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Warbirds over Wanaka Airshow 2004

- Ein AirVenture-Bericht von Hartmut Seidel, Hans-Jürgen Hennig und Dieter Bröde -

Für jemanden der leidenschaftlich gerne fliegt, der gerne einen ebenso erholsamen wie actionreichen Urlaub in einem wunderschönen fernen Land verbringen möchte und der sich dabei auch noch eine absolut erstklassige Airshow ansehen will, für den gibt es ein absolut ideales Traumziel : Neuseeland ! Denn hier gibt es alles, was man sich als Flieger für einen idealen Urlaub wünscht : Eine atemberaubend schöne Natur und jede Menge interessante Mitflugmöglichkeiten, sowie viele weitere actionreiche Attraktionen für Touristen.

Und es gibt dort eine Airshow zu bewundern, die ohne jeden Zweifel zu den besten der Welt zählt : Die Warbirds over Wanaka Airshow ! Der Flugplatz des kleinen Ortes Wanaka liegt in der sehr schönen Gebirgslandschaft der Neuseeländischen Südinsel und die mittlerweile weltberühmte Warbirds over Wanaka Airshow findet dort alle zwei Jahre immer am Oster-Wochenende statt. Das täglich jeweils etwa sechs Stunden lange Flugprogramm bietet etwas für jeden Geschmack und lässt keinerlei Wünsche offen : Wie es der Name der Airshow schon sagt bekommt der begeisterte Zuschauer vor allem sehr actionreiche Warbird-Vorführungen zu sehen, darunter viele sehr seltene Maschinen, die bei jedem Warbirdfan leuchtende Augen hervorrufen !!! Aber nicht nur das : Vom kleinen Pitts Special Kunstflug-Doppeldecker bis hin zur großen Boeing 757 der Royal New Zealand Air Force, vom Solo-Display bis zum Formationskunstflug, vom Hubschrauber bis zum Cessna A-37 Dragonfly-Militärjet gibt es in dem äußerst vielseitigen Flugprogramm alles zu sehen !!! Und sowohl vor dem Flugprogramm als auch danach hat der Besucher die Möglichkeit zu erstaunlich niedrigen Preisen Warbird-Rundflüge durchzuführen ! Hierfür standen diesmal mit einer Douglas C-47 Dakota und einem Catalina-Amphibienflugzeug zwei ganz besonders legendäre Maschinen bereit !!!

Nachdem wir von AirVenture schon über die hervorragende Warbirds over Wanaka Airshow 2002 berichtet hatten, stand für uns natürlich gleich fest, daß wir auch bei der nächsten Warbirds over Wanaka Airshow auf jeden Fall wieder vor Ort sein müssen ! Am 9., 10. und 11. April 2004 war es dann endlich wieder soweit ! Sehen Sie hier nun unseren großen Bericht über diese absolute Super-Airshow :

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Breitling Fighters

Breitling Fighters

Mit den berühmten "Breitling Fighters" wurde dem Publikum der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 ein ganz besonderer Knüller im Flugprogramm geboten. Leider wurde dieses hervorragende Warbird-Team aber nunmehr aufgelöst, nachdem es in den letzten 5 Jahren bei Airshows in 13 europäischen Ländern fast 750 Formationskunstflug-Vorführungen vor insgesamt mehr als 25 Millionen begeisterten Zuschauern gezeigt hat. Bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 haben die Breitling Fighters ihre Abschiedsvorstellung gegeben. Das Team hatte seine Basis in Duxford in England und wurde mit einer Curtiss Kittyhawk und einer Corsair, sowie einer Mustang und einer Spitfire der dort ansässigen Old Flying Machine Company gebildet.
Kittyhawk

