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Airpower 2003 in Zeltweg

- Ein AirVenture-Bericht von Hartmut Seidel, mit Bildern von Gerhard Schmid, Hartmut Seidel, Philip Preindl und Nina Graf -

Es gibt da eine kleine Stadt in Österreich, wenn man deren Namen erwähnt bekommt jeder Flugzeugfan in Europa gleich leuchtende Augen und ein freudiges Herzklopfen. Es handelt sich hierbei um die Stadt Zeltweg, gelegen in einer wunderschönen Gebirgslandschaft im Österreichischen Bundesland Steiermark. Dort liegt der Fliegerhorst Hinterstoisser, einer der wichtigsten Stützpunkte der Österreichischen Luftstreitkräfte. Dort fanden in den Jahren 1997 und 2000 bereits zwei Airshows statt, die sich aufgrund ihres hervorragenden Flugprogramms einen absolut legendären Ruf erworben haben. Und am Freitag 27. Juni und Samstag 28. Juni 2003 war es endlich wieder soweit : Airshow-Time in Zeltweg ! Mit der Airpower03 wurde den begeisterten Zuschauern eine der größten und besten Airshows in Europa geboten. Organisiert wurde Airpower03 vom Österreichischen Bundesheer und der Firma Red Bull, sowie dem Land Steiermark. Die Zusammenarbeit dieser drei starken Partner war ein voller Erfolg. Den 250.000 Zuschauern wurde an beiden Tagen jeweils ein nicht weniger als 10 Stunden langes durchgehendes und absolut hervorragendes Flugprogramm gezeigt! Neben einer Vielzahl von Einzelvorführungen von Jets, Warbirds und Kunstflugmaschinen und einer großen Luftlandedemonstration mit 19 Hubschraubern gab es auch noch insgesamt sage und schreibe neun berühmte Formationskunstflugteams zu sehen, eine Zahl die bei einer einzelnen Airshow wohl kaum noch überboten werden kann! Es war also eine Veranstaltung, die zu verpassen man sich als Flugzeugfan niemals verzeihen könnte! Sehen Sie hier nun unseren großen siebenteiligen Foto-Report:

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Draken

Draken

Draken

Draken

Nach einer Flaggenparade mit Hubschraubern wurde die Airpower03 an beiden Tagen jeweils mit einer erstklassigen Formationsflugvorführung von sechs Saab Draken Abfangjägern der Österreichischen Luftstreitkräfte eröffnet. Es wurden Ende der achtziger Jahre insgesamt 24 gebrauchte Saab Draken für Österreich beschafft und dienen dort als Luftraumüberwachungsflugzeuge. Sie sind für diese Aufgabe mit zwei 30mm Bordkanonen und "Sidewinder" Luft-Luft-Raketen bewaffnet. Die ziemlich alten Draken sollten eigentlich nur bis Ende 1995 in Dienst bleiben und dann durch ein ultramodernes Kampfflugzeug abgelöst werden. Sowohl politische als auch technische Gründe bewirkten aber schließlich, daß noch kein neuer Abfangjäger beschafft wurde und die Draken bis heute noch im aktiven Dienst sind. Die Maschinen werden nun allerdings in Kürze definitiv ausgemustert. Es werden bereits jetzt keine neuen Piloten mehr auf dem Draken ausgebildet. Nachfolger der Saab Draken im Dienste bei den Österreichischen Luftstreitkräften soll der Eurofighter Typhoon werden. Es ist geplant 18 Maschinen dieses Typs zu beschaffen. Die ersten sollen im Jahre 2007 geliefert werden.
Black Hawk

Black Hawk

Die zur Zeit neuesten und modernsten Luftfahrzeuge der Österreichischen Luftstreitkräfte sind neun ultramoderne Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky S-70 Black Hawk. Sie wurden im Jahre 2002 geliefert und sind stationiert auf dem Fliegerhorst Langenlebarn. Alle 9 Black Hawks waren bei der Airpower03 in Zeltweg dabei, davon 6 Maschinen auch im Flugprogramm!
Para

