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AIRPOWER05, Zeltweg/Österreich

- ein Bericht von Gerhard Schmid und Hartmut Seidel -

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Im Jahre 2005 feierten die Österreichischen Luftstreitkräfte ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass war vom 25. Mai bis zum 26. Oktober 2005 im Hangar 8 des Fliegerhorstes Hinterstoisser in Zeltweg eine Jubiläums-Sonderausstellung zu sehen, die natürlich auch während der Airpower05 besichtigt werden konnte.

Für diese Jubiläums-Ausstellung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" ist dank der sehr engagierten Arbeit sowohl von Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres als auch von Privatpersonen eine umfangreiche und sehr gepflegte Sammlung von Flächenflugzeugen und Hubschraubern, zusammengestellt worden, mit der den Besuchern ein sehr interessanter repräsentativer Querschnitt durch die in den letzten fünfzig Jahren verwendete Ausrüstung der Österreichischen Luftstreitkräfte gezeigt wurde.

Durch diese Sammlung, die übrigens auch Landfahrzeuge und eine Vielzahl von technischem Gerät beinhaltete, war eine Art Lehrpfad eingerichtet worden, wo sich die Besucher anhand von vielen Informationstafeln neben den einzelnen Exponaten einen detaillierten Überblick über die sehr interessante Geschichte, vielfältigen Aufgaben und Einsätze der Österreichischen Luftstreitkräfte verschaffen konnten.

