen Junkers Ju 52 gemeinsam am Himmel! Aber auch sonst wurde auf der Hahnweide 2011 ein breites Feld an deutschen Flugzeugen der 30er und 40er Jahre aufgeboten.

Dieses Bild gab es auch 2009. Drei von der Ju-Air aus der Schweiz, eine von der Lufthansa, eine aus Mönchengladbach und die grüne Ju 52 aus La Ferté Alais.

Aber in 2009 viel der gemeinsame Überflug wegen schlechten Wetters buchstäblich ins Wasser.

Nicht so in diesem Jahr! Die historischen Dreimots sorgten für eine großartige Soundkulisse in der Formation. In 2012 soll die in Mönchengladbach beheimatete HB-HOY ausgemustert werden http://www.vfl-ev.de/start.php

 Wenn es dabei bleibt, wird diese Formation leider eine einmalige Sache gewesen sein; umso schöner für alle Luftfahrtfans, die schon am Freitag angereist sind.

eine der schweizer Ju 52 stand am gesamten Wochenende für Rundflüge zur Verfügung, wovon auch zahlreiche Besucher Gebrauch machten. Ebenso flog die "getarnte" F-AZJU aus La Ferté Alais ihre Vorführung.

Auch wenn sicher einige Besucher enttäuscht waren, dass die große Formation nur am Freitag stattgefunden hat - sechs Junkers Ju 52 benötigen auch am Boden extrem viel Platz; und Platz ist beim Oldtimertreffen Mangelware!

Eng wurde es an der Flightline natürlich trotzdem - denn es hatten sich etwa 20 Bücker Jungmann aus ganz Europa angesagt. Die Jungmann ist mit Abstand der am häufigsten geflogene historische Doppeldecker in Deutschland.

Ein echter Klassiker ist zeitlos - und so wurde in den neunziger Jahren in Polen mit der erneuten Produktion der Bücker 131 Jungmann begonnen.

Leider verunglückte der Firmeninhaber vor einigen Jahren tödlich, was auch das vorläufige Aus der Neuproduktion mit sich brachte.

Zum Glück gibt es aber auch noch zahlreiche "alte" Jungmänner. Dank der Lizenzproduktion in Spanien (CASA) und der Schweiz (DoFlug) ist der Doppeldecker noch oft zu sehen. Zahlreiche schweizer Jungmann wurden mit Lycoming Boxermotoren umgerüstet, was die Front natürlich massiv veränderte.
Wesentlich seltener als die Jungmann ist die Bücker 133 Jungmeister. Eines der wenigen noch fliegenden Exemplaren gehört Paul Ressle, der seine D-EMKP vor einigen Jahren gründlich überholen ließ.

Die Einführung der Bücker 181 Bestmann war ein Quantensprung für die Pilotenschulung. Nicht mehr offenes Cockpit und Tandemanordnung, sondern Lehrer und Schüler sitzen nebeneinander in einer geschlossenen Kabine.

Die D-EGZR wurde noch 1969 in Ägyptischer Lizenz produziert und gehört Heute der Sportfluggruppe in Nordholz an der Nordseeküste.

Dreimal Klemm 35: v.l.n.r. die in zivil gehaltene D-EFUB aus Winzeln, dann die militärische D-EQXD der www.quax-flieger.de und die ganz besondere D-EDEX.

Aus Schweden hatte sich mit der SE-BPU eine weitere Klemm 35 angekündigt. Aber leider war das Wetter auf der langen Anreisestrecke zu unsicher.

Diese Klemm 35 ist auf der Hahnweide stationiert. In den fünfziger Jahren wurde sie für den Segelflugzeugpionier Wolf-Hirth umgebaut. Unter Anderem erhielt sie einen Hirth HM 506A Motor ? dessen Konstrukteur der Bruder des Besitzers war. Und um die Angelegenheit rund zu machen: Die Fliegergruppe auf dem Platz heißt ebenfalls Wolf Hirth >>> www.d-edex.de

Gerade auf der Hahnweide sollten auch die Segelflugzeuge nicht zu kurz kommen. Deswegen stellen wir Ihnen hier einige Highlights vor.

Ganz neu restauriert ist das Grunau Baby der ortsansässigen Oldtimergruppe: http://www.fm-hahnweide.de/baby2.php

Die deutsche Lo-100 ist noch immer das Maß aller Dinge im Segelkunstflug. Seit den fünfziger Jahren wurde sie in Holzbauweise gebaut, wobei die Grundkonstruktion bereits aus den dreißiger Jahren stammt.

Was ein breiter Rücken...