Luftlandung

Luftlandung

Unter der großen Zahl von Highlights im Flugprogramm der Airpower03 in Zeltweg war ein ganz besonders eindrucksvoller Knüller eine große Luftlandedemonstration, an der nicht weniger als 19 Hubschrauber der Österreichischen Luftstreitkräfte beteiligt waren. Die Luftlandeoperation begann mit dem Fallschirmabsprung von 12 Fernspähern aus zwei Hubschraubern vom Typ Agusta-Bell 212 aus 2000 Meter Höhe. Anschließend erfolgte das Absetzen der Luftlandetruppen durch 15 Hubschrauber (neun Agusta-Bell 212 und sechs Sikorsky Black Hawk). Luftunterstützung gab es durch vier bewaffnete "Pfadfinder"-Hubschrauber vom Typ Bell OH-58 Kiowa.
Saab 105 Sehenswerter Formationsflug wurde auch von diesen sechs Schulflugzeugen vom Typ Saab 105 der Österreichischen Luftstreitkräfte gezeigt. Heimatbasis dieser Maschinen ist Linz-Hörsching. Insgesamt stehen bei den Österreichischen Luftstreitkräften zur Zeit 28 Maschinen dieses Typs im Dienst. Man kann die Saab 105 auch als Jagdbomber einsetzen.
Saab 105 Neben der Sechser-Formation konnte man die Saab 105 bei der Airpower03 auch in einer sehr schönen Solo-Flugvorführung bewundern. Hierzu wurde diese Saab 105 mit dem interessanten "Tiger"-Sonderanstrich verwendet.
AB 212 Die Österreichischen Luftstreitkräfte verfügen über insgesamt 25 mittlere Transporthubschrauber vom Typ Agusta-Bell 212.
PC 7 Auf dem Fliegerhorst Zeltweg befindet sich die Fliegerschule der Österreichischen Luftstreitkräfte. Für die fliegerische Grundausbildung und Fortgeschrittenenschulung stehen dort schon seit 20 Jahren 16 Maschinen vom in der Schweiz gebauten Typ Pilatus PC-7 im Dienst. Diese PC-7 mit dem eindrucksvollen "Viper"-Sonderanstrich wurde bei der Airpower 03 auch im Flug gezeigt. Der PC-7 Solo-Display Pilot ist Vizeleutnant Johann Leitner. Er ist Fluglehrer bei der Fliegerschule und hat insgesamt 9000 Flugstunden, davon 5000 auf der PC-7 .
Kiowa Der Mehrzweckhubschrauber Bell OH-58 Kiowa kann für eine Vielzahl von Aufgaben eingesetzt werden. Mit einer sechsläufigen Gatling MG 134 Minigun Kaliber 7,62 mm bewaffnet kann er für Kampfeinsätze verwendet werden, wie es von den vier Kiowas bei der Luftlandedemonstration gezeigt wurde. Weitere wichtige Aufgaben sind Grenzraumüberwachungsflüge und Verbindungsflüge.
Turbo Porter

Turbo Porter

Die Österreichischen Luftstreitkräfte verfügen über 13 Maschinen des legendären Schweizerischen STOL-Transporters Pilatus PC-6 Turbo Porter. Diese robusten Maschinen sind für ihre beinahe schon unglaublichen Kurzstart- und Landeeigenschaften berühmt. Ihr Aufgabengebiet ist äußerst vielseitig: Transport- und Verbindungsflüge (knapp eine Tonne Fracht oder 8 Personen), Sanitätsflüge (2 Krankentragen + 2 Personen), Absetzen von Fallschirmspringern, Feuerlöschflüge, Meßflüge, Luftbildflüge und vieles mehr! Außer der mit Sonderanstrich versehenen Turbo Porter im Static Display war auch eine Turbo Porter im Flugprogramm zu sehen.
Kiowa Während der Airpower03 hat dieser mit beweglicher Kamera ausgerüstete Bell OH-58 Kiowa Luftaufnahmen vom Airshowgelände gemacht. Die Österreichischen Luftstreitkräfte verfügen über insgesamt 12 Kiowas. Der OH-58 Kiowa ist eine Militärversion des weitverbreiteten Zivilhubschraubers Bell Jet Ranger. Bei den Österreichischen Luftstreitkräften befinden sich auch 13 in Italien in Lizenz gebaute Agusta-Bell 206 Jet Ranger als Schulungshubschrauber und Verbindungshubschrauber im Dienst.
Alouette III Für Filmaufnahmen vom Airshowgelände wurde auch dieser Hubschrauber vom Typ Aérospatiale Alouette III eingesetzt. Die Österreichischen Luftstreitkräfte verfügen über insgesamt 28 Mehrzweckhubschrauber Alouette III , die für eine Vielzahl von Aufgaben verwendet werden, so z.B. Rettungseinsätze, Außenlasttransporte, Feuerlöscheinsätze, Verbindungsflüge und vieles mehr. Besonders gut eignen sich die Alouette III für Einsätze im Hochgebirge.
Skyvan Von dem unverwüstlichen leichten britischen Transportflugzeug Shorts Skyvan wurden im Jahre 1969 zwei Maschinen für die Österreichischen Luftstreitkräfte beschafft. Beide Maschinen befinden sich immer noch im aktiven Dienst!
Alouette III Dieser Aérospatiale Alouette III wurde speziell für die Grenzraumüberwachung ausgerüstet. Er verfügt über einen hier gut zu sehenden Suchscheinwerfer, sowie über Wärmebild- und Infrarotkamera (diese sind auf der anderen Rumpfseite angebracht).

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