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National Championship Air Races 2007

Reno / Nevada

- von Gerhard Schmid -

60 Jahre ist es her seit in Cleveland, Ohio, die ersten Formula One Races ausgetragen wurden. Diese neue Flugzeugklasse wurde kurz Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges eingeführt um die Idee der Air Races wieder zu beleben, nachdem die berühmten Thompson Trophy Races der Vorkriegszeit unter immer geringeren Teilnehmerzahlen litten. Die extrem modifizierten Maschinen waren getreu der Regel "größtmöglicher Motor in die kleinstmögliche Zelle" konstruiert. Es waren teure Einzelstücke, die oft defekt waren und deren Reparaturen oft kaum finanzierbar war. Die kleinen und mit etwa 1.000 US$ erschwinglichen Formula One Racer waren ideal um ein großes Teilnehmerfeld zu schaffen, wenngleich die Maschinen von den Zuschauern zunächst als nicht sehr attraktiv im Vergleich zu den mächtigen Thompson Trophy Racern betrachtet wurden.

1964 gewann Bob Porter die ersten Reno Races in der Formula One mit 193,44 mph. Heute muß man schon deutlich über 250 mph erreichen um eine Chance auf den Titel zu haben. Es ist kaum zu glauben, dass diese kleinen Maschinen allesamt lediglich 100 PS unter der Cowling haben.

Überschattet wurden die diesjährigen Formula One Races vom tragischen Tod des fünfmaligen Gewinners Gary Hubler. Nach einer Kollision mit Jason Somes in #4 "Alley Cat" kurz nach dem Start des Rennens stürzte Gary mit seiner Cassutt am Pylon #1 ab, während Jason Somes seine stark beschädigte Maschine landen konnte. Mit Gary Hubler verliert die Air Racing Community einen großartigen Freund und Piloten.

Und falls Sie es schon wieder nicht nach Reno geschafft haben - hier unser    >>>Buchtipp

 

Am späteren Nachmittag finden sich Maschinen aller Klassen zu Motortestläufen aud dem Vorfeld ein. Hier Carl Scenson mit seiner Cassutt III M #17.
Früh am Morgen starten die Rennen der F1 Class noch lange vor dem offizielen Beginn der Veranstaltung. Tagsüber wird die heisse Wüstenluft zu turbulent für die leichten Maschinen.
Bei Birch Entrikens "Scarlet Screamer" Team werden noch die Kerzen gewechselt, dann ist die modifizierte Cassutt bereit für das nächste Rennen.
In der Formula One Class beginnt das Rennen mit dem Senken der Startflagge. Dann beginnt der take off in kleinen Gruppen von drei Maschinen, die auf der breiten Startbahn problemlos nebeneinander Platz finden.
Wenn es am Flugzeug nichts mehr zu tun gibt, dann versammelt sich schon mal die Crew auf dem Vorfeld um das weiche Abendlicht für Erinnerungsfotos zu nutzen.
Die #1 "Zipper" wird von George Andre geflogen. Mit 238,399 mph belegte die schnelle Cassutt den zweiten Platz in der Gruppe Gold.
Die Crew von David Roelofs bringt die Jensen Cassutt "Miss USA" mit der #40 zum Start. Mit 225,161 mph belegte David den zweiten Platz im F1 Silver.
Normalerweise ist Doug Bodine als Pilot bei der US Air Force etwas größere Cockpits gewohnt. Dass er sich jedoch auch in der Cassutt #92 "Yellow Peril" wohl fühlen kann, zeigt sein Sieg im F1 Silver mit 227,936 mph.
Im letzten Jahr noch mit dem Schweden Anders Trygg im Cockpit ist die Cassutt III M "Dancing Queen" #22 inzwischen mit US-Kennung versehen und wird von Bill Garrison gesteuert. 196,936 mph genügten für Platz 5 in der Gruppe Silver.
Das modernste Flugzeug der Formula One ist David Hoovers Arnold AR-6 #11 "Endeavor". David wurde der Formula One Class Sieger des Jahres 2007 mit 245,669 mph.
Für Adrian Cooper war 2007 das "Rookie-Year". Seine Qualifying-Zeit war 182,977 mph, was ihn zum Schlusslicht machte. Aber im ersten Jahr gilt ohnehin "Dabeisein ist alles".
Jedes Jahr eine neue Farbgestaltung: Scotty Crandlemire flog mit seiner Cassutt III M #12 "Outrageous" mit 237,979 mph auf Platz drei im Formula One Gold.
Gary Austin scheint die Extreme zu lieben, denn er ist Crew Chief der bekannten B-24 und B-29 Bomber der CAF. Die kleine Cassutt mit der #64 flog er auf den vierten und letzten Platz im F1 Bronze.
"Scarlet Screamer", die Cassutt von Birch Entriken, wurde dieses Jahr von Gary Davis geflogen. 229,032 mph genügten für Platz 5 in der schnellen Gold Gruppe.
Gleich zwei Flugzeuge in der F1 Class flog John Hall: #98 (siehe 3. Bild v. oben) und #99. Letztere erreichte im Qualifying noch Platz 8, nahm aber im Finale nicht mehr teil.
Jason Somes mit der Owl #4 "Alley Cat". Er konnte seine Maschine nach der Kollision mit Gary Hubler landen und kam mit leichten Verletzungen davon.
R. G. "Smokey" Young fliegt mit #3, einer Wagner Western Air Race Special, auf Pylon 5 zu. Gary Davis in der Cassutt III M #54 "Midnight Special" ist im dicht auf den Fersen.
Fünfmal in Folge war Gary Hubler mit seiner Cassutt III M "Mariah" der schnellste Pilot in der Formula One Class. Auch dieses Jahr lag er in Führung. Am Samstag stürzte Gary nach einer Kollision mit Jason Somes in "Alley Cat" tödlich ab.
Pressefotografen aus aller Welt verfolgen hier am Pylon #4 ein Formula One Bronze Race, bei dem Brian Reberry mit der #13 versucht, Bill Garrison mit #22 zu überholen.
Mit 214,080 landete Brian Reberry mit seiner Cassutt III M #13, hier am Pylon 5, auf dem ersten Platz der F1 Bronze. Ein Sieg, über den er sich nach dem tragischen Verlust seines guten Freundes Gary Hubler nicht freuen konnte.
Hier geht's weiter zu >>>Teil 2
 

 

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