Der Schulungsdoppeldecker Gö-4 aus dem Jahr 1937 ist eine Seltenheit, denn hier sitzen Lehrer und Schüler nicht wie gewohnt hintereinander sondern nebeneinander. Eine weitere Seltenheit im Segelflugzeugbau ist die Konfiguration als Mitteldecker.

Stationiert ist die D-8184 ebenfalls auf der Hahnweide.

Früher firmierten sie zu dritt unter Kunstflugteam Franken - aber mittlerweile fliegen Peter und Michi Hoffmann als http://www.lo100-synchroteam.de/ im Duett.

Während das Oldtimertreffen in den letzten Jahren immer größer geworden ist, wurden die Segelflugzeuge leider etwas an den Rand verdrängt - sehr schade für ein Land mit dieser Tradition im Segelflugzeugbau!

Drei Generationen der Familie Zahn verwirklichten vor 10 Jahren den Nachbau des DFS Habicht D-1901. Christof ist der Pilot und "leiser" Star auf zahlreichen Airshows. Seine Kunstflugvorführung zeigt deutlich, dass es zur Begeisterung der Zuschauer nicht immer 2.000 PS braucht http://www.dfs-habicht.de/

Gö-3 Minimoa (links) und Gö4 im Detail. Die deutschen Konstruktionen waren schon in den dreißiger Jahren weltweit führend im Segelflugzeugbau.

Während die Bücker Jungmann ja fast "Massenware" ist, so ist DER Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz doch eine echte Rarität. Weltweit fliegen lediglich noch ein gutes Dutzend Exemplare des ehemaligen Luftwaffentrainers. Die Quax-Flieger haben ihre D-ENAY in den letzten Jahren von Grund auf überholt und rollen hier gemeinsam mit der F-AZMJ aus La Ferté Alais zum Display.

Jean-Marie Tawil zeigte mit seinem Stieglitz nach den Formationen mit der D-ENAY ein wunderschönes Kunstflugprogramm. Trotz des wuchtigen Sternmotors ist der Vogel eine sehr elegante Erscheinung am Himmel. Aktuell sind in Deutschland mehrere Exemplare in Renovation, so dass es hoffentlich bald noch mal eine größere Stieglitzformation geben wird.

Joachim Schulz brachte seine NORD 1002 - die französische Version der Messerschmitt 108 - mit auf die Hahnweide. Der augenfälligste Unterschied zum deutschen Original ist der Renault 6Q10 Motor, der dem Viersitzer eine andere Front als der originale Argus AS10 Motor verleiht.

Die NORD 1101 wird ja gerne - besonders in Verkaufsanzeigen - als Messerschmitt 208 bezeichnet. Tatsächlich wurden lediglich zwei Me 208 Prototypen gebaut; die spätere Serienproduktion fand in Frankreich unter der Bezeichnung NORD 1101 statt. Insgesamt wurden für die französische Luftwaffe etwa 200 Exemplare dieses Verbindungsflugzeuges gebaut.
NORD 1101 gemeinsam mit zwei originalen Messerschmitt 108 (der D-EBFW aus Bad Nauheim und der frisch restaurierten HB-HEB aus Lausanne) in enger Formation über der Hahnweide.

Die Fokker DR.I ist schon richtig aufgehoben. Anthony Fokker baute im ersten Weltkrieg in Deutschland Flugzeuge, bevor er später nach Holland gewechselt ist.

Auch wenn einige Nachbauten des Dreideckers bald fliegen dürften, so ist die rote D-EFTJ des www.fliegendes-museum.de aus Großenhain derzeit das einzige flugfähige Exemplar in Deutschland.
Begonnen haben wir diesen Teil mit einer Formation von sechs Junkers Ju 52 und enden wollen wir mit sechs Fieseler Storch. Aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien reisten die Piloten an, um den 75. jährigen Erstflug des berühmten STOL Flugzeuges zu feiern.
Ebenfalls in Großenhain ist die D-EGTY beheimatet, einer in Frankreich produzierten Morane 505 mit 300PS starkem Jacobs R775 Motor. Allerdings hatte Biggi Koch nicht die weiteste Anreise?
Die D-EZZZ ist in den letzten Jahren nicht oft in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Aber für das Jubiläum machte Miro Rieser eine Ausnahme. Stationiert ist die Maschine im bayerischen Straubing.

NEUN Stunden reine Flugzeit benötigte Peter Holloway mit seiner G-STCH. Stationiert ist sie im britischen Old Warden bei der berühmten Shuttleworth-Collection. Seine Fieseler 156 A-1 wurde in den letzten Jahren von Grund auf restauriert und ist jetzt mit Sicherheit einer der weltweit originalsten fliegenden Störche

Hier geht's in Kürze weiter zu >>>Teil 4
 

 

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