Kittyhawk

Wie schon erwähnt konnte man im Flugprogramm während der Vorführung "Celebration of V 12 Power" sowohl zwei Mustangs als auch zwei Curtiss P-40 Kittyhawk bewundern. Bei der einen P-40 handelte es sich um die P-40 E Kittyhawk der Breitling Fighters. Die andere Maschine war diese Curtiss P-40 N Kittyhawk "Currawong". Die Maschine trägt Abzeichen der Royal Australian Air Force und gehörte im Zweiten Weltkrieg auch tatsächlich der RAAF. "Kittyhawk" war übrigens nur die bei den Commonwealth-Luftstreitkräften verwendete Bezeichnung für die Curtiss P-40 E und die nachfolgenden Versionen. Im Dienste der U.S. Luftstreitkräfte hießen die Maschinen dieses Typs von der Version P-40 E an "Warhawk".
Breitling Fighters

Breitling Fighters

Zwei Flugzeuge der Old Flying Machine Company wurden für die Vorführungen der Breitling Fighters in Wanaka nach Neuseeland mitgebracht. Bei der einen Maschine handelte es sich um diese Curtiss P-40 E Kittyhawk. Die P-40 E wurde geflogen von Ray Hanna. Er ist der Teamleader der Breitling Fighters und der Gründer der Old Flying Machine Company in Duxford. Ray Hanna ist ein gebürtiger Neuseeländer. Er diente lange Zeit in der britischen Royal Air Force und war dort auch mehrere Jahre lang Teamleader der berühmten "Red Arrows". Er hat bis jetzt über 20.000 Stunden Flugerfahrung ! Seine Curtiss P-40 E Kittyhawk gehörte früher der Royal New Zealand Air Force und ist die einzige flugfähige Original-RNZAF Kittyhawk die es noch gibt. Die Maschine kommt leider nicht mehr mit zurück nach Duxford sondern wird nunmehr in Neuseeland bleiben.
Lawotschkin

Lawotschkin

Lawotschkin

Die Vorführungen zum Thema "Spectacular Russian Fighters" im Flugprogramm der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 boten dem Zuschauer einige ganz besondere Knüller : Zum Beispiel diese Lawotschkin LA-9. Insgesamt 1.630 Lawotschkin LA-9 wurden gebaut, diese Maschine hier ist die einzige noch flugfähige LA-9 auf der Welt! Das Flugzeug gehörte zuerst der Sowjetischen Luftwaffe und war dann bis Anfang der sechziger Jahre bei der Chinesischen Luftwaffe im Einsatz. Nach der Ausmusterung aus dem aktiven Dienst diente diese Maschine lange Zeit als technisches Ausstellungsstück einer Universität in Peking. Nach sehr langen Verhandlungen mit China hat dann schließlich die Old Flying Machine Company in Duxford diese LA-9 erworben. Die Maschine wurde nach Neuseeland gebracht, wo sie bei der Firma Pioneer Aero Restorations wieder flugfähig gemacht wurde. Das 1.850 PS starke Triebwerk der LA-9 vom Typ Schwetzow ASh-82 wurde übrigens in der Tschechei restauriert. Nach dem erfolgreichen Abschluß der gesamten Restaurierungsarbeiten wurde die LA-9 nach England gebracht, wo sie während der Airshow-Saison 2003 von der Old Flying Machine Company im Flug vorgeführt wurde. Zur Teilnahme an der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 wurde die Maschine wieder nach Neuseeland gebracht. Bei den Flugvorführungen in Wanaka wurde die LA-9 von John Lamont geflogen. Genau wie die Corsair und die P-40 E Kittyhawk der Old Flying Machine Company soll übrigens auch die Lawotschkin LA-9 jetzt in Neuseeland bleiben.
Breitling Fighters

