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AIRPOWER05, Zeltweg/Österreich

- ein Bericht von Gerhard Schmid und Hartmut Seidel -

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Die AIRPOWER ist eine gemischte Veranstaltung. Unter den mehr als 200 Maschinen, die sich auf dem Flugplatz Hinterstoisser eingefunden haben, waren Propellerflugzeuge sowie Jets militärischer als auch ziviler Herkunft zu finden.

Für Freunde klassischer Propellerflugzeuge war im Vergleich zu AIRPOWER03 diesmal etwas weniger geboten. Leider. Verwunderlich war das schon deshalb, weil ja Mitveranstalter Red Bull selbst so manchen kolbenmotorgetriebenen Klassiker im Flugzeugpark hat. Natürlich ist bei einem derart umfangreichen Showprogramm die Displayzeit begrenzt, dennoch würde es die Herzen der Prop-Fans höher schlagen lassen, wenn DC-6, Super Constellation, Corsair, Mitchell, Catalina und einige andere wunderschöne Klassiker ein paar Minuten mehr Displayzeit bekämen.

Bf 109

Bf 109

Für gute Flugaufnahmen der Messerschmitt Bf 109 G-4 der MAC aus Albstadt-Degerfeld ist eine großes Teleobjektiv unverzichtbar. Pilot Wilhelm Heinz fliegt sein Display in großer Höhe und Distanz zum Publikum.

Auf jeder Airshow ein Highlight ist die schlanke Messerschmitt. Wie klein die Maschine tatsächlich ist, fällt erst beim Vorbeirollen auf. Neben einer Corsair z. B. wirkt die Bf 109 fast wie ein großes Modell... Der Erstflug der Bf 109 fand 1935 statt.

Cessna Bird Dog

Cessna Bird Dog

Eine auffallend lange Antenne trägt diese Cessna Modell 305C/L-19E auf dem Rumpfrücken. Bekannt ist dieser Flugzeugtyp auch unter der Bezeichnung O-1E "Bird Dog".

Im militärischen Dienst fand die die Cessna O-1E als Beobachtungsflugzeug Verwendung. In der schmalen Kabine sitzt der Beobachter in Tandemanordnung hinter den Flugzeugführer.

Catalina

Catalina

Im gleichen Jahr wie die Bf 109 absolvierte auch der Prototyp der Consolidated PBY Catalina seinen Erstflug. Damit feierten gleich zwei teilnehmende Flugzeuge den 70. Jahrestag seit dem Erstflug der Prototypen.

Die Catalina wurde als Amphibischer Aufklärer konzipiert, fand jedoch auch als Bomber Verwendung. Nach dem Krieg wurde sie u. a. als Expeditionsflugzeug des französischen Meeresforschers Jacques Cousteau bekannt.

Corsair

Corsair

Zur letzten Generation der Kolbenmotor-Jagdflugzeuge zählt die Chance Vought F4U-4 Corsair. Sie ging 1942 in Serie und befand sich bis 1965 im aktiven Dienst. Von den weit über 12.000 produzierten Maschinen existieren heute nur noch einzelne. Sigi Angerer, Chefpilot der Flying Bulls holte die Maschine 1988 aus Texas. Matthias Dolderer ist der Pilot, der das fast 2.500 PS starke und über 700 km/h schnelle Flugzeug bändigt. Wie viele für Flugzeugträger gebaute Flugzeuge besitzt auch die Corsair faltbare Tragflächen. Das untere Bild zeigt den Faltvorgang.
Trojan

Trojan

Etwa 150 von mehr als 2.200 gebauten North American T-28 Trojan Trainern fliegen noch. Ab 1950 löste dieser Typ die bis dahin zur Fortgeschrittenenschulung eingesetzten AT-6 ab. In den USA wurde die Maschine von der Air Force, der NAVY und dem Marine Corps gleichermaßen genutzt. Frankreich nutzte diesen Typ unter der Bezeichnung "Fennec". Bei Konflikten in Südostasien und Nordafrika wurden T-28 sogar im bewaffneten Kampfeinsatz geflogen.
Mitchell

Mitchell

Sehr große Beliebtheit genoß die North American B-25 Mitchell bei ihren Piloten. Was der mittelschwere Bomber zu leisten vermag, zeigte der berühmte "Tokyo Raid", bei dem der U.S. Lieutenant Colonel James H. Doolittle im April 1942 mit einer Gruppe freiwilliger Piloten von dem Flugzeugträger USS Hornet aus Japan bombardierte - als Vergeltung für den japanischen Angriff auf Pearl Harbor.