Yak-18 Mit der Aufstellung der neuen Österreichischen Luftstreitkräfte wurde im Jahre 1955 begonnen. In dem Jahr erhielt Österreich acht Propellerflugzeuge aus der Sowjetunion, die in Kisten verpackt per Eisenbahntransport angeliefert worden sind. Die Maschinen wurden dann auf dem Fliegerhorst Langenlebarn unter der Aufsicht eines sowjetischen Ingenieurs zusammengebaut. Bei vier von diesen Flugzeugen handelte es sich um Maschinen vom hier zu sehenden Typ Yakovlev Yak-18.
Vampire Als erste Düsenflugzeuge wurden für die neu aufgestellten Österreichischen Luftstreitkräfte im Jahre 1957 Maschinen vom britischen Typ De Havilland Vampire DH 115 beschafft.
Yak-18 Mit einer Yakovlev Yak-18 wurde von Oberstleutnant Gustav Hauck am 9. Dezember 1955 der erste Flug eines Flugzeugs im Dienste der damals gerade neu aufgestellten Österreichischen Luftstreitkräfte durchgeführt.
Fouga Magister Zwischen 1959 und 1972 wurden von den Österreichischen Luftstreitkräften insgesamt 18 Maschinen vom französischen Typ Fouga Magister CM 170 eingesetzt. Die Fouga Magister dienten in erster Linie zur Ausbildung von Jet-Piloten.
Yak-11 Bei den anderen vier Maschinen, welche 1955 von der Sowjetunion an Österreich geliefert wurden und die Erstausstattung der neuen Österreichischen Luftstreitkräfte bildeten, handelte es sich um Schulflugzeuge vom Typ Yakovlev Yak-11.
Fouga Magister Die hier in der Sammlung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" ausgestellte Fouga Magister CM 170 wurde nach ihrer Ausserdienststellung bei den Österreichischen Luftstreitkräften im Jahre 1972 verkauft. Die Maschine kam dann schließlich nach Irland, wo sie bis 1999 beim "Irish Air Corps" im Dienst gewesen ist.
Fiat G-46 Direkt neben dem Hangar 8 war für die Jubiläumsausstellung auch ein kleines Freigelände eingerichtet worden. Hier wurde unter anderem auch diese Maschine vom italienischen Typ Fiat G-46 4-B ausgestellt. Insgesamt fünf solcher Maschinen wurden von 1957 bis 1963 bei den Österreichischen Luftstreitkräften als Schulflugzeuge eingesetzt. Diese Fiat G-46 4-B hier war übrigens bis 2004 als "Gate Guard" am Haupttor des Fliegerhorstes Zeltweg zu sehen.
Saab Tunnan Von 1961 an wurden für die Österreichischen Luftstreitkräfte insgesamt 30 Kampfflugzeuge vom schwedischen Typ Saab J-29 F Tunnan beschafft. Die Maschinen wurden als Jagdbomber und Aufklärer verwendet und blieben bis 1972 im Dienst.
Bird Dog Im Jahre 1958 erhielten die Österreichischen Luftstreitkräfte von den USA 29 Mehrzweckflugzeuge vom Typ Cessna L-19 geschenkt. Die Maschinen dieses Typs - besser bekannt unter der Bezeichnung Cessna O-1 "Bird Dog" - wurden als Schulflugzeuge, sowie auch für Luftbildflüge und für Artillierie-Beobachtungsaufgaben eingesetzt. Erst 1997 wurden von den Österreichischen Luftstreitkräften die letzten Bird Dogs außer Dienst gestellt.
Saab Draken Im kleinen Freigelände neben dem Hangar 8 war im Rahmen der Jubiläumsausstellung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" auch schon ein Saab Draken zu sehen. Wie schon mal erwähnt war die Airpower05 auch eine Abschiedsveranstaltung für die Saab Draken. Von den Österreichischen Luftstreitkräften wurden seit 1988 insgesamt 24 Saab Draken als Überschall-Abfangjäger eingesetzt. Die letzten dieser Maschinen wurden am 22. Dezember 2005 offiziell außer Dienst gestellt.
Harvard In der Anfangszeit wurden von den neu aufgestellten Österreichischen Luftstreitkräften eine ganze Reihe von verschiedenen Flugzeugtypen zu Ausbildungszwecken verwendet. Dazu gehörten auch Maschinen vom Typ North American T-6 Texan.
AB204 Von dem Transporthubschrauber Agusta-Bell AB 204 wurden zwischen 1963 und 1970 insgesamt 26 Maschinen für die Österreichischen Luftstreitkräfte beschafft und äußerst vielseitig eingesetzt.
Saab Safir Neben den bereits gezeigten Maschinen vom Typ Yakovlev Yak-11 und Yak-18, sowie North American T-6 Texan, Cessna L-19 und Fiat G-46, wurden von den neu aufgestellten Österreichischen Luftstreitkräften Ende der fünfziger und Anfang der sechziger Jahre sogar noch verschiedene weitere Flugzeugtypen als Schulflugzeuge eingesetzt. Diese große Zahl von gleichzeitig verwendeten unterschiedlichen Schulflugzeugtypen wurde scherzhaft als "Schmetterlingssammlung" bezeichnet. Es wurde dann beschlossen die fliegerische Grundausbildung bei den Österreichischen Luftstreitkräften zu vereinheitlichen und hierfür nur noch einen einzigen Flugzeugtyp zu verwenden. Die Wahl fiel hierbei auf die schwedische Saab Safir 91 D.
AB204 Die letzten noch im Dienst stehenden Hubschrauber vom Typ Agusta-Bell AB 204 wurden von den Österreichischen Luftstreitkräften im Jahre 2000 außer Dienst gestellt. Der hier zu sehende AB 204 hat im Juli 2001 seinen letzten Flug durchgeführt.
Saab Safir Von der Saab Safir 91 D wurden dann insgesamt 24 Maschinen als Schulflugzeuge zur fliegerischen Grundausbildung für die Österreichischen Luftstreitkräfte beschafft. Die Flugzeuge befanden sich von 1964 bis 1993 im aktiven Dienst.
AlouetteII AB204 Schon im Jahre 1958 wurden für die Österreichischen Luftstreitkräfte Hubschrauber vom französischen Typ Aérospatiale Alouette II beschafft. Ein Alouette II war in der Jubiläumsausstellung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" direkt neben dem Agusta-Bell AB 204 zu sehen.
Bell 47 Die ersten Hubschrauber im Dienst der neuen Österreichischen Luftstreitkräfte waren zehn Agusta-Bell AB 47 G, die bereits 1956 angeschafft wurden. Bei dem AB 47 G handelt es sich um einen italienischen Lizenzbau des berühmten amerikanischen Hubschraubertyps Bell 47. Der hier zu sehende Hubschrauber ist ein Bell 47 mit der Militärbezeichnung Bell H-13 H Sioux, von dem die Österreichischen Luftstreitkräfte im Jahre 1958 siebzehn Maschinen aus amerikanischen Beständen erhalten haben.
AlouetteII Insgesamt 16 Aérospatiale Alouette II waren bei den Österreichischen Luftstreitkräften im Einsatz. Die letzten Hubschrauber dieses Typs wurden im Jahre 1975 von den Österreichischen Luftstreitkräften ausgemustert und verkauft.
Bell 47 Der in der Sammlung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" ausgestellte Bell H-13 H Sioux ist von Januar bis April 2004 in der Fliegerwerft auf dem Österreichischen Militärflugplatz Aigen im Ennstal in circa 350 Arbeitsstunden liebevoll restauriert worden.
LKW Wie schon mal erwähnt wurde die Jubiläumsausstellung "Militärluftfahrt 1955 bis 2005" auch durch etliche interessante Fahrzeuge bereichert. Hier ist ein Militärlastwagen vom Typ "HA 2-90 Husar" zu sehen. Dieser LKW-Typ wurde von der Firma ÖAF ( = Österreichische Automobil-Fabriks A.G. ) hergestellt.

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