Breitling Fighters

Bei der zweiten aus Duxford mitgebrachten Maschine der Breitling Fighters handelt es sich um diese bei der Firma Goodyear in Lizenz gebaute FG-1D Corsair. Auch diese Corsair stand früher mal im Dienst der Royal New Zealand Air Force, die insgesamt über 400 Maschinen dieses Typs erhalten hatte. Die Maschine der Breitling Fighters ist die einzige noch flugfähige Original-RNZAF Corsair und wurde bei der Old Flying Machine Company sogar wieder mit dem authentischen Kennzeichen und dem gleichen Anstrich versehen, den die Maschine schon während des Zweiten Weltkriegs hatte. Auch die Corsair verbleibt nunmehr in Neuseeland und kommt nicht mit zurück nach Duxford. Geflogen wurde die Corsair bei den Breitling Fighters von Keith Skilling. Auch Keith Skilling ist gebürtiger Neuseeländer und arbeitet in seinem Hauptberuf als Pilot für die Fluggesellschaft Air New Zealand.
Rata

Rata

Rata

Neben der Lawotschkin LA-9 konnte man im Programmpunkt "Spectacular Russian Fighters" bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 mit den berühmten russischen Polikarpov-Jägern auch noch einige andere absolute Raritäten bewundern. Sir Tim Wallis hatte für seine auf dem Flugplatz von Wanaka ansässige Alpine Fighter Collection von 1992 bis 1998 in Russland insgesamt neun Polikarpovs flugfähig restaurieren lassen. Bei sechs Maschinen davon handelt es sich um den legendären Polikarpov I-16 Jäger, berühmt geworden unter der Bezeichnung "Rata". Es sind die einzigsten flugfähigen Maschinen dieses Typs, die es auf der Welt noch gibt ! Drei "Ratas" wurden mittlerweile verkauft, die anderen drei befinden sich glücklicherweise noch in Wanaka, so daß man bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 diese beiden hier zu sehenden Maschinen im Flug genießen konnte ! Angetrieben werden die Polikarpov I-16 "Rata" von einem bulligen 9-Zylinder Schwetzow ASh-62 Sternmotor mit 1.000 PS.
Breitling Fighters Diese Supermarine Spitfire Mk XVI hatten sich die Breitling Fighters für ihre Abschiedsvorführung in Neuseeland bei der in Wanaka ansässigen Alpine Fighter Collection von Sir Tim Wallis geliehen. Die Spitfire wurde geflogen von Nigel Lamb.
Breitling Fighters Auch die North American P-51D Mustang "Miss Torque" hatten sich die Breitling Fighters für ihre Vorführungen bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 von der Alpine Fighter Collection ausgeliehen. Geflogen wurde die Mustang von Lee Proudfoot.
Tchaika

Tchaika

Zusätzlich zu den sechs Polikarpov I-16 "Rata"-Eindeckern hat Sir Tim Wallis auch drei Doppeldecker vom Typ Polikarpov I-153 "Tchaika" restaurieren lassen. Eine dieser Maschinen wurde mittlerweile verkauft, die beiden anderen befinden sich noch in der Alpine Fighter Collection von Sir Tim Wallis. Die hier zu sehende "Tchaika" konnte man bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 zusammen mit den beiden Polikarpov I-16 "Rata" Eindeckern während der Vorführungen zum Thema "Spectacular Russian Fighters" im Flug bewundern !
Mustang

Mustang

Zusätzlich zu der von den Breitling Fighters verwendeten Mustang "Miss Torque" konnte man bei der Warbirds over Wanaka Airshow 2004 auch noch eine weitere North American P-51 D Mustang im Flug bewundern. Diese zweite Mustang hier war auch gemeinsam mit der Mustang "Miss Torque" und zusammen mit zwei Curtiss P-40 Kittyhawk in dem Programmpunkt "Celebration of V 12 Power" zu sehen. Es war dies eine sehr lobenswerte Sondervorführung für den Liebhaber von Warbird-Sound, denn bei der "Celebration of V 12 Power" konnte man den kernigen Triebwerk-Sound der beiden Mustangs ( V 12 Packard Merlin Motoren ) und der beiden Kittyhawks ( V 12 Allison Motoren ) so richtig genießen !
...hier geht's weiter zu >>>Teil 2
 

 

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