Gekonnt vorgeflogen wurde die B-25 von Daniel Angerer, der hier zusammen mit seinem Co-Piloten die Zuschauer begrüßt.

DC-6

DC-6

DC-6

Vor gut einem Jahr wurde die Douglas DC-6B der Flying Bulls nach vierjähriger Restaurierung fertiggestellt. Heute ist die fast 50 Jahre alte Maschine das größte Flugzeug in der Sammlung.

Zusammen mit dem Konkurrenzmodell Lockheed Super Constellation stellt die DC-6 den Höhepunkt der Prop-Liner Ära dar. Als die schnelleren Jets Einzug hielten, wurden diese wunderschönen Klassiker von den Airlines schnell ausgemustert.

N-996DM, so die US-Registrierung der DC-6B wurde 1958 gebaut und bis 1975 vom jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito als Luxus-Liner genutzt. Später war sie als Rundflugmaschine in Namibia eingesetzt.

Super Constellation

Super Constellation

Super Constellation

Lange hat es gedauert bis in Europa wieder eine flugfähige Super Constellation zu sehen war. Seit Mai 2004 ist die US-registrierte Lockheed L-1049 auf dem Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg stationiert. Mit ihrem delphinartig geschwungenen Rumpf gilt dieses Flugzeug als eines der schönsten, die je gebaut wurden.

Der schweizer Verein "Super Constellation Flyers Association" hat die 1956 gebaute Super Constellation im November 2000 aus der Dominikanischen Republik nach Florida gebracht, wo sie auf die bevorstehende Atlantik-Überquerung vorbereitet wurde. Nach viele technischen und bürokratischen Hürden gelang vor gut einem Jahr die Überführung nach Europa. Nach 25 Jahren Abstinenz sieht man die "Königin des Atlantik" nun wieder am Himmel über Europa.

Stearman

Stearman

Wer einmal Gelegenheit für einen Mitflug in einem Boeing PT-17 Stearman hatte weiß, weshalb dieses Flugzeug eines der meistgebauten Schulflugzeuge für die Grundschulung wurde.

Die robuste Konstruktion besticht durch gutmütige Flugeigenschaften ebenso wie durch die Fähigkeit, die bei Anfängern häufig sehr harten Landungen klaglos wegzustecken.

Yak-11

Yak-11

1955 war das Jahr in dem Österreich wieder eine eigene Luftwaffe aufbauen durfte. Neben vier Yak-18 wurden auch vier Yak-11 Trainingsflugzeuge von der damaligen UDSSR gekauft.

Im damaligen Ostblock war die Yak-11 ein sehr beliebter und weit verbreiteter Trainer. Die hier zu sehende Maschine ist ein Lizenzbau C-11 der Firma Avia .

P 149 Obwohl sie wie ein modernes Sportflugzeug aussieht, ist die Piaggio P 149 schon ein Klassiker. Hier eine Maschine des Fliegermuseum Altenrhein. Die italienische Konstruktion der 50er Jahre wurde in Deutschland bei Focke Wulf in Lizenz gebaut und bis 1988 für die Piloten-Grundausbildung verwendet.
Trener In der ehemaligen CSFR wurde bei Zlin in Otrokovice in den 50er Jahren der "Trener" gebaut, ein kunstflugtauglicher Tiefdecker, der in den sechziger Jahren bei mehreren Kunstflug-Weltmeisterschaften Siege erzielen konnte.
PA-18 Dem Heeres-Flugsportverein Wien gehört diese 1957 gebaute Piper PA-18/150. Der Aufbau dieses gutmütigen Flugzeuges besteht aus der bewährten stoffbespannten Stahlrohrbauweise.
Crowds Ein Bad in der Menge. Die Super Constellation wurde inmitten der Besuchermenge abgestellt und war auch zur Besichtigung zugänglich.

Hier geht's weiter zu   >>>Teil 2

 

 

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